Olympische Spiele in China: Der 18. Februar für die österreichischen AthletInnen

BIATHLON  18 Februar 2022 Peking

HAUSER ELFTE IM MASSENSTART

Foto: GEPALisa Hauser belegte mit insgesamt vier Strafrunden und trotz eines Sturzes Rang elf.

Bei der letzten Biathlonentscheidung der Damen im Zuge der Olympischen Spiele in Peking belegte Lisa Hauser als beste Österreicherin Rang elf. Die Tirolerin wahrte bis zum Schluss die Chance auf eine Medaille, zwei Fehler beim letzten Stehendschießen waren allerdings zu viel. An der Spitze sicherte sich die Französin Justine Braisaz-Bouchet die Goldmedaille. Silber und Bronze gingen an die beiden Norwegerinnen Tiril Eckhoff (+15,3 sec.) und Marte Olsbu Roeiseland (+34,9 sec.). Mit Katharina Innerhofer auf Rang 14 schaffte auch die zweite Österreicherin den Sprung unter die Top-15.

Das Massenstart-Rennen der Damen war nichts für schwache Nerven. Bei extrem schwierigen und wechselnden Windverhältnissen hatten alle Athletinnen große Probleme am Schießstand. Lisa Hauser startete zunächst optimal mit einem fehlerfreien Liegendschießen ins Rennen, sorgte jedoch in der zweiten Runde mit einem unglücklichen Sturz für eine Schrecksekunde. Die Tirolerin konnte das Rennen glücklicherweise fortsetzen und hielt sich mit jeweils einem Fehler beim zweiten Liegend- und dem ersten Stehendschießen auch noch in der Nähe der Medaillenränge. Beim finalen Stehendanschlag wäre mit einer fehlerfreien Serie die Bronzemedaille eventuell noch möglich gewesen, zwei Fehler bedeuteten am Ende jedoch Rang elf (+1:49,6 min.).

Auch Katharina Innerhofer lieferte eine starke Vorstellung ab. Die Salzburgerin wahrte mit insgesamt drei Fehlern bei den ersten drei Schießeinlagen wie Hauser bis zum letzten Stehendanschlag die Chance auf eine mögliche Medaille, musste jedoch dann drei Strafrunden in Kauf nehmen. Mit Rang 14 gelang der 31-Jährigen dennoch eine starke Platzierung und ein sehr guter Abschluss bei diesen Olympischen Winterspielen.

„Ärgern muss ich mich heute schon ein bisschen. Es war einfach so brutal windig und ich habe keine Chance gehabt, dass ich die Schüsse rausbringe. Ich hätte vielleicht einfach durchziehen sollen, anstatt Schuss für Schuss zu machen. Es ist dann immer schwieriger geworden, je länger ich dort stand. Platz 14 ist am Ende ganz ok und es war heute einfach brutal.“

Katharina Innerhofer

Wie schwierig die Windverhältnisse im Biathlonstadion von Zhangjiakou heute waren, verrät auch ein Blick auf das Schießergebnis der besten drei. Alle Medaillengewinnerinnen mussten jeweils vier Strafrunden absolvieren.

ERGEBNIS MASSENSTART DAMEN

BIATHLON  18 Februar 2022 Peking

EDER ZEIGT IM MASSENSTART AUF

Für Österreich gingen die Biathlonbewerbe bei diesen Olympischen Spielen leider ohne Medaille zu Ende. Simon Eder und Felix Leitner beendeten den Massenstart auf den Rängen 7 und 29. Gold im abschließenden 15 km Bewerb sicherte sich der norwegische Superstar Johannes Thingnes Bö. Silber ging an den Schweden Martin Ponsiluoma (+40,3 sec.), während sich Vetle Sjaastad Christiansen (NOR, +1:12,5 min.) über die Bronzemedaille freuen durfte.

