Bundesminister Totschnig: 10,8 Mio. Euro für unsere Wasser-Infrastruktur in der Steiermark

Wichtige Investitionen in die Trink- und Abwasserwirtschaft, Gewässerökologie und in den Hochwasserschutz

„Die Versorgung der Bevölkerung mit hochqualitativem Trinkwasser sowie die Entsorgung der Abwässer sind wichtige kommunale Aufgaben. Um diese bedeutende Infrastruktur zu sichern und auszubauen, investieren wir 94 Mio. Euro“, so Bundesminister Norbert Totschnig zu den Ergebnissen der letzten Sitzung der Kommission Wasserwirtschaft. Insgesamt fördert das Landwirtschaftsministerium 1.105 Wasser-Projekte und löst damit 346 Mio. Euro an Investitionen aus. Dadurch werden rund 6.000 Arbeitsplätze in verschiedenen Regionen und Bereichen wie Planung oder Baugewerbe gesichert. „Wasser ist für Mensch und Natur lebenswichtig, es ist unsere kostbarste Ressource. Investitionen in die regionale Wasser-Infrastruktur sind nicht nur Investitionen in die Lebensqualität der Menschen, sie dienen auch dem Umwelt- und Naturschutz. Mit dieser Förderung unterstützen wir Gemeinden in ganz Österreich“, betont Bundesminister Norbert Totschnig.

In der Steiermark lösen die 10,8 Millionen Euro an Bundesförderungen 30,3 Millionen Euro an Investitionen aus. Dadurch können 257 Wasser-Projekte umgesetzt werden.

6,2 Millionen für die wichtige Trink- und Abwasserwasserwirtschaft in der Steiermark

Mit der Förderungszusage werden die Mittel für 222 Projekte für die kommunale Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung in der Steiermark mit einem Gesamtvolumen von 6,2 Millionen Euro Bundesförderung freigegeben, die Investitionen in der Höhe von rund 19,2 Millionen Euro auslösen.

Darunter befinden sich mehrere Großprojekte, wie beispielsweise die Erweiterung der Wasserversorgung des Wasserverbandes Leibnitzerfeld-Süd. In diesem Projekt werden rund 3.600 m Wasserleitung neu errichtet. Es wird seitens des Bundes mit rund 365.000 Euro Förderung unterstützt.

„Unsere Trinkwasser- und Abwasserinfrastruktur ist die Basis für die Versorgung der Bevölkerung mit sauberem und sicherem Trinkwasser. Die genehmigten Projekte lösen in der Steiermark wichtige Investitionen in den Regionen aus. Ein großer Teil der Aufträge wird erfahrungsgemäß regional vergeben und sichert Arbeitsplätze in unmittelbarer Nähe der umgesetzten Projekte“, freut sich Bundesminister Totschnig.

250.000 Euro für die Ökologisierung unserer Fließgewässer in der Steiermark

Auch in die Ökologisierung von Gewässern wird investiert. „Flusslandschaften werden seit jeher vom Menschen genutzt. Gleichzeitig setzen wir laufend Ökologisierungsmaßnahmen um, um unserer Flüsse als wichtige Lebensräume zu sichern und zu verbessern“, berichtet Bundesminister Totschnig. Durch diese Projekte können etwa Rampen wieder für Fische passierbar gemacht und Flussläufe renaturiert werden.

Insgesamt werden in der Steiermark 4 Projekte umgesetzt, die mit rund 250.000 Euro Förderung unterstützt werden. Beispielsweise werden in der Steiermark Fischwanderhindernisse am Grünaubach sowie Stübmingbach entfernt und so die Passierbarkeit für Fische wiederhergestellt.

4,3 Millionen Euro für den Schutz vor Hochwasser in der Steiermark

Der Schutz vor Naturgefahren wird auch in Zukunft im Fokus der Aufmerksamkeit stehen. „In Österreich wird seit vielen Jahrzehnten konsequent in den Hochwasserschutz investiert, damit das Hochwasserrisiko nicht weiter verschärft wird“, erläutert Bundesminister Totschnig. Im Bereich Hochwasserschutz wurden insgesamt 31 Projekte für einen vorbeugenden Hochwasserschutz bzw. zur Instandhaltung von bestehenden Anlagen mit einer Bundesfinanzierung von rund 4,3 Millionen Euro genehmigt. Dadurch können Investitionen in der Höhe von rund 9,9 Millionen Euro ausgelöst werden.

Ein großes Projekt befindet sich in der Marktgemeinde Bad Waltersdorf, bei dem durch den Hochwasserschutz an der Pöllauer Saifen 49 Häuser geschützt werden können. Die gesamten Investitionskosten betragen 3,1 Millionen Euro, wovon das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus 1,4 Millionen übernimmt.

Neue Förderungsrichtlinien in der Trink- und Abwasserwirtschaft

In den Förderungsrichtlinien für die kommunale Siedlungswasserwirtschaft wird der Förderungsgegenstand um Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel erweitert. Durch den fortschreitenden Klimawandel kommt es immer öfter zu Überlastungen im Kanalsystem. Es ist daher erforderlich, durch die Förderung der Siedlungswasserwirtschaft weitere Anreize zu setzen, um den natürlichen Wasserkreislauf aufrecht zu erhalten bzw. wiederherzustellen. Als zukünftig neue förderfähige Maßnahmen sind hier etwa Rasenmulden, die Entsiegelung von versiegelten Flächen oder die Erstellung von Niederschlagswasserbewirtschaftungsplänen zu nennen. Auf der Energieeinsparungsseite kommen beispielsweise Maßnahmen zur energetischen Optimierung auf Kläranlagen in Betracht. Auf der Energieerzeugungsseite sind die optimierte Nutzung von Klärgas zur Strom- und/oder Wärmeerzeugung, die verstärkte Nutzung von Photovoltaik sowie die thermische Nutzung von Abwasser als Beispiele zu nennen.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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