ÖSV Wintersportsplitter: Kraft triumphiert bei Raw Air in Norwegen//Tschofenig dreifacher Junioren-Weltmeister

Kraft triumphiert bei Raw Air in Norwegen
***Tschofenig dreifacher Junioren-Weltmeister***

ÖSV-Skispringer Stefan Kraft hat am Sonntag am Holmenkollen in Oslo (NOR) zum zweiten Mal die Raw-Air-Tour gewonnen. Mit einem dritten Platz sicherte sich der Salzburger die 2022 verkürzte Reihe von Skisprungwettbewerben inklusive 35.000 Euro-Siegerscheck. Bei den Damen konnte Nika Kriznar (SLO) die Norwegen-Tour für sich entscheiden. 

Kraft startete die Norwegen-Tour mit einem Auftaktsieg in Lillehammer. In Oslo wurde er am Samstag Achter, zum Finale am Sonntag ließ er seinen siebenten Podestplatz der Saison folgen. Auch die anderen ÖSV-Skispringer zeigten gute Sprünge: Daniel Huber verbesserte sich im zweiten Durchgang um vier Plätze und landete schlussendlich auf Rang neun. Ulrich Wohlgenannt konnte seinen guten ersten Sprung nicht wiederholen und wurde 13. vor Jan Hörl auf Platz 14. Manuel Fettner, im ersten Durchgang nur auf Rang 28, konnte sich im Finale um ganze zwölf Plätze verbessern. Clemens Aigner belegte mit einer Weitenverbesserung um ganze sieben Meter im zweiten Durchgang den 20. Rang.

Bei den Damen konnte die Slowenin Nika Kriznar den Siegerscheck mit nach Hause nehmen. Sie gewann die Raw-Air 2022 mit 39,6 Punkten deutlich vor Tagessiegerin Sara Takanashi (JPN). Auf Platz fünf sammelte Sara Marita Kramer als beste Österreicherin wichtige Weltcup-Punkte und landete direkt vor Landsfrau Chiara Kreuzer. 

Für die Herren wartet ab Donnerstag bereits das nächste Saison-Highlight: Die Skiflug-Weltmeisterschaft in Vikersund (NOR). Die Damen wiederum bestreiten am nächsten Wochenende ihr Saisonfinale in Oberhof (GER), wo nur noch zwei Einzel-Entscheidunggen auf dem Programm stehen. Kramer liegt im Weltcup aktuell 195 Punkte vor ihrer ersten Verfolgerin Kriznar. Folglich fehlen der Salzburgerin nur noch fünf Punkte auf ihren ersten Weltcup-Gesamtsieg und die große Kristallkugel. 

***Junioren-WM: Mixed Team siegt, Tschofenig Dreifach-Weltmeister***
Bei der Junioren-WM in Zakopane gab es am Sonntag zum Abschluss, nach dem Dreifachsieg bei den Herren sowie Gold im Herren-Teambewerb, erneut einen ersten Patz zu feiern: Österreichs Mixed Team mit Julia Mühlbacher, Vanessea Moharitsch, Daniel Tschofenig und David Haagen holte Gold vor Slowenien und Norwegen. Der Kärntner Tschofenig kann mit drei Goldmedaillen die Heimreise antreten.

STIMMEN

Stefan Kraft: „Es waren Megatage in Norwegen, ich bin froh, dass es wieder funktioniert. So einen Flow wünscht man sich als Sportler, wenn man hart trainiert. Mit so einem Vorsprung zu gewinnen, bedeutet mir sehr viel, weil es doch eine enge Kiste ist.“

Sara Marita Kramer: „Der letzte Sprung hat mir schon einiges gegeben. Perfekt war er auch nicht, aber ich weiß, dass er Einiges wert war. Jetzt heißt es darauf aufbauen.“

Daniel Tschofenig: „Ich bin megahappy mit dem was bei der WM die ganze Woche passiert ist. Da war im ganzen Team eine gute Entwicklung drin. Es hätte nicht besser laufen können. Ich hoffe, dass mit meinen Sprüngen in nächster Zeit noch so gut weitergeht.“

JWM: EGGER HOLT SILBER IN DER KOMBINATION

Egger

ÖSV/Schrammel

Magdalena Egger hat ihre Medaillenserie bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Panorama (CAN) fortgesetzt. Die 21-jährige Vorarlbergerin gewann in der Kombination die Silbermedaille und musste sich in der kanadischen Provinz British Columbia nur der Französin Marie Lamure geschlagen geben. Bronze holte die Schweizerin Aline Höpli. 

Nachdem der WM-Super-G vom Samstag, bei dem Egger Gold und Olivier Bronze holte, in die Kombiwertung genommen wurde. Ging es am Sonntag im von ÖSV-Damentrainer Florian Melmer gesetzten Slalom um die Medaillen. Als erste ÖSV-Läuferin ging Speedspezialistin Viktoria Bürgler ins Rennen. Die Salzburgerin belegte am Ende mit 2,69 Sekunden Rückstand den 18. Rang. Bronzemedaillengewinnerin Viktoria Olivier hatte mit den immer schwieriger werdenden Bedingungen ihre Probleme und musste sich am Ende mit Platz zwölf begnügen (+1,90 Sek.). Als letzte ging Magdalena Egger auf die Strecke und die Vorarlbergerin zeigte bei sehr schwierigen Verhältnissen einen starken Lauf. Im Ziel schwang die 21-Jährige mit 37 Hunderstel ab und durfte sich über ihre dritte Medaille bei dieser Junioren Weltmeisterschaft freuen.

„Das hätte auch ganz anders ausgehen können, denn die Bedingungen im Slalom waren extrem schwierig. Eine Medaille ist eine Medaille. Die Silberne fehlt mir noch, das passt ganz gut.“

Magdalena Egger

ERGEBNIS

Für Egger bedeutete die Silber-Medaille bereits ihr siebentes Edelmetall bei Junioren-Weltmeisterschaften. Nach dreimal Gold in Narvik (NOR) 2020 holte Egger Bronze im Super-G in Bansko (BUL) und in Panorama konnte sie sich Abfahrts- und Super-G Gold sichern. Damit ist sie bereits die fünfterfolgreichste Sportlerin bei Juniorenweltmeisterschaften. Vor ihr liegen nur noch die Tirolerin Sabine Ginther und der Norwegen Henrik Kristoffersen, die beide jeweils sechs Gold- und zwei Silbermedaillen holen konnte, der Schweizer Marco Odermatt (6x Gold, 1x Bronze) sowie Maria Höfl-Riesch (5x Gold, 2x Silber, 2x Bronze).

Am Montag steht der Teambewerb am Programm.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


error: (c) arf.at