SP-Lindner: Notarzt-Versorgung im Bezirk Liezen muss flächendeckend und rund um die Uhr garantiert sein

Probleme bei der Norarzt-Versorgung im Gebiet Rottenmann zeigen gefährlichen Ressourcenmagel – SPÖ-Abgeordneter fordert landesweites Vorgehen gegen Versorgungsengpässe

Liezen – Am Pfingstwochenende sorgte die fehlende Notarzt-Besetzung im Bereich Rottenmann einen gefährlichen Ressourcenmangel bei der flächendeckenden Versorgung im Bezirk Liezen auf. Nachdem der Notarzt-Standort Rottenmann am Sonntag ohne Notarzt auskommen musste, war die Versorgungslage in diesem Gebiet nur unvollständig gewährleistet – mehrere Einsätze mussten von anderen Stellen des Bezirks übernommen werden, was zu längeren Fahrtzeiten führte. Für SPÖ-Regionalvorsitzenden NAbg. Mario Lindner zeigte dieser Vorfall einen generellen Systemfehler in der steirischen Notarzt-Versorgung auf: „Es kann nicht sein, dass es gerade in ländlichen Regionen zu Situationen kommt, in denen die vorgesehen Notarzt-Fahrzeuge nicht mit einem entsprechenden Notarzt besetzt sind. Die Politik hat die Aufgabe, alle Ressourcen zur Verfügung zu stellen und ein Versorgungssystem sicher zu stellen, damit jeder Mensch im Notfall auf rasche und kompetente Versorgung zählen kann – das ist gerade für große Flächenbezirke wie Liezen von enormer Bedeutung!“, so Lindner, der auch als stv. Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes tätig ist. Außerdem gab es am Pflingstwochenende weder in Schladming, noch in Bad Aussee oder im Großraum der Stadt Liezen einen Visitenarzt. Nur in St. Gallen war am 4. und 5. Juni ein solcher im Einsatz. Auch in diesem Bereich gäbe es demnach massiven Handlungsbedarf.

Durch Stärkung der Notarzt-Versorgung mit den Hubschraubern der Standorte in Niederöblarn und St. Michael sei zwar ein wichtiger Schritt gewesen, so Lindner, aber: „Klar ist, dass die bodengebundene und luftgebundene Versorgung sich ergänzen müssen. Manche Einsätze brauchen ein Einsatzfahrzeug vor Ort und auch Hubschrauber können nicht immer fliegen. Daher ist es höchste Zeit, die flächendeckende Versorgung durch Notarzt-Fahrzeuge zu stärken!“ Konkret fordert Lindner insbesondere von der KAGES, dass Ärzt*innen aus den Krankenhäusern in der Region rund um die Uhr und an sieben Tagen pro Woche für den Notarzt-Dienst eingesetzt werden können, statt wie bisher nur kurzfristig an Werktagen zwischen 7 und 15 Uhr. „Wir müssen alle Hebel in Bewegung setzen und an allen Schrauben drehen, die es zur Stärkung der Notarzt-Versorgung im Bezirk Liezen braucht!“, betont Lindner.

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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