Für die Österreicher begann das Rennen denkbar schlecht. Mit je zwei Fehlern im ersten Liegendschießen gerieten die beiden ÖSV-Biathleten bereits frühzeitig ins Hintertreffen. Der 38-Jährige Simon Eder zeigte im weiteren Verlauf seines 22. und wohl letzten Olympiarennens dann aber eine bärenstarke Leistung. Mit drei Nullern in Serie machte der Salzburger Routinier Platz für Platz gut und durfte sich am Ende mit 1:56,4 Sekunden Rückstand auf Bö als Siebenter über ein Topergebnis freuen. Felix Leitner landete mit insgesamt sieben Strafrunden nur auf dem vorletzten 29. Platz.

Gold ging heute einmal mehr an den Norweger Johannes Thingnes Bö, der sich trotz vier Strafrunden souverän vor der Konkurrenz durchsetzen konnte. Silber holte etwas überraschend der Schwede Martin Ponsiluoma, der zusammen mit Simon Eder mit lediglich zwei Fehlern die beste Leistung am Schießstand zeigte. Der Norweger Vetle Sjaastad Christiansen konnte mit einer fehlerfreien Finalserie noch den lange Zeit auf Medaillenkurs liegenden Quentin Fillot-Maillet abfangen, der beim letzten Stehendanschlag dreimal patzte.

ERGEBNIS MASSENSTART HERREN

SKI ALPIN  18 Februar 2022 Peking

STROLZ FAHNENTRÄGER BEI ABSCHLUSSFEIER

Für die Schlussfeier am Sonntag im Nationalstadion von Peking wurde Kombinations-Olympiasieger Johannes Strolz bestimmt. Der 29-jährige Vorarlberger ist mit 1 x Gold und 1 x Silber der erfolgreichste heimische Athlet und hat am Samstag beim Teambewerb noch die Chance auf eine weitere Medaille.

„Johannes hat bei diesen Spielen nicht nur Familien-, sondern auch Sportgeschichte geschrieben. Er hat sehr schwere Zeiten hinter sich, jetzt darf er die Früchte seiner harten Arbeit ernten. Johannes ist sehr stolz, dass er Österreich vertreten darf“, meinte Peter Mennel.

SKI CROSS  18 Februar 2022 Peking

ROHRWECK ALS SIEBTER BESTER ÖSTERREICH 

Johnny Rohrweck hat beim olympischen Ski Cross Rennen in Peking Rang sieben belegt. Der Oberösterreicher kämpfte sich auf dem Kurs in Secret Garden bis ins Halbfinale, verpasste allerdings als Dritter seines Heats knapp den Sprung ins große Finale. An der Spitze feierte die Schweiz einen Doppelsieg. Ryan Regez kürte sich vor seinem Landsmann Alex Fiva zum Olympiasieger. Bronze ging an den Russen Sergey Ridzik 

Johannes „Johnny“ Rohrweck überstand zunächst das Achtel- und Viertelfinale souverän und konnte sich auch zu Beginn des Halbfinales gut in Szene setzen. Im Laufe des Heats enteilten dem Oberösterreicher allerdings die Konkurrenten Erik Mobaerg und Ryan Regez und Rohrweck musste sich mit dem kleinen Finale begnügen. Dort belegte der 31-Jährige Rang drei und reihte sich damit im Endklassement auf Rang sieben ein.

„An und für sich bin ich sehr stolz, dass ich dabei war. Ich wäre gerne im Finale dabei gewesen, aber der Ryan (Anm.: Regez) war sehr stark und hat am Ende auch gewonnen. Ich war heute leider einfach nicht gut genug. Der Start ist immer ganz gut gegangen, aber die Elemente direkt danach haben die anderen einfach besser gemacht und dort war sicher ein bisschen der Hund begraben. Der Rest war ok und es war eine gute Leistung.“

Johannes Rohrweck

Für die weiteren Österreicher lief es heute nicht wirklich nach Wunsch. Neben Rohrweck schaffte auch Tristan Takats den Sprung ins Viertelfinale. Der 26-Jährige musste in seinem Heat allerdings Erik Mobaerg und Francois Place den Vortritt lassen und belegte am Ende Rang 15. Für Adam Kappacher und Robert Winkler war bereits im Achtelfinale Endstation. Die beiden klassierten sich auf den Rängen 22 und 30.

ERGEBNIS SKICROSS HERREN

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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