Olympische Spiele in China: Der 17. Februar für die österreichischen AthletInnen

SKI ALPIN  17 Februar 2022 Peking

HUBER FÜNFTE IN DER ALPINEN KOMBINATION

Das letzte alpine Einzelrennen bei den Olympischen Spielen in Peking endete mit einem Schweizer Doppelsieg. Michelle Gisin kürte sich wie vor vier Jahren in Pyeongchang zur Olympiasiegerin in der alpinen Kombination und setzte sich klar mit 1,05 Sekunden Vorsprung gegen ihre Landsfrau Wendy Holdener durch. Bronze ging an die Italienerin Federica Brignone (+1,85 sec.). Katharina Huber belegte als beste Österreicherin Rang fünf.

In der Abfahrt zeigten die Österreicherinnen zunächst eine gute Leistung. Christine Scheyer war mit einer starken Fahrt auf der Strecke in Yanqing bei ihrem ersten Olympiaeinsatz die Schnellste. 14 Hundertstel hinter der Vorarlbergerin klassierte sich Ramona Siebenhofer auf Rang drei. Katharina Huber lag mit 3,26 Sekunden Rückstand auf Rang 19.

Im entscheidenden Slalomdurchgang waren jedoch die Technikerinnen aufgrund der schwierigen Kurssetzung klar im Vorteil. Die Speed-Spezialistinnen Scheyer und Siebenhofer kämpften sich zwar beachtlich durch den technischen Kurs, hatten jedoch im Kampf um die Medaillen wenig mitzureden und belegten am Ende die Ränge sechs und sieben. Katharina Huber gelang mit einem starken Slalomdurchgang noch ein ordentlicher Sprung nach vorne und die Niederösterreicherin klassierte sich am Ende als beste Österreicherin mit einem Rückstand von 3,13 Sekunden auf Rang fünf. Insgesamt nur 15 Läuferinnen waren auf der finalen Ergebnisliste zu finden.

„Die Platzierung nehme ich auf alle Fälle mit. Es war echt eine Gaudi, das Skifahren. Schon die Abfahrt hat schon richtig Spaß gemacht. Beim Slalom habe ich gewusst, dass es nur Vollgas gibt. Das habe ich, glaube ich, gut umgesetzt.“

Katharina Huber

Wieder nicht nach Wunsch verlief das Rennen für Mikaela Shiffrin. Die amerikanische Top-Favoritin schied nach einer starken Fahrt in der Abfahrt nach wenigen Toren im Slalom erneut aus.

SKI CROSS  17 Februar 2022 Peking

SKI CROSSERINNEN OHNE MEDAILLENCHANCE

Beim Ski Cross Rennen der Damen im Zuge der Olympischen Spiele in Peking konnten die österreichischen Athletinnen heute nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Andrea Limbacher und Katrin Ofner schieden beide jeweils im Viertelfinale aus und belegten die Ränge elf und zwölf. Für Christina Födermayr war bereits im Achtelfinale Endstation. Der Sieg ging an die Top-Favoritin Sandra Naeslund aus Schweden.

Hinter Naeslund schnappte sich die Kanadierin Marielle Thompson Silber. Bronze ging an die Deutsche Daniela Maier, die aufgrund einer umstrittenen Jury-Entscheidung vor die Schweizerin Fanny Smith gereiht wurde.

ERGEBNIS SKICROSS DAMEN

„Das ist natürlich ein wichtiges Rennen für uns und es wäre wahrscheinlich mehr drinnen gewesen. Das ist natürlich echt schade. Aber die Mädels sind alle stark und ich bin nicht die Einzige, die hier gerne eine Medaille holen möchte.“

Andrea Limbacher

NORDISCHE KOMBINATION  17 Februar 2022 Peking

KOMBINIERER GEHEN IM TEAMBEWERB LEER AUS

Österreich hat in der letzten Medaillenentscheidung der Nordischen Kombination eine Medaille knapp verpasst. Das Quartett Franz-Josef Rehrl, Johannes Lamparter, Lukas Greiderer und Martin Fritz musste sich 4,4 Sekunden hinter Japan mit Rang vier begnügen. Gold holte souverän die Mannschaft aus Norwegen, Silber ging an Deutschland.

Nach starken Sprüngen von Fritz (121 Meter), Lamparter (140 Meter), Greiderer (130 Meter) und Rehrl (141 Meter) ging Österreich als Führender in die 4 x 5 km Entscheidung. Dahinter folgten in knappen Abständen Norwegen, Deutschland und Japan, die alle innerhalb von nur 12 Sekunden in die Loipe gingen. Damit war von Beginn an klar, dass sich diese vier Nationen die Medaillen unter sich ausmachen würden.

Österreichs Startläufer Franz-Josef Rehrl ging von Beginn an in die Offensive und setzte sich zunächst etwas vom Verfolger-Trio ab. In der zweiten Runde rückte das Feld aber wieder zusammen und Rehrl übergab nahezu zeitglich (+0,9 sec.) mit den führenden Deutschen und Japan (0,3 sec.) an Johannes Lamparter.

Der Tiroler präsentierte sich ebenfalls angriffslustig, setzte einige Attacken und konnte im Finish ein paar Sekunden für Lukas Greiderer auf Norwegen (1,3 sec.), Deutschland (4,2 sec.) und Japan (4,6 sec.) herausholen.

Der Bronzemedaillengewinner von der Normalschanze gab lange Zeit das Tempo vor und sorgte dafür, dass Deutschland vor dem letzten Wechsel als Vierter kurzfristig ins Hintertreffen (+36,9 sec.) geriet. Das stärkste Finish gelang allerdings dem Norweger Jens Luras Oftebro, der Norwegen knapp zehn Sekunden vor Japan und Österreich mit Schlussläufer Martin Fritz in Führung brachte.

Vorne ließ Großschanzen-Olympiasieger Joergen Graabak nichts mehr anbrennen. Der Norweger baute seinen Vorsprung sukzessive aus und brachte die Goldmedaille für Norwegen mit 54,9 Sekunden Vorsprung souverän über die Ziellinie. Dahinter gelang es Vinzenz Geiger bei Kilometer 17 wieder auf Japan und Österreich mit Martin Fritz aufzuschließen. Im finalen Dreikampf um Silber und Bronze hatten am Ende Deutschland und Japan das bessere Ende für sich. Österreich ging 4,4 Sekunden hinter den Medaillenrängen als Vierter leider leer aus.

Quelle: ÖSV

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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