Nach Sperrstunde randaliert: Zwei Festnahmen// Waldbrand: Mann tot aufgefunden. Aktuelle steirische Polizeimeldungen

Waldbrand: Mann tot aufgefunden.

Gnas, Bezirk Südoststeiermark. – Freitagnachmittag, 11. März 2022, kam es aus bislang noch nicht restlos geklärter Ursache zu einem Waldbrand. Dabei dürfte ein 80-Jähriger ums Leben gekommen sein. Die Ermittlungen laufen.

Gegen 17.00 Uhr geriet das Waldstück des 80-Jährigen aus dem Bezirk Südoststeiermark in Badenbrunn bei Gnas in Brand. Ein unweit entfernter Bewohner bemerkte starken Rauch. Gemeinsam mit seinem Sohn und dem Schwiegersohn machte er sich in der Folge auf den Weg, um Nachschau zu halten. Dabei konnte er eine offenbar männliche und bereits stark verkohlte Leiche feststellen. Der Mann war zu diesem Zeitpunkt bereits leblos. Ein alarmierter Notarzt konnte nur mehr den Tod des Mannes feststellen.

Etwa 110 Einsatzkräfte von insgesamt 14 umliegende Feuerwehren (17 Fahrzeuge) sorgten in der Folge für die Bekämpfung des Waldbrandes. Dieser konnte jedoch rasch untere Kontrolle gebracht werden. Auch das Rote Kreuz sowie die Polizeiinspektion Gnas standen für die Ersterhebungen im Einsatz.

Obduktion angeordnet

Bisherigen Erkenntnissen zufolge dürfte es sich beim tödlich verunglückten Mann um den 80-jährigen Waldbesitzer handeln. Er soll Erstangaben zufolge regelmäßig Laub im dortigen Wald zusammengerecht haben, um dieses in der Folge zu verbrennen. Offenbar dürfte der Südoststeirer auch am gestrigen Freitag alleine mit dieser Tätigkeit beschäftigt gewesen sein. Zur letztlichen Klärung der Identität und der näheren Umstände ordnete die Staatsanwaltschaft Graz nun eine Obduktion der stark verkohlten Leiche an. Hinweise auf ein Fremdverschulden oder eine Brandstiftung konnten bislang nicht erhoben werden. Die genaue Brandursache ist jedoch noch Gegenstand andauernder Ermittlungen von Brandermittlern und Tatortbeamten des Landeskriminalamtes (LKA) Steiermark.

Eine Verständigung von Angehörigen konnte bereits erfolgen. Auch das Kriseninterventionsteam stand im Einsatz.

Nach Sperrstunde randaliert: Zwei Festnahmen

Trofaiach, Bezirk Leoben. – In den frühen Morgenstunden des 11. März 2022 kam es aus noch ungeklärter Ursache vor einem Lokal zu einer Auseinandersetzung zwischen Lokalgästen. Dabei wurde ein 48-Jähriger schwer verletzt. Polizisten nahmen in der Folge zwei Tatverdächtige fest. Sie befinden sich in Haft.

Kurz vor 05.30 Uhr wurden Polizisten vor ein Lokal am Hauptplatz in Trofaiach gerufen, nachdem dort ein offenbar schwer verletzter Mann Hilfe benötigte. Vor Ort trafen die Beamten, neben dem Lokalbesitzer, auch auf den Verletzten. Der 48-Jährige aus dem Bezirk Leoben gab gegenüber den Beamten an, dass er von einem Paar grundlos zusammengeschlagen worden sei. Dabei sei auch mit dem Fuß gegen seinen Kopf getreten worden. Der 48-Jährige wurde in der Folge vom Roten Kreuz medizinisch erstversorgt und mit schweren Verletzungen am Bein sowie Verletzungen am Kopf ins LKH Hochsteiermark, Standort Bruck, eingeliefert. Dort musste er stationär aufgenommen werden.

Noch während den Ersterhebungen teilte ein Taxifahrer den erhebenden Beamten mit, dass unweit vom Lokal entfernt mehrere Personen randalieren würden. Bei einer Nachschau stellten Polizisten in der Folge das zuvor beschuldigte und polizeilich bekannte Paar fest. Es handelt sich um einen 48-Jährigen und seine 35-jährige Frau, beide aus Leoben. Aufgrund des vorliegenden Tatverdachts und des aggressiven Verhaltens, nahmen Polizisten das Paar fest. Dabei widersetzte sich die 35-Jährige stark und versuchte unter anderem mehrmals gegen einen Beamten zu treten und zu schlagen. Mit Unterstützung weiterer Streifen wurde die Festgenommenen letztlich auf die Polizeiinspektion Trofaiach überstellt.

Amtsbekanntes Paar – Ermittlungen laufen

Durchgeführte Alkovortests zeigten schließlich Anzeichen für eine schwere Alkoholisierung der beiden Randalierer. Sie konnten bislang nicht einvernommen werden und befinden sich bis auf weiteres in Haft. Gegenüber den Beamten gab die 35-Jährige an, dass sich deren gemeinsames Kind (3) alleine in der Wohnung befinden würde. Polizisten kümmerten sich schließlich um das Wohl des Kindes und verständigten das örtliche Jugendamt. Dieses versorgt das Kleinkind nun bis auf weiteres. In der Wohnung des Paares stellten Polizisten auch einen großen Pfefferspray sicher. Diesen hatte der 48-Jährige offenbar trotz aufrechten Waffenverbots besessen. 

