LWK-Unfall auf Pyhrnautobahn

Beginnend mit 09:30 Uhr startete am 13.04.2022 eine Einsatzserie für die FF Rottenmann mit drei Einsätzen in weniger als 12 Stunden – wobei der 3. Einsatz mit gut 8 Stunden Einsatzdauer bis in die frühen Morgenstunden dauerte.

Um 09:30 Uhr wurden wir zur Unterstützung bei einem Fahrzeugbrand in Bärndorf alarmiert und rückten unverzüglich zum Einsatzort ab. Ein abgestellter PKW begann aus noch unbekannter Ursache zu brennen und die Kameraden der FF Bärndorf begannen unverzüglich den Fahrzeugbrand mittels Feuerlöscher einzudämmen. Aufgrund der schnellen Brandbekämpfung mit Feuerlöschern und der errichteten Zubringleitung von einem nahegelegenen Hydranten, war für uns kein Einsatz mehr erforderlich und wir konnten wieder ins Rüsthaus zurückkehren.

Nach einer kurzen Verschnaufpause wurden wir um 18:46 Uhr wiederum zu einem Brandmeldeanlagenalarm ins Flüchtlingsheim der CARITAS gerufen. Wieder stellte sich bei der Lageerkundung durch die Einsatzleitung heraus, dass durch angebranntes Kochgut ein Brandmelder außerhalb der Küche ausgelöst wurde und es sich um keinen Brand handelte. Die Brandmeldeanlage wurde zurückgestellt und die Kameradinnen und Kameraden konnten wieder ins Rüsthaus einrücken.

Während noch einige Kameraden mit den Nachbereitungen beschäftigt waren, wurden wir um 19:52 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf der A9 Pyhrn Autobahn alarmiert. Kurz vor dem Tunnelportal in Fahrtrichtung Linz, verlor aus unbekannter Ursache ein LKW-Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug, durchbrach die Mittelleitschiene und kam in einem Graben zwischen den beiden Fahrbahnen zu liegen. Der Lenker des LKWs blieb bei dem Unfall zum Glück unverletzt und konnte selbstständig das beschädigte Führerhaus verlassen. Aufgrund der erschwert zugänglichen Unfallstelle und der besonderen Lage des Auflegers mit der Ladung – ca. 24 Tonnen Mamorpulver, verpackt in 25kg Säcken – gestaltete sich die Absicherung und Bergung des verunfallten LKWs als sehr schwierig und zeitaufwendig. Neben der Absicherung der Unfallstelle und Errichtung des vorbeugenden Brandschutzes, begannen wir sofort mit dem Auffangen des auslaufenden Diesels und dem Abdichten der beschädigten Treibstofftanks. Nach dem vollständigen Abpumpen des Diesels aus den Treibstoffbehältern, konnte mit dem Aufrichten des Auflegers und der Bergung der Ladung und des LKWs begonnen werden. Aufgrund des heftigen Aufpralls sind Teile der gesicherten Paletten verrutscht und knapp die Hälfte der 25kg-Gebinde, mussten in den frühen Morgenstunden händisch umgeschichtet werden, damit die Ladung mittels Kranes geborgen werden konnte. Während die Aufräum- und Bergearbeiten noch bis am frühen Morgen andauerten, konnten die Kameradinnen und Kameraden gegen 03:30 Uhr wieder ins Rüsthaus einrücken und sich einsatzbereit melden.

Bericht & Bilder: FF Rottenmann/OBM Wolfgang Leitner

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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