Gesäuse: von Lawine mitgerissen

Alpinunfall – Bericht LPD Stmk

St. Gallen, Bezirk Liezen. – Samstagfrüh, 12. März 2022, kam es zu einem Lawinenabgang. Ein 24-Jähriger wurde dabei unbestimmten Grades verletzt.

Gegen 07.15 Uhr gingen zwei Brüder (24,21) aus Oberösterreich im Bärenkar auf den Gipfel des Hexenturms. Sie waren mit Tourenski unterwegs. Der 24-Jährige ging voraus und löste in der zirak 30 bis 35 Grad steilen „Nordost Rinne“ auf einer Seehöhe von etwa 1400m eine Schneebrettlawine aus. Die Lawine riss den 24-Jährigen etwa 300 Höhenmeter mit.

Der 24-Jährige wurde mittels Rettungshubschrauber C99 in das KH Kirchdorf an der Krems gebracht. Er erlitt Verletzungen unbestimmten Grades. Sein 21-Jähriger Bruder wurde nicht mitgerissen, erlitt jedoch leichte Verletzungen.

Bericht Bergrettung Steiermark – LAWINENABGANG HALLER MAUERN, HEXENTURM


Nordseitig des Hexenturms in den Haller Mauern wurden bei einem Lawinenabgang am 12. März 2022 zwei Personen verletzt. Um 7:15 Uhr wurde Großalarm für die Bergrettungen Landl, Radmer, Wildalpen, Eisenerz, Spital am Phyrn (OÖ), Windischgarsten (OÖ) sowie für die Such- und Lawinenhundestaffel der Bergrettung Steiermark ausgelöst. Weiters wurde der Notarzthubschrauber Christophorus 99 sowie der Polizeihubschrauber „Libelle Steiermark“ alarmiert. Nach dem ersten Überflug des ÖAMTC-Notarzthubschraubers konnte festgestellt werden, dass niemand mehr in der Lawinen verschüttet ist, jedoch eine Person schwer verletzt auf einer Seehöhe von rund 1500m im unwegsamen und alpinen Gelände schnelle Hilfe benötigt. Zeitgleich zur Rettung aus der Luft bereiteten rund 20 Einsatzkräfte der Bergrettung Landl und Radmer, Alpinpolizei und Freiwilligen Feuerwehr Altenmarkt eine terrestrische Rettungsaktion vor. Weitere 40 Bergretter:innen waren im Tal in Bereitschaft. Starker Wind gestaltete die Rettung der schwerverletzten Person sehr schwierig, schlussendlich war der C99 mit Tau erfolgreich. Nach einer notfallmedizinischen Versorgung am Zwischenlandeplatz flog der C99 den Patienten ins Krankenhaus Kirchdorf. Die Rettung aus der Luft des Begleiters war aufgrund des starken Windes nicht mehr möglich. 10 Bergretter:innen stiegen per Tourenski auf und brachten den Begleiter nach einer Erstversorgung mit einem Akja sicher ins Tal.
Fotos: (c) Bergrettung Steiermark

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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