Skibergsteigen: Glänzender Abschluss beim Weltcupfinale in Flaine



Im französischen Flaine ging am 9. April für die Skibergsteiger die Weltcupsaison zu Ende. Beim abschließenden Sprintrennen sorgte Daniel Zugg mit dem 3. Platz für sein bestes Saisonergebnis. Sarah Dreier wird 3. im Vertical-Gesamtweltcup und Paul Verbnjak holte den U23 Gesamtsieg.

Mit dem Individual bei Kaiserwetter sowie dem Vertical und Sprintrennen unter widrigsten Wetterbedingungen, ging von Mittwoch bis zum heutigen Samstag im französischen Flaine das Weltcupfinale der Skibergsteiger über die Bühne. Die ÖSV-Mannschaft durfte sich zum Abschluss der Saison nochmals über einige Top-Ergebnisse freuen. Vor allem Daniel Zugg sorgte beim heutigen Sprint-Finale für glänzende Augen bei den Rot-weiß-roten. Der Vorarlberger sicherte sich in einem wahren Herzschlagfinale den 3. Platz und holte somit zum Abschluss sein bestes Weltcupergebnis in dieser Saison. Nach einem schwierigen Start in die Saison, mit einer Fersenverletzung bei den Vorbereitungsrennen und gesundheitlichen Problemen, kam der Montafoner erst in der zweiten Saisonhälfte richtig in Fahrt. Mit neuem Trainer und topfit konnte Zugg die heurige Saison jetzt positiv abschließen, was nicht nur bei ihm selbst, sondern im gesamten Team für Jubel sorgte. Mit Platz 7 und 10 in der U23 zeigten auch Paul Verbnjak und Andreas Mayer ein starkes Sprintrennen, ebenso wie Lisa Rettensteiner, die Rang 6 in der U20 belegte.

***Sarah Dreier 3. im Vertical-Gesamtweltcup***
Nicht hundertprozentig nach Plan verlief das letzte Vertical-Rennen der Saison für Sarah Dreier. Von Beginn an hatte die Salzburgerin mit schweren Beinen zu kämpfen. Sie kam letztendlich auf dem 10. Platz und damit einen Rang vor ihrer Teamkollegin Johanna Hiemer ins Ziel. Mit ihrem Top-Ten Ergebnis konnte Dreier trotzdem den 3. Rang im Vertical-Gesamtweltcup verteidigen und darf sich über eine durchwegs erfolgreiche Saison samt Bronzemedaille bei der EM sowie vielen weiteren Highlights freuen. Bester Österreicher beim Verticalrennen, das aufgrund der Wetterkapriolen am Donnerstag, verkürzt werden musste, war Daniel Zugg mit dem 9. Rang. In der U23 kamen Paul Verbnjak und Andreas Mayer auf den Plätzen 2 und 5 ins Ziel. In der U20 sorgten Nils Oberauer, Lisa Rettensteiner und Hannes Lohfeyer mit Rang 4, 6 und 9 für weitere Top-Ten Ergebnisse.

***Mayer starker 2. im Individual (U23)***
Beim Individualrennen, das bereits am Mittwoch über die Bühne ging, zeigte der Tiroler Andreas Mayer erneut eine starke Leistung und belegte in der U23-Wertung den 2. Platz. Damit holte er sich in der Gesamtwertung den 3. Platz. Paul Verbnjak wurde im letzten Individualrennen der Saison 7. (U23) und holte sich damit auch den Disziplinensieg U23. Bester Österreicher bei den Herren wurde Jakob Herrmann. Nur 4 Tage nach der, zwar erfolgreichen, aber kräftezehrenden, Langdistanz-WM noch nicht zu hundert Prozent regeneriert, belegte der Salzburger den 15. Rang. Auf den Plätzen 16 und 18 folgten Armin Höfl und Christian Hoffmann. Im Individual-Gesamtweltcup konnte Herrmann den 10. Platz absichern. Einzige ÖSV-Dame im Individualbewerb, Johanna Hiemer, kam als 12. ins Ziel. 

***Paul Verbnjak holt U23-Gesamtweltcup***
Für die Sensation der Saison sorgte aus rot-weiß-roter Sicht, der erst 21-jährige Paul Verbnjak. Neben Gesamtsieg in der Individual und Verticalwertung der U23, ließ sich der U20-Doppelweltmeister von 2022 auch den Gesamtweltcupsieg in der U23 nicht mehr nehmen. Damit geht für Verbnjak eine äußerst erfolgreiche Saison zu Ende, die viel Motivation und Hoffnung für die nächsten Jahre mit sich bringt. 2026 wird Skibergsteigen erstmals bei Olympischen Spielen ausgetragen. Verbnjak wird – dann im Alter von 24 Jahren – mit Sicherheit ein Wörtchen bei der Medaillenvergabe mitzureden haben – ebenso wohl auch Andreas Mayer. Der 21-jährige Tiroler hat in der abgelaufenen Saison mehrfach bewiesen, dass er in der Elite angekommen ist und um Spitzenplatzierungen kämpfen kann.

***Stimmen:***

Sarah Dreier:
„Das letzte Rennen war zugleich eines meiner härtesten überhaupt. Ich hatte vom Start weg zu kämpfen und musste wirklich die Zähne zusammenbeißen. Dass es dann noch zum 10. Platz und so auch zum 3. Platz im Vertical-Gesamtweltcup gereicht hat, macht mich natürlich überglücklich. Überhaupt war die gesamte Saison ein Traum. Mit einem dritten Platz gleich beim ersten Rennen, der Bronzemedaille bei der EM und den vielen tollen Rennen wie der ÖM oder der Mountain Attack, konnte ich soviel mitnehmen und bin einfach nur dankbar dafür.“

Daniel Zugg:
„Der heutige 3. Platz fühlt sich für mich wie ein Sieg. Die Saison war alles andere als einfach für mich. Vor allem zu Beginn lief es noch gar nicht rund. Mit dem Trainerwechsel und auskuriert ist es jetzt steil bergauf gegangen. Darum freut mich jetzt der super Abschluss umso mehr. Das gibt unglaublich viel Motivation und Zuversicht für die Zukunft.“


Paul Verbnjak:
„Eine unglaubliche Weltcupsaison ist zu Ende gegangen und ich weiß gar nicht wie ich es in Worte fassen soll. Ich hätte mir niemals träumen lassen, dass ich so schnell Anschluss an die Spitze in der Elite finde und jetzt stehe ich da mit dem Gesamtweltcupsieg in der U23 – es ist einfach unbeschreiblich. Jetzt heißt es gut regenerieren und starte ich wieder voll motiviert in die neue Saison.“

Andreas Mayer:
„Das war nochmal ein toller Höhepunkt zum Abschluss der Saison und ich bin super happy wie es in diesem Winter gelaufen ist. Ich hatte schon ziemlich Respekt vor dem Schritt in die Eliteklasse und bin jetzt natürlich umso glücklicher wie gut ich den Anschluss gefunden habe. Mit dem 3. Platz im U23 Individual-Gesamtweltcup und nochmal einem Podest zum Abschluss kann ich jetzt ganz beruhigt in die Pause gehen und freue mich schon, wenn im Mai die Saisonvorbereitung wieder beginnt.“

Bild Skimostats:Daniel Zugg holt Platz 3 im letzten Sprintrennen der Saison
Bild Skimostats:Sarah Dreier sichert sich den 3. Platz im Vertical Gesamtweltcup
Bild Skimostats:Andreas Mayer überzeugt beim Individual
Bild Skimostats:Paul Verbnjak holt sich den Gesamtweltcupsieg in der U23

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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