Gemeindebund plant enge Zusammenarbeit mit ukrainischen Gemeinden

Der ukrainische Botschafter Vasyl Khymynets lud Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl zum gemeinsamen Austausch über die aktuellen Entwicklungen rund um den Ukraine-Krieg. Der Botschafter nutzte dabei die Gelegenheit dem Gemeindebund für den Einsatz so vieler Gemeinden und Bürgermeister bei der Unterbringung und Hilfe von Vertriebenen aus der Ukraine zu danken. Mittlerweile sind schon mehr als 57.000 Kriegsvertriebene in Österreich registriert. „Unzählige Initiativen von Freiwilligen gemeinsam mit den Gemeinden und Städten sind ein starkes Zeichen der großen Hilfsbereitschaft der Österreicherinnen und Österreicher im Angesicht eines sinnlosen Angriffskrieges in unserer Nachbarschaft. Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister bemühen sich gemeinsam mit ihren Bürgerinnen und Bürgern Quartiere zur Verfügung zu stellen und für die Vertriebenen zu sorgen“, betonte Gemeindebund-Präsident Bürgermeister Alfred Riedl gegenüber dem Botschafter. Botschafter Khymynets ergänzt: „Ich danke allen Gemeinden und Städten für die enorme Hilfsbereitschaft und Solidarität mit den ukrainischen Menschen, die das Leid des russischen Krieges erfahren müssen.“

Botschafter Khymynets und Gemeindebund-Präsident Riedl vereinbarten auch eine enge Zusammenarbeit zwischen den österreichischen und den ukrainischen Gemeinden. Für die Zeit nach dem Krieg wolle man sich bereits jetzt vorbereiten. So soll im Zuge von Gemeindepartnerschaften nicht nur der europäische Austausch gefördert werden, sondern auch Unterstützung beim Wiederaufbau in den zerstörten Regionen geleistet werden. „Die Kommunen in unseren beiden Ländern können von einer engen Zusammenarbeit profitieren. Einerseits menschlich, da unsere Bürgerinnen und Bürger befreundeten Kommunen beim Wiederaufbau in unterschiedlichster Weise helfen könnten und andererseits auch wirtschaftlich, wenn österreichische Unternehmen ihr Know-How in der Ukraine einbringen könnten. Wir wollen unsere Gemeinden und Städte bereits heute motivieren mit Gemeindepartnerschaften und vertiefter Zusammenarbeit der Ukraine nach dem Krieg zu helfen“, erklärt Gemeindebund-Präsident Riedl.

Botschafter Khymynets: „Ich messe der Vertiefung der ukrainisch-österreichischen Partnerschaftsbeziehungen zwischen den Gemeinden und Städten eine wichtige Bedeutung bei. Solch eine direkte und unbürokratische Zusammenarbeit wird zweifellos das Fundament der ukrainisch-österreichischen Partnerschaft stärken, die Zusammenarbeit mit dem lebendigen Inhalt bereichern, Völkerverständigung zwischen beiden Völkern fördern sowie den Weg der Ukraine in die EU-Mitgliedschaft inhaltlich mitgestalten.“

Foto: Gemeindebund

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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