Schibergsteigen – Saisonabschluss auf der „Haute Route“


Die ÖSV-Bundesheer-Athleten Jakob Herrmann, Daniel Zugg und Armin Höfl stellen sich zum Saisonabschluss der großen Herausforderung – der Patrouille de Glacier. Auf der „Haute Route“ gilt es für das Trio 57,5 Kilometer mit unglaublichen 4.386 Höhenmetern zu bewältigen.

Bereits in den 1930er Jahren entstand in der Schweizer Gebirgsbrigade die Idee, die „Haute Route“ zwischen Zermatt und Verbier in einem Stück zu bewältigen. Normalerweise würde die Bewältigung der Strecke 4 Tage dauern. Aus dieser Idee entstand die Patrouille de Glacier, ein militärsportliches Großevent mit starker internationaler Besetzung. Rund 1500 Patrouillen zu je drei Mann begeben sich in diesem Jahr auf die 57,5 Kilometer und 4.386 Höhenmeter. Dem legendären Ruf der PdG, als einem der härtesten Grand Course Rennen, folgen am 27. April auch die ÖSV-Bundesheer Athleten Jakob Herrmann, Armin Höfl und Daniel Zugg. Die rot-weiß-rote Seilschaft tritt in der Heereswertung an und kann vor allem auf die Erfahrung des Langdistanz-Spezialisten Jakob Herrmann vertrauen. Der Salzburger erreichte vor 4 Jahren in der Elitewertung gemeinsam mit William Bon Mardion sowie Xavier Gachet in 5:51 Stunden den 3. Platz. Zudem konnte er bei den Individualrennen in der abgelaufenen Weltcupsaison mit starken Ergebnissen punkten und gemeinsam mit Paul Verbnjak bei der Langdistanz-WM im März ein Etappen-Podest sowie den 4. Gesamtrang holen. Armin Höfl, der eine durchwachsene Comeback-Saison erleben musste und zuletzt mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte, fühlt sich wieder topfit und ist bereit für die Herausforderung zum Saisonabschluss. In der Vorbereitung bestritt der Steirer gemeinsam mit Jakob Herrmann noch mehrere gemeinsame Trainings-Touren in den heimischen Höhenlagen, schließlich führt die Patrouille de Glacier bis auf eine Höhe von rund 3.600 Metern. Daniel Zugg komplettiert das ÖSV-Trio. Der Vorarlberger gilt zwar als Sprintspezialist, verfügt aber über einen sehr großen Erfahrungsschatz. Der Montafoner kennt die Strecke ebenfalls bereits und weiß mit der Herausforderung umzugehen. 

***Stimmen:***

Jakob Herrmann:
„Ich habe sehr gute Erinnerungen an die PdG. Lange Rennen im freien Gelände sind einfach genau Meins und deshalb freue ich mich sehr darauf. Armin (Höfl) und ich haben jetzt noch ein paar geniale Touren in der Höhe absolviert. Daniel (Zugg) kennt die Strecke ebenfalls bereits. Wir werden jetzt vor Ort noch einige Male am Seil trainieren und dann am Mittwoch voll motiviert starten und sicher gut zusammenhelfen. Wichtig ist aber vor allem gut und heil anzukommen. Bei einem so langen Rennen kann immer viel passieren. Das Ziel ist aber natürlich in der Heereswertung ganz vorne dabei zu sein.“

Armin Höfl:
„Ich hatte eine durchwachsene Saison, aber auch immer wieder tolle Rennen, in denen ich gemerkt habe, dass es bergauf geht. Die PdG ist ein echtes Highlight und eine wahre Herausforderung zum Abschluss. Das Rennen wird sehr lang, so dass Einteilung, Tempo und Zusammenarbeit eine große Rolle spielen werden. Wir sind ein super Team, haben jede Menge Erfahrung und werden das Beste aus uns rausholen.“

Daniel Zugg:
„Das ist nach 2014 mein zweiter Start bei der PdG – ich weiß also ungefähr was auf mich zukommt. Ich bin zwar eher auf den Sprintdistanzen zuhause, aber es ist eine super Strecke, ein unglaubliches Panorama und eine ganz besondere Atmosphäre – insofern freue ich mich auf das längste Skibergsteigerrennen der Welt. Ich habe mich nochmal gut darauf vorbereitet und werde mein Bestes geben, damit ein Top-Ergebnis für unser Team dabei herauskommt.“

Bild Ösv/Weigl: Jakob Herrmann, Daniel Zugg und Armin Höfl stellen sich zum Saisonabschluss der großen Herausforderung – der Patrouille de Glacier

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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