Altaussee: Stabilisierungsarbeiten bei der Ruine Pflindsberg

DI Christoph Reischenböck: Was passiert hier heroben?

Wir haben uns dazu entschlossen, dass wir die Burg Pflindsberg, die einzige, die das Ausseerland je gehabt hat, teilweise wieder aufzubauen bzw. den Bestand, der noch da ist, abzusichern. Es ist mittlerweile einfach alles verwachsen. Die letzten 10 Jahre ist nicht viel passiert. Daher sieht man von dem historischen Erbe nicht mehr viel.
Weiters wollen wir beim Wasserfallweg, beim Zustiegsweg, den Weg für Kinder attraktiver machen. Wir machen neun Erlebnisstationen, wo die Geschichte der Burg spielerisch erklärt wird. So wollen wir ein Ausflugsziel für Kinder und Familien schaffen.
Wir machen das über den Fremdenverkehrsverein Altaussee mit einer freiwilligen Arbeitsgruppe. Über den FVV haben wir dafür um ein Leader Projekt angesucht und den Zuschlag erhalten, was uns sehr freut. Die Leaderprojektförderung beträgt ca. € 60.000,00. Das geht sich natürlich nicht aus. Daher sind wir auf der Suche nach privaten Sponsoren und Spendengeldern. Da bekamen wir bereits von einigen Unterstützung, was uns sehr freut.

Rainer Hilbrand: Christoph, du bist Absolvent bei der BOKU, inzwischen bei den Österreichischen Bundesforsten gelandet. Zusammen mit Thomas Kranabitl habt ihr euch in dieses Projekt eingebracht. Es gibt vereinzelt den Vorwurf „Es wird hier einfach herumgegraben …“ aber ihr habt eine entsprechende fachliche Begleitung.

DI Christoph Reischenböck:

Das ist ganz wichtig! Wir sind hier in einem strengen Schutzbereich drinnen und arbeiten mit dem Bundesdenkmalamt zusammen und haben sämtliche Bescheide eingeholt. Jetzt, während der Bauphase, während der Grabungen, sind ständig zwei Archäologen vor Ort, die die Baustelle begleiten. Es wird jeder Schritt dokumentiert, aufgenommen. Teilweise wird händisch gegraben, vermessen, wenn ein interessanter Fund vorkommt. Das heißt: Wir können hier heroben nur mit dem Bundesdenkmalamt zusammenarbeiten. Alles andere ist rechtlich nicht möglich.

DI Christoph Reischenböck – Fremdenverkehrsverein Altaussee; Archäologe Mag. Levente Horvath
Auch die ÖBf, vertreten durch Thomas Kranabitl, sind eingebunden

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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