Persönliche Bestleistungen bei der Marmotta Trophy

Mit persönlichen Bestleistungen und insgesamt 10 Top-Ten Plätzen blicken die ÖSV-Skibergsteiger auf ein äußerst erfolgreiches Weltcupwochenende bei der Marmotta Trophy im Martelltal (ITA) zurück.

Bereits am Freitag ging im italienischen Martelltal das Individualrennen der Skibergsteiger bei der legendären Marmotta Trophy über die Bühne. Die Strecke im hochalpinen Gelände wurde, aufgrund der geringen Schneelage, um einen Anstieg und eine Abfahrt gekürzt. Auf dem anspruchsvollen Kurs stellte Johanna Hiemer mit dem 7. Platz ihre persönliche Bestleistung im Weltcup ein. Die Steirerin konnte sich vom Start weg im Vorderfeld festsetzen und lag lange Zeit im Kampf um Platz 5. Bei den extrem schwierigen Abfahrten im freien Gelände ließ die zweifache Mutter, jedoch ein wenig Zeit liegen und kam schlussendlich als Siebte ins Ziel. Der Sieg ging an Axelle Gachet Mollaret (FRA) vor Tove Alexandersson (SWE) und Alba de Silvestro (ITA).
Bei den Herren gewann der Italiener Davide Magnini vor Remi Bonnet (SUI) und Xavier Gachet (FRA. Jakob Herrmann sorgte erneut für das beste Ergebnis für die Rot-weiß-roten. Der Langdistanz-Spezialist kam gut in das rund 18 Kilometer und 1575 Höhenmeter lange Rennen. Bis zum letzten Anstieg lag auch ein Top-5 Platz noch in Reichweite. Der Wechsel auf die Zielabfahrt kostete dem 34-jährigen jedoch einige Plätze und bescherte dem Salzburger den 10. Platz. Christian Hoffmann stürzte bereits kurz nach dem Start und musste das Rennen damit praktisch von ganz hinten neu beginnen. Der Oberösterreicher rollte das Feld Platz für Platz auf und querte als 19. die Ziellinie. Daniel Ganahl und Christof Hochenwarter belegten die Plätze 24 und 40.
Paul Verbnjak kehrte mit dem Sieg in der U23 (13. in der Gesamtwertung) wieder zurück auf den obersten Stockerlplatz. Der Kärntner hatte gleich im ersten Anstieg ein technisches Problem, musste sein Fell tauschen und verlor damit wertvolle Zeit. Der 21-jährige konnte sich jedoch sukzessive wieder zurück an die Spitze arbeiten und kam mit 2:43 Minuten Vorsprung auf seinen Teamkollegen Andreas Mayer ins Ziel. Andreas Mayer holte mit dem zweiten Platz in der U23 sein persönlich bestes Saisonergebnis im Individual. Mit Julian Tritscher und Nils Oberauer auf den Plätzen 9 und 10 holte das ÖSV-Team auch in der U20 zwei weitere Top-10 Plätze. Pech hatte der dritte U20-Läufer, Hannes Lohfeyer. Der Loferer musste nach einem Stockbruch das Rennen abbrechen.

Zugg sprintet auf den 7. Platz
Beim gestrigen Sprintrennen im Biathlonstadion von Martell, konnte Daniel Zugg mit einem guten 7. Platz überzeugen. Mit neuem Trainer bestätigt der Vorarlberger seine aufsteigende Form. Bereits in der Qualifikation konnte Zugg eine gute Ausgangsposition für die Finalläufe schaffen. Im Viertelfinale noch klar in Führung, hatte der 29-jährige im Halbfinale etwas Pech. Er verlor den Anschluss an die Spitze und verpasste damit den Einzug ins große Finale. Der zweite Vorarlberger im Feld, Daniel Ganahl, belegte Platz 36. Der Tiroler Andreas Mayer hielt die rot-weiß-roten Farben in der U23 hoch und konnte sich den 7. Platz sichern. Vom Pech verfolgt war hingegen Paul Verbnjak. Der U23-Athlet hatte vom Start weg mit technischen Problemen an der Bindung zu kämpfen. Zweimal musste er die Ski neu anschnallen und hatte so keine Chance auf die Final-Qualifikation. Für Zungenschnalzen sorgte Lisa Rettensteiner, die nach langwierigen gesundheitlichen Problemen ihr erstes Weltcuprennen in dieser Saison bestritt. Mit der zweitbesten Qualizeit demonstrierte sie ihre zurückgewonnene Stärke. Im Halbfinale übernahm die 20-jährige sofort die Führung und behauptete diese bis zur zweiten Aufstiegspassage, wo die Steirerin zu Sturz kam und damit das große Finale abschreiben musste. Am Ende landete Rettensteiner ebenfalls auf Rang 7. Bei den U20-Herren sorgte Julian Tritscher mit dem neunten Platz für ein weiteres Top-Ten Ergebnis. Hannes Lohfeyer belegte den 24. Platz.

