ÖSV – Wintersportsplitter:Österreich siegt im Teambewerb von Lahti (FIN)//Zweiter Platz für Österreich im Teamsprint von Lahti

Österreich siegt im Teambewerb von Lahti (FIN)

Österreichs Skispringer haben am Samstag den Team-Weltcup in Lahti für sich entschieden. Jan Hörl, Clemens Aigner, Ulrich Wohlgenannt und Stefan Kraft konnten mit dem letzten Sprung noch am starken Team aus Slowenien vorbeiziehen, das bis zu diesem Zeitpunkt ständig in Führung gelegen war. Der dritte Platz ging an die Mannschaft Deutschlands. 

Für die ÖSV-Skispringer war es der dritte Team-Erfolg bei bisher vier Bewerben in dieser Saison. Auch bei den Olympischen Spielen in Peking konnten die Österreicher zuletzt Gold erringen. Für Wohlgenannt und Aigner waren es die ersten Weltcup-Siege ihrer Karriere. Der ÖSV feierte in Lahti den insgesamt 35. Weltcup-Sieg im Team und ist damit aktuell die Nummer eins in Mannschaftsbewerben. Norwegen liegt mit 27 Siegen auf Rang zwei. 

Im Nationencup rückt Österreich als Zweiter bis auf 189 Punkte an Deutschland heran. Am Sonntag (16.00 Uhr) folgt in Lahti ein weiterer Einzel-Bewerb. Das erste Einzelspringen beim Weltcup in Lahti konnte Stefan Kraft am Freitag gewinnen. 

STIMMEN

Stefan Kraft: „Es war ein Kunststück von uns allen. Es waren sehr coole Sprünge von mir. Es haben aber alle gute Sprünge gehabt. Dass das so gelungen ist, ist geil. Im zweiten Durchgang waren wir besonders gut, das hat mich noch einmal beflügelt.“

Ulrich Wohlgenannt: „Weltcup-Sieger hört sich super an. Genau so soll es sein. Ein Team, da gehören alle dazu. Ich habe für mich einen guten Job gemacht und bin superglücklich. Mit Stefan im Team zu sein ist supermega, er reißt alle mit. Er ist unser Zauberer, der reißt uns alle raus.“

Zweiter Platz für Österreich im Teamsprint von Lahti



Im Teamsprint von Lahti (FIN) landete das Team Österreich 1 mit Lukas Greiderer und Franz-Josef Rehrl auf dem hervorragenden zweiten Platz. Schlussläufer Lukas Greiderer musste sich dabei nur dem starken Norweger Joergen Graabak, der gemeinsam mit seinem Landsmann Jens Luraas Oftebro angetreten war, im Zielsprint um 1,1sek geschlagen geben. Auf Platz drei landete das Team Norwegen 2 mit Espen Andersen und Espen Bjoernstad. 

Im Sprungdurchgang zeigten sowohl Rehrl als auch Greiderer eine tolle Leistung. Die beiden gingen als Zweite mit 10 Sekunden Rückstand auf Norwegen 2 in die Loipe. Im Rennen bildete sich mit den beiden norwegischen Teams sowie mit Österreich 1 und Deutschland 2 eine vier Mann starke Führungsgruppe. In der vorletzten Runde stürzte Terence Weber, ein Stockbruch begrub die Hoffnung für Deutschland 2 auf einen Podiumsplatz somit frühzeitig. Aus dem Vierkampf wurde daher in der letzten Runde ein Dreikampf, bei dem der starke Finisher Joergen Graabak das beste Ende für sich hatte. Dennoch zeigen sich Lukas Greiderer und Franz-Josef Rehrl glücklich über den zweiten Platz: 

„Wir sind super zufrieden heute mit dem zweiten Platz. Auf der Schanze ist es schon gut gelaufen, die Ausgangsposition hat gepasst. Auf der Loipe haben wir gewusst, dass es gegen Norwegen 1 sehr schwer wird. Das sind so starke Läufer, wir haben aber super dagegen gehalten. Ich persönlich war überrascht, wie gut es mir gegangen ist, ich hatte vergangene Woche kaum Zeit zu trainieren. Das Gefühl und das Selbstvertrauen für morgen stimmt“, so Lukas Greiderer. 

Die selben Töne schlug Franz-Josef Rehrl an: „Der Sprung war ok, bei der Landung habe ich ein bisschen was liegen lassen. Läuferisch war es heute richtig gut, wir haben auch wieder gutes Material unter den Beinen gehabt. Jetzt freue ich mich richtig auf den Einzelbewerb morgen!“

Team Österreich 2 mit Philipp Orter und Lukas Klapfer landete mit 1min 15,2sek Rückstand auf dem 8. Platz. 

