ÖSV – Wintersportsplitter: Johannes Lamparter sprintet zu Platz 3


Im heutigen Einzelbewerb der nordischen Kombinierer schaffte Johannes Lamparter den Sprung aufs Stockerl. Der Tiroler musste sich nur Sieger Jarl Magnus Riiber (NOR) und Vinzenz Geiger (GER) geschlagen geben. Mit Franz-Josef Rehrl auf Platz 4 landet ein weiterer Österreicher mitten im Spitzenfeld. 

Im Sprungdurchgang zeigten aus österreichischer Sicht vor allem Johannes Lamparter und Franz-Josef Rehrl auf. Während Jarl Magnus Riiber in gewohnter Manier mit 131 Meter zum Sprungsieg segelte, landeten Rehrl und Lamparter bei 125 Meter. Auf den Plätze 3 und 4 betrug ihr Rückstand 39 bzw. 54 Sekunden auf Riiber. Teamkollege Mario Seidl hatte als 6. bereits 1min 18sek Rückstand auf die Spitze. 

Im 10km Rennen bliesen Lamparter, Rehrl und Co. zum Angriff. Riiber war der ungefährdete Start-Ziel jedoch nicht mehr zu nehmen, während dahinter der Kampf um die restlichen beiden Podiumsplätze zwischen Geiger, Lamparter und Rehrl entfachte. Während Rehrl in der letzten Runde reißen lassen musste, hielt Lamparter bis zum Schluss dagegen. Erst auf den letzten Metern wurde der Doppelweltmeister von Geiger im Zielsprint abgeschüttelt. 

***Die weiteren Platzierungen der ÖSV-Athleten:***
13. Mario Seidl
17. Thomas Jöbstl
22. Martin Fritz
25. Philipp Orter
26. Lukas Greiderer
35. Lukas Klapfer

***Stimmen:***

***Johannes Lamparter (3.):*** „Ich bin sehr glücklich mit dem heutigen Ergebnis. Es war eine gute Sprungleistung von mir und definitiv besser als am Freitag. Mit meinem Langlaufrennen bin ich auch sehr zufrieden und das Duell mit Vinzenz Geiger war toll. Ich bin froh hier in Lahti am Podium zu stehen, ich habe super Erinnerungen an diesen Ort.“

***Franz-Josef Rehrl: (4.)*** Es macht irrsinnig viel Spass hier in Lahti. Es war ein tolles Rennen mit cooler Atmosphäre, da tut der 4. Platz nicht ganz so weh. Ich kann mir im Rennen nichts vorwerfen, ich habe alles gegeben und einen tollen Job gemacht.***

Im Gesamtweltcup führt Johannes Lamparter weiterhin. Vier Wettkämpfe (2x Oslo, 2x Schonach) vor Saisonschluss führt der Rumer mit 1090 Punkten vor Jarl Magnus Riiber (983 Punkte) und Vinzenz Geiger (856 Punkte)

***Stand Gesamtweltcup:***
https://www.fis-ski.com/DB/nordic-combined/cup-standings.html

Kommendes Wochenende geht der Weltcup der nordischen Kombination in Norwegen in die nächste Runde. Am geschichtsträchtigen Holmenkollen in Oslo stehen von 4. – 6. März zwei Einzelbewerbe auf der Großschanze am Programm.

Dritter Platz für Stefan Kraft in Lahti (FIN)


ÖSV-Skispringer Stefan Kraft hat am Sonntag auch im zweiten Einzel-Bewerb in Lahti einen Podestplatz errungen. Der Salzburger verbesserte sich in der Entscheidung von Platz sieben auf Rang drei. Den Sieg teilten sich ex aequo der Japaner Ryoyu Kobayashi und der Norweger Halvor Egner Granerud. Neben Kraft schafften es auch noch Ulrich Wohlgenannt (4.) und Manuel Fettner (6.) in die Top Ten.

Im Gesamtweltcup übernahm Kobayashi die Führung von Karl Geiger, der Fünfter wurde. Der Japaner liegt mit 1.322 Punkten jetzt 43 Zähler vor dem Deutschen. Durch Österreichs gute Teamleistung – neben den drei Top-Ten-Plätzen gab es auch für Clemens Aigner (15.), Daniel Tschofenig (17.), Daniel Huber (18.) und Jan Hörl (26.) Weltcup-Punkte – liegen die Österreicher in der Nationenwertung mit 4.352 Punkten nur noch 103 Zähler hinter den führenden Deutschen (4.455 Punkte).

Für die Skispringer geht es schon am Dienstag weiter nach Lillehammer, wo die norwegische Raw Air beginnt.

