Ukraine-Krieg: Steiermark beteiligt sich an Hilfsmaßnahmen und bereitet Flüchtlingsquartiere vor

Sitzung des Landeskoordinationsausschusses in Graz

Graz (2. März 2022).- Im Weißen Saal der Grazer Burg trat heute (2.3.2022) der Landeskoordinationsausschuss zur Lagebesprechung bezüglich der Situation in der Ukraine zusammen. Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und Landeshauptmann-Stellverteter Anton Lang berieten dabei gemeinsam mit den Landesrätinnen Doris Kampus und Barbara Eibinger-Miedl, Landesamtsdirektorin Brigitte Scherz-Schaar, Fachabteilungsleiter Harald Eitner, Militärkommandant Heinz Zöllner, Landespolizeidirektor Gerald Ortner, Landesfeuerwehrkommandant Reinhard Leichtfried, Rotkreuz-Präsident Werner Weinhofer und Landesrettungskommandant-Stv. Markus Pumm. Zur Sitzung des Führungsstabes wurden auch der ukrainische Honorarkonsul Friedrich Möstl sowie mit Christian Purrer (Energie Steiermark) und Jürgen Roth (Fachverbandsobmann Energiehandel) Vertreter der Energiewirtschaft beigezogen.

Nach der Sitzung betonten LH Schützenhöfer und LH-Stv. Lang: „Das, was sich derzeit rund um uns abspielt, macht uns alle fassungslos. Unsere volle Solidarität gilt den Menschen in der Ukraine. Um einer weiteren humanitären Katastrophe vorzubeugen, muss es rasch zu einem Waffenstillstand kommen und eine Perspektive für echte Verhandlungen geschaffen werden. Für die Europäische Union bedeutet die Eskalation der Situation in der Ukraine, dass die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik wichtiger denn je ist. Es braucht in Zukunft auch bei der Verteidigungspolitik eine engere Zusammenarbeit auf EU-Ebene. Klar ist auch: wir brauchen ein starkes Österreichisches Bundesheer, die Bundesregierung ist gefordert, rasch zu handeln und die notwendigen Budgetmittel zur Verfügung zu stellen.“

Die Steiermark habe in den vergangenen Tagen alle notwendigen Vorbereitungen getroffen, um Hilfe zu leisten. „Wir beteiligen uns selbstverständlich an den österreichweiten Hilfsmaßnahmen. Für flüchtende Menschen wird es Quartiere geben, falls diese benötigt werden“, so Schützenhöfer und Lang. Vorerst werden auf Grund des Krieges in der Ukraine keine weitreichenden Auswirkungen auf die Versorgungssituation in der Steiermark erwartet. „Es besteht derzeit kein Grund zur Sorge bezüglich unserer Gasvorräte. Gaslieferungen treffen weiterhin regelmäßig ein. Unsere Vorräte reichen bis weit in das Frühjahr, die Versorgung ist somit gesichert“, so die Landesspitze. „Wir nehmen die aktuellen Entwicklungen jedenfalls zum Anlass, die Bemühungen, vom Import von Erdgas unabhängig zu werden, in Zukunft zu intensivieren. Die Erschließung alternativer Energiequellen ist wichtiger denn je.“

© Bilder: Land Steiermark/Robert Binder

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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