Insekt des Monats Juni: Die Hornissenschwebfliege

Die Hornissenschwebfliege ist die größte Schwebfliege in Mitteleuropa und sieht der namensgebenden Kollegin auf den ersten Blick täuschend ähnlich. Man kann sie von Südengland bis Nordafrika, über die Türkei und Sibirien bis an die Pazifikküste entdecken. Im Rahmen des Projektes „Erlebnis Insektenwelt“ hat der Naturschutzbund sie nun zum Insekt des Monats Juni gewählt.

Als sogenannte holometabole Insekten machen Hornissenschwebfliegen eine vollständige Verwandlung mit Ei, Larve, Puppe und Adulttier durch. Ihre Larven entwickeln sich in den Nestern von Wespen und Hornissen, wo sie sich von Abfällen, toten Insekten und den Larven der Wirte ernähren. Sie verpuppen sich im Erdreich und überdauern so den Winter. Im nächsten Frühjahr schlüpft die neue Generation. Mit einer Körperlänge von 18 bis 22 mm ist die Hornissenschwebfliege die größte unter den Schwebfliegen. Ihrem Aussehen und ihrer Färbung verdankt sie ihren Namen: Der Hinterleib ist gelb und schwarz gestreift, der Brustabschnitt trägt viel dunkelrot. Ihre großen Augen und die kurzen Antennen und der stämmige Körperbau sind aber gute Unterscheidungsmerkmale zur Hornisse.

Tipps für eine gelungene Hornissenschwebfliegenbeobachtung

Hornissenschwebfliegen gehören zur Ordnung der Zweiflügler und sind ab Anfang Mai bis September zu sehen. Man findet sie in Laubwäldern, Gebüschen, Parks und Gärten. Besonders gerne wird der Sommerflieder besucht. Da die Hornissenschwebfliege wie einige andere Arten zu den Wanderinsekten zählt, ist sie im Spätsommer auch oft fernab geeigneter Lebensräume zu finden.

Elegante Flugkünstler

Man erkennt Schwebfliegen an ihrer besonderen Art zu fliegen: Mit bis zu 300 Flügelschlägen pro Sekunde können sie in der Luft schweben und blitzschnell die Richtung ändern. Dabei können sie an Ort und Stelle in der Luft stehen und präzise wie ein Hubschrauber navigieren. Viele Arten ähneln im Aussehen und Verhalten anderen Hautflüglern wie Bienen oder Wespen. Schwebfliegen besitzen anders als Fliegen aber keinen Stachel. In Österreich werden etwa 400 unterschiedliche Arten vermutet, die vom Tiefland bis in die höchsten Gipfelregionen anzutreffen sind.

Die Hornissenschwebfliege sieht der namensgebenden Kollegin auf den ersten Blick täuschend ähnlich. © naturbeobachtung.at/Erika Schmidhuber

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


error: (c) arf.at