KAGES: NEUAUSRICHTUNG DER CHIRURGIE AM LKH BAD AUSSEE

Am Mittwoch, 6. April informierten KAGes-Vorstandsvorsitzender Univ.-Prof. Ing. Dr. Dr. h. c. Gerhard
Stark und Aufsichtsratsvorsitzender Günter Dörflinger über die Neustrukturierung der Chirurgie am LKH
Bad Aussee. Politische Vertreter*innen der vier Ausseerland Gemeinden, die niedergelassenen
Ärzt*innen sowie Vertreter des Rotes Kreuzes waren zur Veranstaltung mit anschließendem Austausch
geladen.
Davor wurden in einer Betriebsversammlung auch alle Mitarbeiter*innen des LKH Bad Aussee über die
Neustrukturierung für eine gesicherte Gesundheitsversorgung informiert.
Der Rechnungshofbericht vom 8. Oktober 2020 hält klar und deutlich fest, dass nicht nur während des
Prüfungszeitraums, sondern bis dato die Auflagen der Betriebsbewilligung nicht erfüllt werden können,
ohne dass sich die ärztliche Leitung und die Leitung der KAGes einem enormen Haftungsrisiko
aussetzen. Aufgrund des – nicht nur regionalen – Personalmangels kann eine Weiterführung der
chirurgischen Leistungen an sieben Tagen in der Woche nicht bewerkstelligt werden. Nur die
Neustrukturierung ermöglicht es, die chirurgischen Leistungen und die Betriebsbewilligung zu erhalten.
Der Betrieb der internen Abteilung ist von dieser Neuausrichtung nicht betroffen.
Die Neustrukturierung darf keine Verschlechterung bringen – weder für die Bevölkerung noch für
Bedienstete. Der chirurgische Ambulanzbetrieb wird 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche aufrecht
bleiben. An den Operationstagen Montag bis Freitag werden weiterhin die Eingriffe laut OP-Katalog
wie in bisheriger Form durchgeführt. So schafft die Belegschaft mit aktuellem Personalstand eine
sichere Gesundheitsversorgung.
Die politischen Vertreter*innen sowie alle Anwesenden sind sich einig, dass die angekündigte
Einschränkung der Wochenend-Operationen keine Verschlechterung der medizinischen Versorgung für
die Bevölkerung des Ausseerlandes nach sich ziehen darf und keine weitere Reduktion akzeptiert wird.
Zudem bekräftigen die politischen Vertreter*innen, dass die KAGes die Gemeinden bei der Anwerbung
von Personal unterstützen wird und sofort eine Anstellung in Bad Aussee garantiert werden kann. Dafür
wird um die Unterstützung der Bevölkerung und des Forum Pro LKH gebeten.
In aller Deutlichkeit wird gefordert, dass der Betrieb in der chirurgischen Abteilung des LKHs Bad
Aussee aufrechterhalten werden muss. Der Betrieb wird aufgrund des aktuellen Personalmangels an
wirtschaftliche und fachärztliche Anforderungen und an die gesetzlich verpflichtenden
Rahmenbedingungen angepasst. Mit offener Kommunikation und gemeinschaftlicher Motivation muss
eine adäquate Gesundheitsversorgung für die Zukunft im Ausseerland gesichert werden

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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