Bleifrei Jagern

Bleirückstände aus Jagdmunition vergiften Greifvögeln. Der Steirische Jagdschutzverein Admont und der Nationalpark Gesäuse unterstützen daher Jäger bei der Umstellung auf bleifreie Munition.

Zu Beginn der diesjährigen Jagdsaison, am 30. April, ladet der Zweigverein Admont-St. Gallen des Steirischen Jagdschutzvereines zu einem Kontrollschießen in St. Gallen ein. In Kooperation mit dem Nationalpark Gesäuse und Büchsenmacher Harald Pichler kann dabei bleifreie Munition gratis getestet werden.

Blei ist nicht nur für Menschen giftig. Auch langlebige Greifvögel, wie Steinadler, reichern Blei, das sie mit Aufbrüchen aufnehmen, langsam in ihrem Körper an. Meist führt das zu Beeinträchtigungen, mitunter auch zum Tod des Tieres (2005 verendete auch in Admont ein Steinadler an so einer Vergiftung). Ein zusätzlicher Grund, um die Umwelt nicht weiter mit Blei zu verseuchen.

Aktionstag am 30. April

„Wir Jäger dürfen uns vor der Tendenz zu bleifreien Geschoßen nicht verschließen“, schätzt der Obmann des Jagdschutzvereins und Hegemeister Manfred Blümel die Situation ein. 

Daher gibt es beim diesjährigen „Einschießen“ die Möglichkeit, bleifreie Munition unter fachlicher Begleitung von Waffen- und Munitionsexperten zu testen. Dem Nationalpark Gesäuse ist der Bleiverzicht ein Anliegen, er stellt daher die Testmunition gratis zur Verfügung. Teilnahmeberechtigt sind alle Mitglieder des Jagdschutzvereines, die vorherige telefonische Anmeldung bei Obmann Manfred Blümel ist verpflichtend. Blümel: „Wir rechnen mit ca. 100 Teilnehmern, die wir über den Tag verteilt betreuen, damit sich die Techniker allen ausreichend widmen können.“

Bleifreie Geschosse © Nationalpark Gesäuse, Alexander Maringer

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


error: (c) arf.at