Baubeginn für neues AT&S-Forschungszentrum in Leoben. Hannes Androsch strebt 13.000 Arbeitsplätze an

Chance für motivierte Fachkräfte in einer der spannendsten Industrien in Europa

  • Der österreichische Mikroelektronikhersteller AT&S investiert 500 Millionen Euro in Leoben
  • Ein neues Forschungszentrum und der Ausbau der Hochtechnologie-Produktion stärken Europas Rolle in der Halbleiterindustrie
  • 700 spannende und attraktive Arbeitsplätze entstehen in der Steiermark

Leoben, 03. März 2022 – Der Baubeginn für das neue Forschungszentrum von AT&S in Leoben ist erfolgt. Bis 2025 werden am Hauptsitz des österreichischen Hightech-Unternehmens 500 Millionen Euro investiert, um ein neues Gebäude mit mehr als 10.000 Quadratmetern Fläche für Forschung und Produktion zu errichten. Bei der feierlichen Spatenstich-Zeremonie, bei der das neue Gebäude virtuell bereits erkundet werden konnte, waren neben dem Aufsichtsratsvorsitzenden der AT&S AG, Dr. Hannes Androsch, AT&S CEO Andreas Gerstenmayer auch die Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort der Republik Österreich, Margarete Schramböck, der steirische Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Lang sowie viele weitere Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zu Gast.

AT&S hat sich in den vergangenen Jahren eine weltweit führende Position in der Mikroelektronik-Branche erarbeitet. Vor allem beim technologisch anspruchsvollen Packaging (Verpacken) von Halbleitern zu fertigen Mikrochips hat sich das Unternehmen durch einen starken Fokus auf Forschung und Entwicklung international einen Namen gemacht. Bei der Herstellung von Substraten – das sind hochminiaturisierte Leiterplatten, die unerlässliche Schnittstellen für Mikrochips in Mobiltelefonen, Laptops oder Servern sind – ist der österreichische Vorzeigebetrieb führend. Um vom anhaltenden Boom der Halbleiterindustrie zu profitieren und federführend in der Substratherstellung zu bleiben, hat sich AT&S entschieden, am Standort Leoben-Hinterberg ein globales Innovationszentrum für Substrate zu errichten. „AT&S ist in Leoben tief verwurzelt. Hier hat die Erfolgsgeschichte begonnen, von einem kleinen steirischen Unternehmen zum globalen Technologieführer bei Hightech-Leiterplatten und Substraten. In etwas mehr als einem Vierteljahrhundert konnten wir die Mitarbeiterzahlen des Konzerns von 939 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Jahr 1994 auf mittlerweile mehr als 13.000 steigern“, sagt AT&S-Aufsichtsratsvorsitzender Hannes Androsch.

Mit Substraten aus Leoben werden künftig nicht nur Kunden aus dem High-End-Halbleiterbereich beliefert, sondern auch internationale Forschungseinrichtungen. „Wir sind der einzige Hersteller von Substraten, der in Europa produziert. AT&S zeigt hier, was für europäische Unternehmen in der Halbleiterindustrie möglich ist. Die neuen Anlagen auf höchstem technischen Niveau erlauben es, unseren Kunden noch innovativere Lösungen für kommende Generationen ihrer Produkte zu liefern“, sagt AT&S-CEO Andreas Gerstenmayer. „Mit dieser einzigartigen Investition schaffen wir eine Vielzahl attraktiver Arbeitsplätze und ich lade alle motivierten Fachkräfte und Experten ein, sich mit uns auf eine der spannendsten Reisen zu begeben, die es in Europa aktuell gibt.“ Mit den Investitionen in der Steiermark leistet AT&S einen wichtigen Beitrag bei der Umsetzung der Strategie der Europäischen Union für die Förderung der europäischen Halbleiterindustrie, die kürzlich von der EU-Kommission im European Chips Act formuliert worden ist. Ziel ist die Schaffung eines wettbewerbsfähigen Ökosystems auf dem Kontinent, von der Fertigung der Halbleiter bis zum Packaging. Das ist von enormer Bedeutung für die Zukunft, weil Halbleiter die Basis der meisten Hightech-Industrien sind.

Durch den Ausbau des Standorts Leoben werden 700 neue Arbeitsplätze entstehen. Damit bekennt sich AT&S klar zum Standort Österreich. „Wir wollen den Österreicherinnen und Österreichern wirtschaftliche Sicherheit für die nächsten Generationen bieten. Die Investitionen von AT&S sind ein wichtiger Schritt in diese Richtung, hier entstehen Jobs mit langfristiger Perspektive. Als Bund ist es uns gelungen, den Ausbau auch finanziell zu unterstützen und damit in eine der wichtigsten Zukunftsindustrien zu investieren“, sagt Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck.

Bedeutend ist das neue Forschungszentrum vor allem auch für die Steiermark, die im Bereich Mikroelektronik bereits jetzt eine führende Rolle unter Österreichs Bundesländern einnimmt. „Die Steiermark ist mit einer Forschungsquote von rund 5 Prozent eine der führenden Forschungsregionen Österreichs und Europas und ein wichtiges Mikroelektronik-Zentrum. Der weitere Ausbau von AT&S in Leoben ist wichtig für den Standort und kann ein Vorzeigeprojekt für Europa werden. Der Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen in den steirischen Regionen ist für unser Bundesland von enormer Bedeutung und mir als Gemeindereferent ein großes Anliegen“, sagt der steirische Landeshauptmann-Stv. Anton Lang.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


error: (c) arf.at