ALPINE NOTLAGE AM GAMSKOGELGRAT, SCHWERVERLETZTER VON BUNDESHEER-HUBSCHRAUBER GERETTET

Bericht Bergrettungsdienst Stmk: Hohentauern, Bezirk Murtal

Zwei Alpinisten gerieten bei einer Bergtour am frühen Nachmittag des 21.5.2022 im Bereich des Gamskogels auf einer Seehöhe von rund 2386 Meter im sehr steilen und unwegsamen alpinen Gelände in eine Notlage. Einer der beiden Alpinisten verletzte sich bei einem Sturz schwer. Daraufhin setzten die Alpinisten einen Notruf ab und verständigten die Einsatzkräfte.

Bergretter:innen der Bergrettung Hohentauern und Knittelfeld sowie die Alpinpolizei wurden von der Landeswarnzentrale Steiermark sofort alarmiert und machten sich von den beiden Talseiten zum Einsatzort auf. Zusätzlich wurde der Notarzthubschrauber Christophorus 17 alarmiert, der aufgrund des starken Windes die beiden Alpinisten nicht erreichen bzw. retten konnte. Es wurde Großalarm für die Bergrettungen aus dem Gebiet Murtal (Bergrettung Knittelfeld, Judenburg, Zeltweg, Pöls) und Liezen (Bergrettung Hohentauern, Rottenmann, Admont, Trieben, Selzthal, Rottenmann, Liezen) ausgelöst. Weiters wurde auch der Bundesheer-Hubschrauber Alouette III aus Aigen im Ennstal angefordert. Nach einem Überflug des Bundesheer-Hubschraubers konnten der schwerverletzte Alpinist und sein leichtverletzter Begleiter gerettet werden. Nach einer notfallmedizinischen Erstversorgung auf einem Zwischenlandeplatz in Talnähe wurde der leichtverletzte Alpinist dem Roten Kreuz zur weiteren Versorgung übergeben und der Schwerverletzte vom Bundesheer-Hubschrauber Alouette III ins Unfallkrankenhaus Kalwang geflogen.

Parallel starteten aufgrund des starken Windes rund 60 Bergretter:innen aus dem Gebiet Murtal und dem Gebiet Liezen gemeinsam mit der Alpinpolizei von beiden Talseiten aus einen bodengebundenen Bergrettungseinsatz. Dieser konnte aufgrund der Tatsache, dass die Rettung mittels Bundesheer-Hubschrauber gelang, abgebrochen werden.

Titelbild:©Bergrettung Stmk

Bericht LPD Stmk

Alpineinsatz

Hohentauern, Bezirk Murtal.– Samstagnachmittag, 21. Mai 2022, verletzten sich zwei Alpinisten bei einem Absturz im hochalpinen Gelände zum Teil schwer. Ein Großeinsatz von Alpinpolizei und Bergrettung sowie Rettungshubschraubern war die Folge. Auch das österreichische Bundesheer war im Einsatz.

Gegen 09:30 Uhr brachen zwei erfahrene und sehr gut ausgerüstete Alpinisten, ein 38-Jähriger aus dem Bezirk Kirchdorf (OÖ) und ein 63-Jähriger aus Deutschland, vom Triebental, Gemeinde Hohentauern, auf eine Klettertour zum 2386 Meter hohen Gamskogel auf. Die Route führte die beiden über den so genannten Gamskögelgrat (Gemeindegebiet Gaal) mit leichtem Kletterschwierigkeitsgrad, in Richtung Gipfel.

Gegen 13:15 Uhr stieg der vorausgehende 38-jährige Alpinist um einen großen Felsblock herum, welcher sich gelockert haben oder ausgebrochen sein dürfte. Dadurch wurde der Bergsteiger wahrscheinlich aus dem Gleichgewicht gebracht worden sein und stürzte ab. Der ordnungsgemäß angeseilte 38-Jährige konnte nach einem Absturz von ca. 20 Meter von seinem Begleiter am Seil gehalten werden, wodurch ein weiterer Absturz verhindert werden konnte. Der 38-Jährige wurde durch den Aufprall schwer am linken Bein verletzt.

Der 63-jährige Alpinist wurde durch die Wucht des Absturzes gegen einen Felsen gedrückt und leicht verletzt (Abschürfungen).

Um 13:20 Uhr konnte vom schwer verletzten 38-Jährigen ein Notruf abgesetzt, und die Rettungskette in Gang gesetzt werden. Der alarmierte Rettungshubschrauber Christophorus 17 konnte aufgrund von starken Windböen keine Bergung durchführen.

Aus diesem Grund wurde von der Bergrettung ein Gebietsalarm ausgelöst. Der noch zusätzlich alarmierte Hubschrauber des österreichischen Bundesheeres, Alouette III aus Aigen/Ennstal, konnte eine Stunde später die Seilbergung der beiden Alpinisten durchführen.

Der schwer verletzte 38-Jährige wurde vom Bundesheerhubschrauber in das UKH Kalwang geflogen und operiert. Der leicht verletzte deutsche Staatsbürger konnte selbständig das UKH Kalwang aufsuchen.

An diesem Einsatz waren Bergrettungsstationen der Bezirke Murtal und Liezen mit 54 Kräften, das Rote Kreuz mit zwei Fahrzeugen, die Alpinpolizei Steiermark sowie die Rettungshubschrauber Christophorus 17 und Alouette III des österreichischen Bundesheeres beteiligt.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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