Stift Admont versorgt Flüchtlinge und startet Spendenaktion

Das Benediktinerstift Admont stellt freie Wohnungen für Menschen zur Verfügung, die aus der Ukraine geflohen sind. Zusätzlich startet das Kloster einen Spendenaufruf für die Bevölkerung vor Ort.

Fotos: Stift Admont

„Der Friede lagert in zerbrechlichen Gefäßen“, sagt Stift Admonts Abt Gerhard Hafner. Wie fragil diese Gefäße tatsächlich sind, sieht man am Krieg, der aktuell in der Ukraine herrscht. Ein Krieg in Europa, für viele nicht mehr vorstellbar und doch real. Auch im Benediktinerstift Admont herrscht tiefe Betroffenheit: „Wir können die ganze Situation immer wieder nur im Gebet vor Gott tragen, sodass wir zum Frieden zurückfinden und den Notleidenden helfen“, drückt Abt Gerhard seine Anteilnahme aus. Dass der Friede zurückkehrt, hofft vor allem die betroffene Bevölkerung. Menschen vor Ort in der Ukraine müssen in Kellern und U-Bahn-Schächten ausharren oder in Nachbarländer fliehen. Um gerade die vielen Frauen, die es mit ihren Kindern über die Grenze geschafft haben, zu unterstützen, stellt das Benediktinerstift steiermarkweit freie Wohnungen zur Verfügung. Dort sollen Mütter und ihre Kinder Schutz finden und neue Zuversicht schöpfen können.

Ein Zeichen der Solidarität

Seit gestern leuchtet Admonts Stiftskirche in blau und gelb. Dass die Kirchtürme die Nationalfarben der Ukraine tragen, soll vor allem eins ausdrücken: Solidarität. Schließlich bestehen gute Verbindungen zwischen dem obersteirischen Kloster und der Ukraine. In Gedanken ist man bei Freunden und Bekannten, die ihre Familien über die Grenze in Sicherheit gebracht und sich anschließend wieder in die Ukraine aufgemacht haben, um das eigene Land zu verteidigen. Ob es ein Wiedersehen geben wird, weiß zu diesem Zeitpunkt niemand. „Wir können nur hoffen, dass Putin sich besinnt. Er behauptet von sich ein gläubiger orthodoxer Christ zu sein, doch als Christ kann man nicht anders, als innerlich erschüttert zu sein, wenn Krieg herrscht und Kinder, Frauen und Männer sterben. Ist das bei ihm nicht der Fall, muss er sein Christsein wohl hinterfragen“, sagt Stift Admonts Abt.

Spendenaktion gestartet

Neben der Aufnahme von Flüchtlingen, will das Benediktinerstift auch jenen Menschen Hilfe zukommen lassen, die vor Ort in der Ukraine geblieben sind. Dazu nutzt das obersteirische Kloster seine hohe Reichweite, die es auf Online-Kanälen erzielt, und startet einen Spendenaufruf zur Unterstützung der ukrainischen Bevölkerung:

Aktion zur Unterstützung von Familien in der Ukraine

Spendenkonto:          Raiffeisenbank Admont

IBAN:                         AT14 3800 1000 0007 5556

BIC:                            RZSTAT2G001

Stichwort:                   Ukraine

Fotos: Stift Admont

Quelle: Benediktinerstift Admont

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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