Bisherige Ermittlungen ergaben, dass die beiden Festgenommenen und weitere Lokalgäste nach der Sperrstunde gegen 05.00 Uhr das besagte Lokal verlassen hatten. Wie es letztlich zu dieser gewalttätigen Auseinandersetzung kam und was der Auslöser dafür war, steht bislang nicht fest. Die Ermittlungen laufen

Verkehrsunfall mit Personenschaden

Gleisdorf, Bezirk Weiz. – Samstagnacht, 12. März 2022, kam ein 21-Jähriger mit seinem Fahrzeug von der Fahrbahn ab. Zwei Personen wurden dabei schwer verletzt.

Gegen 02.00 Uhr kam es in Kaltenbrunn zu einem Unfall mit Personenschaden. Das Fahrzeug des 21-Jährigen kam aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Der Lenker und sein 21-jähriger Beifahrer erlitten dabei schwere Verletzungen.

Das Rote Kreuz lieferte die beiden Männer aus dem Bezirk Weiz ins LKH Graz ein. Beim Fahrzeug entstand ein Schaden in derzeit noch unbekannter Höhe. Die Feuerwehren Gleisdorf und Nitscha bargen das schwer beschädigte Fahrzeug. Der Unfallhergang ist Gegenstand laufender Ermittlungen.

Verkehrsunfall mit Personenschaden

Pischelsdorf am Kulm, Bezirk Weiz. – Freitagabend, 11. März 2022, kam es zu einer Kollision zwischen zwei Fahrzeugen. Dabei wurden zwei Personen verletzt.

Gegen 21.00 Uhr lenkte ein 63-Jähriger aus dem Bezirk Weiz seinen PKW auf der Gemeindestraße von Hart kommend, in Richtung B54. Zeitgleich lenkte eine 56-Jährige aus dem Bezirk Hartberg-Fürstenfeld ihren PKW auf der B54 in Richtung Gleisdorf. Der 63-Jährige hielt nicht an der dortigen Haltelinie an und fuhr auf die B54 auf.

Die im Vorrang befindliche 56-Jährige sah das auf sie zukommende Fahrzeug und verriss ihren PKW. Trotz des Manövers der Lenkerin, stieß der 63-Jährige mit der Front seines PKWs gegen die rechte Seite des PKWs der 56-Jährigen. Dieser wurde dadurch von der Fahrbahn geschleudert und kam nach einem Überschlag auf dem Dach, auf der dort befindlichen Wiese zu liegen. Der PKW des 63-Jährigen kam auf der gegenüberliegenden Seite zu stehen.

Das Rote Kreuz lieferte den 63-Jährigen mit leichten Verletzungen ins LKH Weiz und die 56-Jährige mit Verletzungen unbestimmten Grades ins LKH Hartberg ein. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden. Diese barg die Freiwillige Feuerwehr Pischelsdorf.

Ein durchgeführter Alkovortest bei dem 63-Jährigen ergab eine mittlere Alkoholiserung. Der Führerschein wurde dem Mann abgenommen. Er wird angezeigt.

Widerstand gegen die Staatsgewalt

Feldbach, Südoststeiermark. – Samstagnacht, 12. März 2022, kam es nach einer Attacke auf Polizisten zu einem Einsatz mit Pfefferspray. Der 24-Jährige wurde festgenommen.

Gegen 02.00 Uhr wurden Polizisten der Polizeiinspektion Feldbach in ein Mehrparteienhaus gerufen, da sich im Stiegenhaus eine fremde Person aufhalten solle. Als die Beamten in das Haus gingen, versteckte sich im Stiegenhaus ein 24-Jähriger aus Nigeria. Der Mann hielt einen zirka 130cm langen Holzstecken in der Hand. Als er die Beamten sah, erhob er den Stecken drohend gegen diese. Die Beamten forderten den im Bezirk Feldbach wohnenden Mann auf, den Stecken wegzulegen. Als er der Aufforderung nicht nachkam, drohten ihm die Beamten mit Einsatz des Pfeffersprays und der Festnahme.

Der 24-Jährige schlug daraufhin in Richtung der Beamten. Ein Beamter konnte den Schlag rechtzeitig abwehren und besprühte den Mann mit Pfefferspray. Trotz des eingesetzten Pfeffersprays schlug der Mann weiterhin in Richtung der Beamten. Diese forderten Unterstützung an und konnten den Mann schließlich festnehmen.

Das Rote Kreuz verbrachte den Mann, aufgrund des Pfeffersprayeinsatzes, ins LKH Feldbach. Ein Beamter erlitt bei der Amtshandlung leichte Verletzungen und konnten seinen Dienst nicht weiter verrichten.

Der 24-Jährige wurde über Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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