GESCHÄFTSBERICHT DES AMS Liezen für 2021

Der Rückblick auf das Jahr 2021 zeigt einen außergewöhnlich turbulenten Arbeitsmarkt im Bezirk Liezen. Wir sind mit einem Lockdown gestartet und blicken auf die niedrigsten Arbeitslosenzahlen seit über 30 Jahren im zweiten Halbjahr zurück. Die regionale Arbeitslosenquote betrug 5,9 Prozent und ist gegenüber dem Vorjahr deutlich um 2,0 Prozent gesunken und liegt damit unter dem Schnitt der Steiermark mit 6,5 Prozent und von Österreich mit 8,0 Prozent.

Die Arbeitslosigkeit ist um 723 Personen oder 26,4 Prozent auf 2.014 Personen im Jahresdurchschnitt zurückgegangen. Vom Höchststand während des Lockdowns im Jänner mit 3.970 vorgemerkten Personen sank die Arbeitslosigkeit, speziell in der zweiten Jahreshälfte und wir hatten statistisch gesehen vier Monate mit einer Vollbeschäftigung im Bezirk. Den niedrigsten Wert erreichten wir im September mit 1.167 arbeitsuchenden Menschen.

Das Angebot an offenen Stellen ist wieder um 445 oder 45,5 Prozent angestiegen und betrug durchschnittlich 1.413 Jobs.

Die Kurzarbeit hat sich als Instrument zur Sicherung von Arbeitsplätzen bewährt. Die Zahl der Personen in Kurzarbeit ist im Laufe des letzten Jahres zurückgegangen. Waren zu Beginn des Jahres noch rund 5.310 Personen von 713 Betrieben in Liezen zur Kurzarbeit angemeldet, hat sich diese Zahl am Jahresende reduziert. Ende Dezember hatten 371 Betriebe vorsorglich um Kurzarbeit für 2.259 Personen beim AMS angesucht.

Im Rahmen der Corona-Joboffensive setzte das AMS Liezen besondere Schwerpunkte im Rahmen der Aus- und Weiterbildung mit besonderen Qualifizierungsprogrammen wie der „Tourismusakademie Ennstal“. Im zweiten Halbjahr startete mit der „Aktion Sprungbrett“ ein weiteres Programm der Bundesregierung zur Integration von Langzeitbeschäftigungslosen Personen.

Wir danken an dieser Stelle sehr herzlich unseren Mitarbeiter_innen für ihre kundenorientierte Arbeit, die durch ihren Einsatz und ihr Engagement für unsere Kund_innen nicht nur für die Existenzsicherung während der Arbeitsuche sorgen, zur Sicherung von Arbeitsplätzen beitragen, sondern mit den Vermittlungs- und Unterstützungsaktivitäten auch einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Stabilität leisten.

Ein großes Dankeschön gilt auch allen Vertreter_innen der Sozialpartner im Regionalbeirat, unseren Partnerorganisationen, den Behörden, Gemeinden und Schulen für die geleistete Arbeit und partnerschaftliche Zusammenarbeit.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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