Morgen steht in Lahti ein Einzelbewerb von der Großschanze am Programm.

***Zeitplan:*** (Ortszeit, MEZ +1h)

Sonntag, 27.2.2022

10.00 Uhr: Probedurchgang HS 130
11.15 Uhr: Wertungsdurchgang HS 130
16.25 Uhr: Langlauf 10km

Lukas Greiderer (l.) und Franz-Josef Rehrl (r.) freuen sich über den zweiten Platz (Foto: ÖSV/Derganc 

Lisa Eder in Hinzenbach erstmals am Podest

Lisa Eder springt beim Heim-Weltcup in Hinzenbach erstmals in ihrer Karriere aufs Podium. Die Salzburgerin vom SK Saalfelden zeigte gute Sprünge auf 81,5 und 86,5 Meter und landete hinter der überlegenen Siegerin Ursa Bogataj (SLO) und ihrer Landsfrau Nika Kriznar auf dem dritten Platz. 

Sara Marita Kramer landete als zweitbeste Österreicherin auf dem fünften Platz. Nach dem ersten Durchgang lag Kramer noch auf Platz vier und in Schlagdistanz zum Podium, im zweiten Durchgang konnte sich die Gesamtweltcupführende leider nicht mehr steigern. Jaqueline Seifriedsberger schrammte als Elfte knapp an den Top Ten vorbei und mit Chiara Hölzl als 15. springen insgesamt vier ÖSV-Athletinnen in die Top 15. Weltcuppunkte gab es ebenso für Julia Mühlbacher als 30.

Ebenso erfreulich war, dass alle acht angetretenen ÖSV-Athletinnen die Qualifikation geschafft haben. Für Vanessa Moharitsch und Sophie Kothbauer war es überhaupt das erste Mal in ihrer noch jungen Karriere, dass sie sich für einen Weltcupbewerb qualifizieren konnten. 

***Stimmen:*** 

***Lisa Eder:*** (3.) „Was schöneres kann man sich nicht vorstellen. Dass ich nach der letzten schweren Zeit heute zuhause am Podium stehe hätte ich mir nicht erträumen können. Ich war zwar vor den olympischen Spiele im Training schon richtig gut, hatte aber dann einen kleinen Durchhänger. Letzte Woche ist mir beim Training dann der Knopf aufgegangen, Gott sei Dank konnte ich es heute auch im Wettkampf zeigen. Ich starte mit viel Selbstvertrauen in den morgigen Tag.“

***Sara Marita Kramer:*** (5.) „Natürlich wäre ich heute gerne aufs Stockerl gesprungen, andererseits kann ich mit dem fünften Platz heute zufrieden sein. Die Sprünge waren heute einfach nicht gut. Im Moment geht mir noch das gute Gefühl in der Luft ab, da tu ich mir hier in Hinzenbach noch schwer. Für morgen möchte ich meine Sprünge nochmal analysieren und dann wieder angreifen.“

***Jaqueline Seifriedsberger:*** (11.) „Ganz super sind mir die Sprünge noch nicht gelungen, den ersten  hab ich verpatzt, der zweite war dann schon deutlich besser. Was ich positiv mitnehme ist die Landung, die ist mir in beiden Durchgängen gut gelungen. Es ist nicht das was ich mir erhofft habe, aber morgen gibt es noch einen Wettkampf, da greifen wir wieder an.“

***Chiara Hölzl:*** (15.) „Ich bin heute nicht ganz reingekommen, momentan fehlt mir einfach noch die Wettkampfroutine. Im zweiten Durchgang ist es dann vom Tisch her schon besser geworden. Ich muss einfach geduldig bleiben und weiterarbeiten. Ich freue mich extrem für Lisa und genieße es mit ihr.“

Morgen Sonntag findet in Hinzenbach ein weiterer Einzelbewerb von der Normalschanze statt.

***Zeitplan:***

Sonntag, 27.02.2022:
12.25 Uhr, Qualifikation
13.40 Uhr, Wettkampfbeginn
15.10 Uhr, Siegerehrung

SKI ALPIN  26 Februar 2022 Garmisch-Partenkirchen (GER)

FELLER AUF PLATZ DREI

Manuel Feller fuhr im ersten Slalom von Garmisch-Partenkirchen (GER) auf den dritten Platz. Der Sieg ging an den Norweger Henrik Kristoffersen, vor Loic Meillard aus der Schweiz und Manuel Feller. 

Mit einem Rückstand von 0,51 Sekunden wurde der Tiroler Manuel Feller Dritter, der zum insgesamt sechsten Mal in der laufenden Saison den Sprung auf das Weltcup-Podest schaffte.

