Think outside the box: Sushi vom Ödensee?

Wie man das Thema einer Projekt- und Diplomarbeit in die Praxis umsetzt, zeigten Sara Leitgab und Verena Moser an der HLWplus in Bad Aussee auf herausragende Art und Weise. „Regionale Lebensmittel und die Relevanz für Kunden in der Gastronomie“, das hatten sie sich als Themenfeld ausgesucht. Mit der Kohlröserlhütte, einem zertifizierten AMA-Genussregionsbetrieb, war schnell ein interessierter Projektpartner gefunden.

Mit MMag. Ursula Viertbauer hatte man eine im Projektmanagement sehr erfahrene Lehrkraft an der Seite. Zuerst wurde mit einem Fragebogen, der online durch einen QR-Code erreichbar war, die Wertschätzung möglicher Kunden für Produkte aus der Region erhoben. Ein Ergebnis dabei war, dass bei entsprechender Kennzeichnung auf der Speisekarte sogar ein höherer Preis akzeptiert wird. Es kommt eben auf die Bewusstseinsbildung an. Die regionale Wertschöpfungskette spielt dabei eine wichtige Rolle.

Wie kommt man aber im Salzkammergut ausgerechnet auf Sushi? „Wir wollten einen gewissen Wow-Effekt erzielen, der für die Kaufentscheidung oft ausschlaggebend ist“, sagt Verena Moser. Mit viel Kreativität wurde Sushi mit Saibling, österreichischem Reis und Sojasauce aus Gmunden und anderen regionalen Zutaten kreiert. Nur die Algenblätter haben Migrationshintergrund. Auch bei der Verpackung in kleinen Kartons wurde auf Nachhaltigkeit geachtet.

Im Shop der Kohlröserlhütte am Ödensee bot man dann die kleinen Köstlichkeiten zum Verkauf an, die mittlerweile auch den Weg in so manches Überraschungsmenü gefunden haben. Der Beweis für die breite Einsetzbarkeit lokaler Produkte war somit eindrucksvoll erbracht.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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