VCÖ: In der Steiermark seit 2015 bereits mehr als 80 Motorradfahrer im Straßenverkehr tödlich verunglückt

Die Motorradsaison hat erst begonnen und in der Steiermark sind bereits zwei Todesopfer zu beklagen. Im Vorjahr verloren elf Motorradfahrer ihr Leben, insgesamt kamen in den vergangenen sieben Jahren 82 Motorradfahrer auf den steirischen Straßen ums Leben, informiert die Mobilitätsorganisation VCÖ. Der VCÖ weist darauf hin, dass das tödliche Unfallrisiko mit dem Motorrad rund 26 Mal so hoch ist wie mit dem Pkw. Es braucht verstärkte Sicherheitsmaßnahmen, betont der VCÖ. Zudem kann durch das eigene Fahrverhalten das Unfallrisiko reduziert werden.

Die Motorradsaison hat begonnen und das macht sich leider auch in der Unfallstatistik traurig bemerkbar. Bereits zwei Motorradfahrer kamen heuer auf den steirischen Straßen ums Leben. In den vergangenen zwei Jahren starben 20 Motorradfahrer bei Verkehrsunfällen in der Steiermark, in den Jahren 2018 und 2019 waren es sogar insgesamt 32, berichtet der VCÖ.

Der Anteil der Motorradfahrer an den Verkehrstoten ist nach wie vor hoch, im Vorjahr waren 22 Prozent der Verkehrstoten mit dem Motorrad verunglückt, im Schnitt der Jahr 2015 und 2016 lag der Anteil bei rund 15 Prozent, macht der VCÖ aufmerksam.

„Österreichweit ist das tödliche Unfallrisiko mit dem Motorrad rund 26 Mal so hoch wie mit dem Pkw. Motorräder fahren so schnell wie Autos, sie haben aber keinen schützenden Blechmantel“, verdeutlicht VCÖ-Sprecher Christian Gratzer.

Durch das Fahrverhalten kann man das Unfallrisiko reduzieren: Langsamer und mit voller Aufmerksamkeit fahren, Tempolimits unbedingt einhalten, keine riskanten Überholmanöver, in Kurven besonders achtsam sein. Darüber hinaus ist wichtig, dass auch die anderen Verkehrsteilnehmer aufmerksam und rücksichtsvoll fahren. Denn immer wieder werden schwere Motorradunfälle auch von unachtsamen Pkw- oder Lkw-Lenker verursacht.

Es braucht verstärkte Verkehrssicherheitsmaßnahmen, um die Zahl der schweren Verkehrsunfälle zu reduzieren. Eine wesentliche Sicherheitsmaßnahme sind niedrigere Tempolimits, insbesondere Tempo 80 statt 100 auf Freilandstraßen. Neben der entsprechenden Überwachung ist bei überbreiten Raserstrecken auch ein Rückbau der Straßen eine wirksame Maßnahme. „Straßen sind so zu gestalten, dass sie niemanden, egal ob mit Motorrad oder Pkw, zum Rasen einladen“, betont VCÖ-Sprecher Gratzer.

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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