Ausbildungsoffensive des Landes Steiermark in Kooperation mit der KAGes und der Sigmund-Freud-Privatuniversität Wien

Graz (24. Februar 2022).- In einer neuartigen Zusammenarbeit zwischen der Sigmund-Freud-Privatuniversität Wien (SFU), der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft und dem Gesundheitsfonds Steiermark werden zusätzliche Jungmedizinerinnen und Jungmediziner in die Steiermark geholt. Ermöglichen soll dies ein vom Gesundheitsfonds Steiermark finanziertes Stipendienprogramm. Die Sigmund-Freud-Privatuniversität bietet jährlich 200 bis 220 Humanmedizinplätze an, 20 dieser Plätze sind für das Stipendienprogramm des Landes Steiermark reserviert.

„Eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung erfordert hervorragend ausgebildete Medizinerinnen und Mediziner. Deshalb ist es sehr erfreulich, dass wir neben den steirischen Ausbildungsmöglichkeiten nun auch mit dem Stipendienprogramm an der Sigmund-Freud-Privatuniversität Wien einen weiteren starken Partner gewonnen haben“, so Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß, die weiters betont: „Nicht nur die Studierenden werden davon profitieren, sondern auch die heimischen Patientinnen und Patienten. Zudem erhält die KAGes zusätzliche Ärztinnen und Ärzte.“

Aufnahmeverfahren, Kostenübernahme und Jobgarantie
Studienplatzwerberinnen und -werber an der SFU MED können sich im Rahmen des Aufnahmeverfahrens ab 24. Februar bis 5. April 2022 für das Stipendienprogramm bewerben. Nach erfolgreichem Absolvieren des Aufnahmeverfahrens werden für das Stipendienprogramm seitens der SFU 20 Stipendienwerberinnen bzw. -werber ausgewählt. Die Studierenden verpflichten sich für insgesamt zehn Jahre Ausbildung (Allgemeinmedizinerin bzw. Allgemeinmediziner, Facharztausbildung mit Wahlmöglichkeit aus Fächerbündel) und Berufstätigkeit in der KAGes ab dem letzten Ausbildungsjahr. Orte der Ausbildung sind alle Häuser der KAGes in der Steiermark.

Alfred Pritz, Rektor der Sigmund-Freud-Privatuniversität, erklärt: „Die SFU freut sich, mit diesem Kooperationsvertrag einen Beitrag zur öffentlichen Versorgung mit Gesundheitsdienstleistungen erbringen zu können. Gerade in der aktuellen Situation zeigt sich, welche Schlüsselrolle gut ausgebildete Ärztinnen und Ärzte in der Daseinsvorsorge spielen.″

„Aufgrund des mittelfristig weiter absehbaren Personalbedarfs, bedingt durch anstehende Pensionierungen, die weitere Umsetzung des Arbeitszeitgesetzes, die zunehmende Spezialisierung und die rasante Entwicklung im Bereich der medizinischen Möglichkeiten, sind wir für die Initiative zur Gewinnung zusätzlicher junger Ärztinnen und Ärzte sehr dankbar“, so KAGes-Vorstandsvorsitzender Gerhard Stark und KAGes-Finanzvorstand Ernst Fartek.

Gesundheitsfonds-Geschäftsführer Michael Koren ist ebenfalls erfreut über das Projekt: „Um auch für die Zukunft die bestmögliche Gesundheitsversorgung gewährleisten zu können, forcieren wir neue Modelle – etwa dislozierte Ambulatorien und Gesundheitszentren. Auch in der Ausbildung braucht es diese Weiterentwicklungen als Ergänzung zu bestehenden Strukturen. Wir fördern dazu am LKH Hochsteiermark ein eigenes Ausbildungsprogramm für Kinderärztinnen und -ärzte und nun auch das neue Stipendienprogramm für Jungmedizinerinnen und -mediziner.“

Graz, am 24. Februar 2022

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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