STIMMEN

Stefan Kraft: „Es ist zum Genießen, es funktioniert sehr cool. Ein Traumwochenende, besser kann man es sich nicht vorstellen. Die beiden vor mir waren besser. Es ist schwierig, es Tag für Tag auf den Punkt zu bekommen. Beim ersten war ich ein bisschen zu spät, aber ich bin megahappy.“

Ulrich Wohlgenannt: „Superglücklich bin ich. Der zweite Sprung heute war besser als der am Freitag. Ich arbeite mich dorthin, wo ich sein will. Also in die Nähe des Podestes. Wer hätte das gedacht vor einer Woche, dass ich hier so gut mitreden kann.“

Manuel Fettner: „Prinzipiell kann ich mit dem Ergebnis zufrieden sein. Es ist doch schade, weil der zweite Sprung sehr schlecht war. Im Moment schmerzt es mehr, als es mich freuen kann. Morgen werde ich es sicher positiver sehen, aber jetzt nicht. Es zeigt auf jeden Fall, dass ich in der Pause nach Olympia nicht das Springen verlernt habe.“

Stadlober über 10 km auf Rang zwölf


Beim ersten Distanzrennen nach den Olympischen Winterspielen in China sorgte Teresa Stadlober in Lahti (FIN) für ein weiteres Spitzenergebnis. Die Salzburgerin startete engagiert in das Einzelstartrennen über 10 km in der klassischen Technik und hielt sich von Beginn an in den Top-Ten. Auf den zweiten fünf Kilometern des Rennens büßte die Bronzemedaillengewinnerin von Peking allerdings ein paar Sekunden ein und verpasste am Ende als Zwölfte mit einem Rückstand von 1:16,1 Minuten nur knapp einen Platz unter den besten Zehn. Lisa Unterweger klassierte sich mit 2:45,5 Minuten Rückstand auf Rang 45.

An der Spitze lieferten sich Therese Johaug und Natalia Nepryaeva einen spannenden Kampf um den Tagessieg. Am Ende setzte sich die Norwegerin hauchdünn mit 1,2 Sekunden Vorsprung gegen die Russin durch. Rang drei ging an die Finnin Krista Parmakoski (+16,5 sec.).

Teresa Stadlober (Zwölfte): „Ich habe zwar die Top-Ten knapp nicht erreicht, bin aber trotzdem sehr zufrieden. In den letzten Tagen nach China habe ich mich nicht wirklich gut gefühlt und daher war das Rennen heute absolut in Ordnung. Ich bin gut hineingestartet und habe mir gedacht, dass ich von Beginn an Gas geben muss, damit ich immer an der Spitze dranbleiben kann. Ich habe gehofft, dass ich dieses Tempo durchstehen kann, das war aber heute leider nicht der Fall und im Laufe des Rennens habe ich leider etwas Zeit verloren. Ich bin aber nicht weit hinter Platz acht und man merkt, dass auch andere Athletinnen noch mit den Strapazen der Olympischen Spiele kämpfen. Für die kurze Regeneration war das wieder ein guter Einstieg für mich und jetzt freue ich mich schon sehr auf das klassische 30 km Rennen in Oslo.“

SKI ALPIN  27 Februar 2022 Crans Montana (SUI)

VENIER AUF PLATZ FÜNF

Stephanie Venier ist zurück an der Weltspitze! Die Tirolerin wurde in der heutigen Abfahrt in Crans Montana (SUI) als beste Österreicherin Fünfte! Es war dies damit ihre beste Saisonplatzierung. Der Sieg ging an die Schweizerin Prisa Nufer, vor der Siegerin von gestern, Ester Ledecka aus Tschechien und Sofia Goggia (ITA). 

Nach schwierigen Jahren und einer Saison ohne Spitzenplatzierung kam für Venier der Top-5 Platz zur rechten Zeit. Sie nutzte die Zeit während der Olympischen Spiele für Trainingseinheiten. Das Ergebnis davon konnte Venier heute auf der Piste mit einer tollen Leistung zeigen.

„Es war eine Riesenerleichterung, als ich im Ziel war. Es ist die schönste Platzierung meiner Karriere, mir fehlen die Worte. Es ist echt cool heute. Ich hatte von zu Hause immer die Unterstützung, aber natürlich spielst du immer mit dem Gedanken, ob du wieder zurückkommst. Aber der Kampf hat sich gelohnt.“ Stephanie Venier

Das Rennen war überschattet vom schweren Sturz Hütters. Die Vortagesdritte kam auf dem Weg zu einem weiteren Spitzenplatz beim letzten Sprung zu Sturz. Die Steirerin verzog es bei über 100 km/h in der Luft, sie landete quer und schlug mit Körper und Kopf hart auf der eisigen Rennpiste auf. Soweit geht es der Steirerin gut – es besteht der Verdacht einer Gehirnerschütterung. Sie wird heute noch in Österreich genauer untersucht.