25 Hundertstelsekunden hinter Feller schwang der Olympiazweite Johannes Strolz als Vierter ab. Michael Matt wurde Neunter (+1,12), Marco Schwarz 16. (1,72). Der zweite Weltcup-Slalom in Garmisch-Partenkirchen geht am Sonntag (9.10 bzw. 12.30 Uhr, live in ORF1) in Szene.

„Es war wieder ein Schritt näher, es mischen aber viele Leute mit, jetzt gibt der Henrik (Kristoffersen, Anm.) wieder mehr Gas. Bei mir war es im zweiten Durchgang zu wenig, ich hätte wie die anderen den Ski mehr gehen lassen müssen, um um den Sieg mitzufahren. Ein dritter Platz ist aber sicher nicht schlecht“ Manuel Feller

Strolz konnte mit seiner Platzierung ebenfalls gut leben.

„Den vierten Platz nehme ich wirklich gern, ich bin heute mit meiner Leistung sehr zufrieden. Morgen hoffe ich, dass ich noch einmal ein gutes Skifahren zeigen kann. Ich wusste, dass ich wirklich, wirklich viel riskieren musste, der Kurs war sehr flüssig und eng gesetzt. Mit drei Medaillen fällt es einmal auch leichter zu riskieren“, Johannes Strolz

SKI ALPIN  26 Februar 2022 Crans Montana (SUI)

HÜTTER WIRD IN DER ABFAHRT DRITTE 

Cornelia Hütter fährt in der ersten von zwei Abfahrten in Crans Montana (SUI) als Dritte auf das Podest. Die Steirerin zeigte erneut ihre gute Form und holte nach dem Sieg in Garmisch-Partenkirchen (GER) ihren zweiten Podestplatz in dieser Saison. Der Sieg ging an die Tschechin Ester Ledecka, vor Ragnhild Mowinckel aus Norwegen. 

Cornelia Hütter ist zurück in der Weltspitze. Mit dem Sieg in Garmisch-Partenkirchen (GER) bewies sie schon ihre gute Form, welche sie heute bei der Abfahrt von Crans Montana (SUI) bestätigen konnte. Insgesamt präsentierte sich die ÖSV-Mannschaft stark: Mirjam Puchner wurde Fünfte, Tamara Tippler Neunte, Ramona Siebenhofer wird Elfte und Stephanie Venier komplettiert das starke Top-15-Ergebnis als 14.

„Mit 19 ins Ziel zu kommen und den Dreier aufleuchten zu sehen tut gut. Die Saison ist noch nicht vorbei, und man muss weiter richtig pushen. Es macht einfach Spaß, wieder dabei zu sein. Die schwierige Zeit hat mich schon Nerven gekostet, aber ich habe mir gesagt, es hilft eh nichts, wenn ich mich aufrege. Ich habe gewusst, ich muss alles reinlegen, damit ich vorne dabei sein kann.“ Cornelia Hütter

BIATHLON  26 Februar 2022 Soldier Hollow

JWM: HASLINGER, MÜLLAUER UND ANDEXER IN DEN TOP-TEN

Bei den Sprintrennen der Jugendklassen in Soldier Hollow (USA) schafften gleich drei ÖSV-Nachwuchshoffnungen den Sprung in die Top-Ten. Lukas Haslinger belegte mit einem Fehlschuss und einem Rückstand von 53,7 Sekunden Rang acht. Sein Teamkollege Fabian Müllauer klassierte sich mit ebenfalls einem Fehler nur einen Platz dahinter auf Rang neun (+54,9 sec.).  Anna Andexer wurde im Damensprint Zehnte. Die drei Salzburger Talente dürfen sich damit auch über eine gute Ausgangsposition für die Verfolgung am Sonntag freuen.

Die weiteren beiden ÖSV-Herren Andreas Domes und Daniel Glaßer belegten die Ränge 46 und 48. Der Sprintsieg ging an den fehlerfrei gebliebenen Esten Jakob Kulbin. Dahinter komplettierten der Slowake Jakob Borgula und der Deutsche Albert Engelmann mit jeweils einem Fehlschuss das Podest.

Andexer Zehnte im Sprint

Beste Österreicherin beim Damensprint in der Jugendklasse war Anna Andexer. Die Salzburgerin leistete sich insgesamt drei Strafrunden und belegte mit einem Rückstand von 54,5 Sekunden Rang zehn. Lena Pinter schaffte mit einem Fehlschuss und einem Rückstand von 1:45,1 Minuten als 19. ebenfalls den Sprung in die Top-20. Selina Heigl und Anna-Maria Schrempf klassierten sich auf den Rängen 21 und 37.

Gold ging an die Norwegerin Maren Kirkeeide. Dahinter landeten die Slowenin Lena Repinc und die Deutsche Iva Moric auf den Plätzen zwei und drei.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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