LRH-Empfehlung an die steirischen Landes-Touristiker: Weniger Aufsichtsräte und einheitliche Gehälter

Die Steirische Tourismus und Standortmarketing GmbH – kurz STG und zu 100 Prozent im Eigentum des Landes – wurde durch den Landesrechnungshof (LRH) unter der Leitung von Direktor Heinz Drobesch einer Prüfung unterzogen. Gröbere Mängel wurden dabei nicht zutage gefördert, in Einzelbereichen werden aber schon Verbesserungen vorgeschlagen.

So wird etwa – im Sinne der Sparsamkeit und angesichts der vergleichsweise geringen Größe der STG – eine Schlankheitskur für den Aufsichtsrat empfohlen. Dieser besteht derzeit aus sieben vom Land Steiermark entsandten Mitgliedern und somit um zwei Köpfe mehr, als im Gesellschaftsvertrag vorgesehen. Auch stellten die Prüfer fest, dass die Gesellschafterzuschüsse nebst Sonderfinanzierung in den letzten Jahren nicht ausreichten, um ein ausgeglichenes Jahresergebnis zu erzielen – die Auflösung bestehender Rücklagen war die Folge.

Ausdrückliches Lob erntet die Buchhaltung der STG, der vom LRH ein „sehr ordentlicher Eindruck“ bescheinigt wird, ebenso wie das aktive Projekt-Controlling. Im Personalbereich stießen die Kontrollore auf uneinheitliche Löhne, da kein eigenes Gehaltsschema bzw. kein Kollektivvertrag existiert. Für einige Einstufungen wurde ein Gehaltsvergleich aus der Tourismus-Branche herangezogen, anderen wiederum diente das Besoldungsschema des Landes als Basis. Hier werden Maßnahmen empfohlen, um den Mitarbeitern eine einheitliche Entlohnung zu gewährleisten.

In den letzten Jahren war es auch Usus, dass das Land (als Eigentümer) die STG beauftragte, Marketingvereinbarungen mit ganz bestimmten Sportvereinen abzuschließen, wobei auch die Höhe des jeweiligen Sponsoring-Beitrages vorgeschrieben war. Als Gegenleistungen dienten Banden- und Videowall-Werbungen, Inserate in Vereins-Magazinen oder auch Logos auf Dressen bzw. auf der Vereins-Homepage. Der LRH schlägt als Basis für künftige Vereinbarungen eine speziell von der STG entwickelte konkrete Marketing-Strategie vor – auch als Abgrenzung zur ohnehin bestehenden Sport-Förderung des Landes. Zusätzlich wird empfohlen, im Sinne der Gleichstellung auch Frauenmannschaften in künftige Kooperationen miteinzubeziehen.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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