Loser-Seilbahn: LR Lackner muss UVP-Verfahren sicherstellen


Grüne nehmen Umweltlandesrätin beim Seilbahn-Projekt in die Pflicht und stellen schriftliche Anfrage /
Dimension lässt touristische Übernutzung und negative Auswirkungen auf Altaussee befürchten /
Auch mögliche „Schwarzbauten“ müssen aufgeklärt werden

Die Umweltabteilung des Landes prüft derzeit in einem Feststellungsverfahren, ob für die umstrittene neue Seilbahn auf den Loser eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt werden muss. Auch aus Sicht der Grünen führt nichts an einer UVP vorbei, weshalb sie nun eine schriftliche Anfrage an Landesrätin Ursula Lackner eingebracht haben, mit der sie diese in die Pflicht nehmen.
Kontrollsprecher LAbg. Lambert Schönleitner: „Ich erwarte mir, dass Landesrätin Lackner ohne „Wenn und Aber“ ein zeitgemäßes UVP-Verfahren sicherstellt, und dass alle umweltrechtlichen Belange seriös abgewickelt werden.“

Einer der Kritikpunkte ist die wesentlich größere Dimensionierung der geplanten Panorama-Gondel: Derzeit können in den sechs Sommermonaten etwa 100.000 Personen befördert werden; mit der neuen Seilbahn wäre diese Kapazität in nur sieben Tagen möglich. Schönleitner konkretisiert: „Es geht darum, den Qualitätstourismus abzusichern und eine touristische Übernutzung mit negativen Folgen für die Lebensqualität der Altausseer Bevölkerung abzuwenden. Altaussee mit Bussen und PKW in den Sommermonaten zuzuparken ist völlig inakzeptabel. Da braucht es klar festgelegte Obergrenzen an Spitzentagen!“

Weiters geht es in der Anfrage um bereits umgesetzte Projekte am Loser, den Speicherteich am Sandling sowie zwei Pumphäuser am Sandling bzw. am Augstsee. (siehe Fragen 10 bis 15 der schriftlichen Anfrage, als pdf im Anhang).

Schönleitner fordert die Landesrätin dazu auf, „Farbe zu bekennen, ob es richtig ist, dass mehrere Bauten bei zurückliegenden ‚Loser-Projekten‘ ohne Genehmigung oder mit falschen Genehmigungen errichten wurden. Sollte es sich dabei um glatte ‚Schwarzbauten‘ handeln, ist die Landesrätin in ihrer Aufsichtspflicht dringend gefordert. Brisant ist das nicht zuletzt auch in Zusammenhang mit den laufenden Ermittlungen gegen Beamte der Fachabteilung 13.“

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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