SKI ALPIN  27 Februar 2022 Garmisch-Partenkirchen (GER)

SCHWARZ NACH AUFHOLJAGD FÜNFTER

Beim zweiten Slalom in Garmisch-Partenkirchen gelang Marco Schwarz mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang eine fulminante Aufholjagd. Der Kärntner verbesserte sich vom 26. auf den fünften Rang. Der Sieg ging zum zweiten Mal an diesem Wochenende an Henrik Kristoffersen (NOR), der den Briten Dave Ryding und Linus Strasser (GER) auf die Plätze verwies.

Auf das Stockerl fehlten Schwarz lediglich vier Hundertstelsekunden. Mit Michael Matt als Neuntem schaffte es ein zweiter ÖSV-Läufer in die Top Ten. Marc Digruber kam als 13. in die Wertung. Manuel Feller, am Samstag noch Dritter, musste sich diesmal nach einem Fehler im zweiten Lauf mit dem 15. Platz begnügen.

„In erster Linie bin ich froh, dass es wieder gut funktioniert hat, auch das Gerät. Ich bin happy, war am Start befreit, hatte nichts zu verlieren. Der Lauf ist mir gut aufgegangen. Ich hoffe, dass es so weitergeht.“

Marco Schwarz

ERGEBNIS

Zweiter Platz für Kramer in Hinzenbach


Sara Marita Kramer landete beim dritten und letzten Wettkampf in Hinzenbach (OÖ) auf dem Podest. Nach einer fulminanten Aufholjagd im zweiten Durchgang verbesserte sich die Salzburgerin noch von Platz 10 im ersten Durchgang auf den zweiten Gesamtrang. Der Sieg geht an die Slowenin Nika Kriznar, auf Platz drei landet die Französin Josephine Pagnier.

Mit Lisa Eder auf Platz 7, Jaqueline Seifriedsberger auf Platz 9 und Chiara Kreuzer auf Platz 11 springen nicht weniger als vier Athletinnen in die Top 15 und zeigten damit eine starke Teamleistung. Ebenso in den zweiten Durchgang schaffte es Julia Mühlbacher, sie wurde 29. in der Endabrechnung.

Während alle ÖSV-Athletinnen die Qualifikation meisterten, wurde die gestrige Siegerin Ursa Bogataj disqualifiziert. Die Slowenin verließ, nachdem sie vom Trainer das Freizeichen erhielt, den Balken während der Geld-Phase, was einen klaren Regelverstoß darstellt. 

Somit war in der Gesamtwertung der Alpenkrone, die den Wettkampf in Ramsau am Dachstein sowie die beiden Wettkämpfe in Hinzenbach umfasst, der Weg frei für eine weitere Slowenin, Nika Kriznar. Durch den Sieg heute gewinnt sie die Alpenkrone-Gesamtwertung, die ihr zusätzlich EUR 10.000.- an Preisgeld einbringt. 

***Gesamtwertung Alpenkrone:***
https://medias4.fis-ski.com/pdf/2022/JP/3828/2022JP3828STC.pdf

***Stimmen:***

***Sara Marita Kramer: (2.)*** „Ich habe mich hier in Hinzenabach recht schwer getan, und nach dem ersten Durchgang war ich schon richtig enttäuscht. Dann ist mir beim letzten Sprung der Knopf aufgegangen, es war richtig cool. Endlich habe ich die Hocke, die ich mir vorgenommen habe, so umsetzen können. Ich freue mich jetzt richtig auf die Raw Air, es ist ja meine erste. Lillehammer ist eine meiner Lieblingsschanzen, die Motivation und das Selbstvertrauen sind groß!“

***Lisa Eder: (7.)*** „Ich bin sehr zufrieden mit dem Wochenende hier in Hinzenbach. Wenn mir das wer davor gesagt hätte, hätte ich es nicht geglaubt. Ich freue mich heute auch richtig mit Sara mit, endlich ist es ihr aufgegangen. Das zeigt einmal mehr von unserer Teamstärke. Die Vorfreude auf die Raw Air ist sehr groß, ich bin schon länger nicht mehr auf einer Großschanze gesprungen. Jetzt wo ich wieder besser springe freue ich mich richtig drauf.“

Viel Zeit zum Ausrasten haben Österreichs Skisprung-Damen nun nicht. Bereits am Dienstag steigt das Team von Cheftrainer Harald Rodlauer in den Flieger nach Norwegen, wo in Lillehammer am 2. und 3. März bereits die ersten beiden Wettkämpfe des Raw-Air Tournaments ausgetragen werden.

Mag. Clemens Derganc
Medienbetreuer Nordische Kombination

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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