SKIMO Alpencup 2022: Das war der Jennerstier 2022

Hiemer und Mayer neue Österreichische Meister im Sprint

Johanna Hiemer und Andreas Mayer sicherten sich beim Sprintrennen im Rahmen des Jennerstier den ÖM-Titel. Armin Höfl meldete sich eindrucksvoll mit einem Sieg beim Individual zurück.

Im Rahmen des Jennerstier-Rennwochenendes, trugen DAV und ÖSV am Samstag gemeinsam die nationalen Meisterschaften im Sprint aus. Bei den Damen ließ Johanna Hiemer von Beginn an nichts anbrennen. Mit einer ausgezeichneten Qualifikationszeit ging die Steirerin als Favoritin ins Rennen und konnte sich in den Heats souverän durchsetzen. Im entscheidenden Finale konnte die zweifache Mutter auch EM-Medaillengewinnerin Sarah Dreier hinter sich halten und kürte sich damit zur Österreichischen Meisterin. Dritte wurde Bianca Somavilla aus Fulpmes.
Nicht weniger spannend verliefen die Rennen bei den Herren. In der Qualifikation sah zunächst alles nach einem klaren Favoritenrennen aus. Geburtstagskind Daniel Zugg setzte die deutliche Bestzeit vor Paul Verbnjak. Mit Respektabstand folgten Andreas Mayer und Junior Julian Tritscher. Doch der Sprint schrieb einmal mehr seine eigenen Gesetze. Andreas Mayer kam als lucky Looser ins Finale, wo zunächst der Junior, Julian Tritscher in Führung ging. Nach einem Sturz von Paul Verbnjak und Daniel Zugg konnte sich Andreas Mayer vor die Beiden setzen und letztendlich auch Tritscher abfangen. Zugg rollte das Feld von Hinten auf und holte sich am Ende noch den zweiten Platz, vor dem Ramsauer Julian Tritscher, der damit auch den ÖM-Titel in der U20 holte. Paul Verbnjak belegte letztendlich den vierten Gesamtrang. Nils Oberauer und Hannes Lohfeyer landeten in der U20 auf den Plätzen 2 und 3. Lisa Rettensteiner siegte bei den Juniorinnen.

***Höfl meldet sich mit Sieg im Individual zurück***
Das Jennerstier-Individualrennen am Sonntag, das zugleich in die Wertung des Alpencups einfließt, sorgte aus Österreichischer Sicht für eine positive Überraschung. Armin Höfl, der nach seiner langen Verletzungspause, eine bisher durchwachsene Weltcupsaison erlebte, holte sich im 6 Kilometer langen Individualrennen den Gesamtsieg. Mit einer Zeit von 58:19 Minuten bewältigte er die 1200 Höhenmeter rund 50 Sekunden schneller als sein Teamkollege Paul Verbnjak. Den dritten Platz belegte Marc Dürr (GER). Ein starkes Rennen zeigten auch Nils Oberauer und Hannes Lohfeyer, die sich mit den Plätzen 5 und 8 klar in den Top-Ten behaupteten.
Bei den Damen ging der Sieg erneut an Johanna Hiemer vor Marcela Vasinova (CZE). Vertical-Spezialistin Sarah Dreier kam auf einen guten dritten Platz. Bianca Somavilla, Theresa Feix und Lisa Rettensteiner komplettierten aus rot-weiß-roter Sicht mit Platz 6, 7 und 10 die Top-Ten.

***Stimmen:***

Johanna Hiemer:
„Natürlich bin ich im Sprint mit dem Wunsch nach einem guten Ergebnis an den Start gegangen. Es lief wirklich richtig gut, ich konnte alle drei Läufe super durchziehen und bin mehr als glücklich über den Österreichischen Meistertitel. Dass es dann beim Individual auch gleich wieder so gut funktioniert hat, ist einfach nur ein Traum.“

Andreas Mayer:
„Das war ein super Tag heute. In der Qualifikation bin ich noch nicht so ganz mit der Strecke zurechtgekommen, aber von Heat zu Heat konnte ich mich steigern und am Ende konnte ich sogar noch nachlegen. Es ist schon richtig lässig – hier beim Jennerstier konnte ich 2019 bei den Junioren den ÖM-Titel holen und heute stehe ich als Österreichischer Meister bei den Herren hier – einfach genial.“

Armin Höfl:
„Der Sieg im Individual tut richtig gut. Die Saison war bisher sehr durchwachsen, aber ich habe bei den letzten Rennen schon gemerkt, dass Licht am Ende des Tunnels ist. Umso mehr freue ich mich heute. Das gibt jede Menge Selbstvertrauen und Motivation für die nächsten Weltcups.“

Bilder: Posch/Hold/Lang

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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