Stimmen:

Johanna Hiemer:
„Das Rennen hat für mich gleich sehr gut angefangen. Ich habe mich richtig gut gefühlt und habe auch in den Abfahrten nicht allzuviel Zeit verloren. Im dritten Anstieg hat mir die Hitze ein wenig zu schaffen gemacht und so habe ich noch ein paar Plätze verloren. Totzdem bin ich super Happy mit dem 7. Platz. Wenn mir das jemand vor der Saison gesagt hätte, wäre ich wohl ein wenig skeptisch gewesen und jetzt bin ich schon das zweite Mal in den Top-Ten und die Tendenz zeigt klar nach oben. Das macht mich sehr, sehr glücklich.“

Jakob Herrmann:
„Das Rennen und auch das Ergebnis hat super gepasst. Ich hatte die Pierra Menta sicherlich noch ein wenig in den Beinen. Es war ein hartes Rennen mit anspruchsvollen Abfahrten, die aber gut funktioniert haben und auch bei den Anstiegen konnte ich eine solide Leistung zeigen. Beim letzten Wechsel habe ich noch einen Platz verloren, aber mit dem Top-Ten-Ergebnis bin ich absolut happy.“

Paul Verbnjak:
„Das Individual ist super gelaufen. Ich kam von Beginn weg gut ins Rennen, hatte dann aber ein wenig Pech, weil ich ein Fell verloren habe und dadurch Zeit liegen ließ. Ich konnte dann aber wieder gut aufholen. In den Abfahrten habe ich dann nicht allzuviel riskiert, speziell in der letzten Abfahrt, wo ich meine Führung nicht mehr aufs Spiel setzen wollte. Alles in allem ein Mega-Ergebnis. Beim Sprint hatte ich gleich doppelt Pech. In der Qualifikation hat die Technik an der Bindung nicht funktioniert und mir sind gleich zweimal die Ski aufgegangen. Damit habe ich soviel Zeit verloren, dass es fürs Finale nicht mehr gereicht hat. Das muss ich jetzt so schnell wie möglich abhaken. Der Blick ist nach vorne gerichtet und ich freue mich auf das Saisonfinale.“

Andreas Mayer:
„Im Individual konnte ich mein bisher bestes Saisonergebnis mit Platz 2 erreichen und ich bin natürlich richtig, richtig zufrieden. Ich konnte mir das Rennen gut einteilen, habe Platz um Platz gut gemacht. Als mir die Betreuer dann vor der letzten Abfahrt gesagt haben, dass ich auf Platz zwei liege, konnte ich es gar nicht glauben und habe dann versucht nichts mehr zu riskieren, um das Ergebnis ins Ziel zu bringen. Mit dem Ergebnis im Sprint kann ich ebenfalls zufrieden sein. Ich hatte im Halbfinale einen engen Kampf und mit dem 7. Platz habe ich das große Finale nur knapp verpasst.“

Daniel Zugg:
„Der Sprint-Tag hat schon mit einer großen Überraschung begonnen, als meine Eltern plötzlich vor mir standen. Der Überraschungsbesuch war für mich sehr emotional und hat mir einen guten Start beschert. Die Quali ist dann schon sehr gut gelaufen und auch beim Viertelfinale habe ich mich sehr gut gefühlt. Im Halbfinale war es dann extrem eng und ich musste mich am Ende knapp geschlagen geben. Der 7. Platz zeigt aber, dass es mit meinem neuen Trainer super funktioniert und es nur an Kleinigkeiten gefehlt hat um ganz vorne zu landen.“

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Johanna Hiemer holt mit Platz 7 ihr bestes Individual-Saisonergebnis
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Jakob Herrmann erneut in den Top-Ten – Paul Verbnjak trotz Fellproblemen zum Sieg in der U23

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Daniel Zugg überzeugt mit Platz 7 im Sprint

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Andreas Mayer holt mit Platz 2 in der U23 sein bestes Individual-Resultat

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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