Pläne zur 5-Tage Chirurgie für LKH Bad Aussee: Forum Pro LKH ruft zur Demonstration für Mittwoch, 6. April auf. Update und ein Offener Brief

Die KAGES – Pläne zur Durchsetzung einer 5-Tage Chirurgie haben im Ausseerland Salzkammergut ordentlich aufgeschreckt (siehe ARF – Bericht vom 2. April; leider kein Aprilscherz) . Übrigens: Die LKH-MitarbeiterInnen haben davon erst aus den Medien erfahren.

Ohne dass die genauen Pläne bekannt sind: Eines ist nach Einschätzung vieler (auch von wohlgesonnenen ÄrztInnen) klar: Das bedeutet das Ende der Chirurgie im Ausseerland. Operationen werden wohl kaum mehr durchzuführen sein, Insider glauben, dass nur mehr 2-3 Tage maximal dafür in Frage kommen. Dann wird nach einigen Monaten evaluiert, die berühmten Fallzahlen sind „im Keller“ und man kann dann gleich zusperren.

Das hat nun auch den inneren Kreis des Forum Pro-LKH aktiviert und man bezieht sich auf die mehrfachen Versprechen des ehemaligen Gesundheitslandesrates Drexler, der den vollen Weiterbestand des LKH Bad Aussee bis zur Inbetriebnahme des Zentralspitales zugesichert hat.

Aus diesem Grund ruft das Forum Pro LKH zu einer Demonstration für Mittwoch, 6. April, um 13.30 Uhr im Kurpark Bad Aussee auf. Um 14 Uhr findet im Kurhaus eine MitarbeiterInnenversammlung statt, bei der die KAGES die Pläne vorstellen will, im Anschluss ist ein Treffen mit den Bürgermeistern geplant.

Eine Frage sei am Schluss noch gestellt: Wenn man schon zusammenlegt – warum übersiedelt man die Chirurgie nicht von Rottenmann nach Bad Aussee?? Immerhin ist das Haus ziemlich neu und modern ausgerüstet.

Fallzahlen:

Veranlassung zu diesem Schritt sind 2 Dinge: Fallzahlen und Personalmangel.

Personalmangel: Es gibt 5 chirurgische Dienstposten für Bad Aussee, 12 bräuchte man für den Vollbetrieb. Anmerkung: Es gab in letzter Zeit mehrere Anfragen von Ärzten, die sich für eine Beschäftigung in Bad Aussee interessierten – sie haben aber wegen der unsicheren Situation davon Abstand genommen. Wer geht schon in ein Spital mit Ablaufpickerl?

Fallzahlen: Klarerweise sind in den letzten Jahren die Fallzahlen heruntergegangen. Das mag zum Teil Corona geschuldet sein, hat aber auch mit den Spezialisierungen in anderen Einheiten zu tun. Etwa ein Drittel der Menschen in der Region, die eine chirurgische OP brauchen, lassen diese auch in Bad Aussee durchführen, die anderen gehen in spezialisierte Kliniken. Eine Weiterentwicklung ist von der KAGES nie durchgeführt worden, z.B wurde ein PPP – Modell für Bad Aussee, extern eingebracht (!!), diskutiert, aber nie umgesetzt, wie viele andere Vorschläge, die man in den letzten Jahren gemacht hat.

Offener Brief Von Franz Köberl/Grundlsee

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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