Wasser marsch! Das Wassererlebnis Öblarn wird mit einem „rauschenden“ Fest für die Bevölkerung eröffnet

Nach fast dreijähriger Planungsphase und einjähriger Bauzeit öffnet das „Wassererlebnis Öblarn“ am Samstag, 21.5.2022 seine Tore für alle Bürgerinnen und Bürger. Erstmals können Groß und Klein das einzigartige Outdoor-Modell der Naturgefahren im Öblarner Walchental bestaunen und hautnah erleben. Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht: In spannenden Führungen und Simulationen kann die Unwetterkatastrophe 2017 realitätsgetreu nachgespielt werden. Kinder und Erwachsene können sogar selbst Verklausungen und Überschwemmungen auslösen. Zur feierlichen Eröffnung des mit 1 Million Euro von Bund, Land und Europäischer Union geförderten Projekts hat sich auch hoher Besuch angekündigt.

Ein Fest für alle Bürgerinnen und Bürger, das stand für Bürgermeister Franz Zach von vornherein fest, wird es zur Eröffnung des neuesten Großprojekts der Marktgemeinde Öblarn geben. Besucherinnen und Besucher können sich am 21. Mai ab 11:00 auf ein spannendes Programm mit Führungen, Öblarner Musikanten und heimischer Kulinarik freuen. Für die nachhaltige Anfahrt kann das Planenwagen-Shuttle kostenlos genützt werden (Abfahrt am Hauptplatz in Öblarn zu jeder vollen Stunde, erste Fahrt 10:00). So kann man sich im Zuge der gemütlichen Fahrt entlang des Walchenbaches bereits von den gewaltigen Wildbach-Schutzbauwerken beeindrucken lassen, bevor man sie dann in Miniaturform beim Wassererlebnis bestaunen kann.

Die Naturkatastrophe in Miniaturform

Auf der Freiluftfläche in der Nähe des Mathildenbaches im Öblarner Walchental wurde das Wassererlebnis Öblarn mit einer Größe von 2800 m2 errichtet. Nicht nur das Einzugsgebiet des Walchenbaches und die vier Wildbach-Schutzbauwerke, sondern auch der Ortskern von Öblarn sowie der Mündungsbereich der Enns samt Überflutungsflächen wurden im Maßstab 1:25 detailgetreu nachgebaut. Ob Hochwasser, Muren oder Verklausungen, mittels leistungsstarkem Pumpsystem können unterschiedliche Naturgefahrenszenarien eindrucksvoll gezeigt werden. Auch die Hochwasserkatastrophe aus dem Jahr 2017 wird simuliert, welche in Öblarn und ihren Nachbargemeinden immense Schäden durch Verklausungen und Überflutung verursachte. So wird durch das Wassererlebnis Öblarn eine realitätsnahe und spielerische Bewusstseinsbildung für alle Altersgruppen ermöglicht.

Bewusstseinsbildung: Mitmachen und Lernen

Denn das Schaffen von mehr Bewusstsein in der Bevölkerung vor Naturgefahren hat in Zeiten des Klimawandels oberste Priorität. Die hohe Wahrscheinlichkeit für die Zunahme solcher Naturgefahrenereignisse ist wissenschaftlich belegt. Es ist nur eine Frage der Zeit, dass auch das Ennstal wieder von Starkniederschlägen und Überschwemmungen betroffen sein wird. Die Gemeinden sind gefordert, ihre Bevölkerung bestmöglich auf die Auswirkungen des Klimawandels vorzubereiten. Am besten funktioniere dies durch Zeigen, Ausprobieren und Staunen, weiß Projektmanagerin Natalie Prüggler aus Erfahrung. Seit 2017 konnte sie in den Gemeinden Öblarn, Sölk und Michaelerberg-Pruggern im Rahmen der Modellregion KLAR! Zukunftsregion Ennstal mit zahlreichen Akteurinnen und Akteuren bereits über 20 Klimawandel-Anpassungsprojekte für Bürgerinnen und Bürger durchführen. „Aus einem der vielen Diskussionsprozesse in der KLAR! ist auch diese Idee und das Konzept für ein Demonstrationsmodell der Naturgefahren entstanden.“ Umgesetzt werden konnte das 1 Million Euro teure Projekt schließlich mit einer 100% Förderung des Programms der Ländlichen Entwicklung (LE 14-20) mit Mitteln des Landes Steiermark, des Bund und der Europäischer Union. Bürgermeister Franz Zach erläutert: „Leider war die Marktgemeinde Öblarn ja bereits des Öfteren von Katastrophenereignissen betroffen. Wir wissen nur zu gut, was so eine Unwetterkatastrophe alles anrichten kann. Das Ziel war, eine Attraktion für Kinder und Erwachsene bei uns vor Ort zu schaffen, mit der wir die Auswirkungen eines Hochwassers demonstrieren und spielerisch zeigen können. Zudem steht im Vordergrund, wie man sich vor Naturgefahren am besten selbst schützen kann. Und das ist uns Dank der hohen Förderung gelungen.“ Hohe Unterstützung erhält Franz Zach auch für den feierlichen Eröffnungsakt des Wassererlebnis Öblarn am 21. Mai: Maria Patek (ehemalige Ministerin und Leiterin der Wildbach- und Lawinenverbauung im Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus und Landesrat Johann Seitinger (Lebensressort Land Steiermark) werden das einzigartige Demonstrationsmodell der Naturgefahren gemeinsam eröffnen.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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