Olympische Spiele in China: Der 16. Februar für die österreichischen AthletInnen – Strolz holt Silber im Slalom

Ski Alpin

STROLZ HOLT SLALOM-SILBER HINTER NOEL

Kombi-Olympiasieger Johannes Strolz hat die Silbermedaille im Slalom gewonnen. Der Halbzeitführende musste sich am Ende nur dem Franzosen Clement Noel (+0,61 sec.) geschlagen geben, der mit Laufbestzeit in Durchgang zwei noch zur Goldmedaille carvte. Bronze ging an Weltmeister Sebastian Foss-Solevaag (+0,70 sec.) aus Norwegen.

Den Grundstein für seine zweite Medaille legte Johannes Strolz mit eine tollen ersten Lauf, in dem er sich die Halbzeitführung gesichert hatte. Der 29-jährige Vorarlberger ging mit einem hauchdünnen Vorsprung auf das Norweger-Duo Henrik Kristoffersen (+0,02) und Weltmeister Sebastian Foss-Solevaag (+0,06) in die Entscheidung.

Für die weiteren Österreicher lief es heute nicht gut. Michael Matt, der als Sechster nach dem ersten Lauf noch in Medaillen-Reichweite lag, schied im zweiten Durchgang bereits nach wenigen Toren aus.

Marco Schwarz kam im ersten Durchgang überhaupt nicht in Fahrt und ging mit großem Rückstand (2,32 sec.) und ohne Chancen auf eine olympische Medaille ins Finale. Mit einer ordentlichen Fahrt verbesserte sich der Kärntner am Ende noch auf Rang

Im zweiten Durchgang nicht mehr dabei war Manuel Feller, der bis zur ersten Zwischenzeit gut unterwegs war, dann aber einfädelte und ausschied.

STIMMEN:

„Der zweite Durchgang war deutlich besser als der erste, das war aber auch nicht schwierig. Ich habe ein neues Skimodell genommen, es hat sich besser angefühlt. Die Verhältnisse hier waren sehr schwer einzuschätzen. Insgesamt war das hier für mich eine sehr, sehr zache Zeit.“ (Marco Schwarz)

„Es hat sich eigentlich recht gut angefühlt. Ich habe vielleicht zu wenig Grip gehabt, aber daran ist es nicht gelegen. Die Bedingungen haben sich zwar ständig geändert, aber das ist für jeden gleich. Wir haben das nicht hundertprozentig hinbekommen. Und ein Einfädler kann immer passieren. Schade, dass es ausgerechnet in so einem Rennen passiert ist.“ (Manuel Feller)

 

FREESKI  16 Februar 2022 Peking

SVANCER ACHTER IM SLOPESTYLE

Matej Svancer hat das Slopestyle-Finale auf Platz acht beendet. Dem 17-Jährigen fehlten am Mittwoch im Genting Snow Park in Zhangjiakou mit seinem Score von 73,05 am Ende 12,30 Punkte auf Bronze. Gold ging an den US-Amerikaner Alexander Hall vor seinem Landsmann Nick Goepper und dem SchwedenJesper Tjäder.

Svancer zeigte als jüngster der elf angetretenen Finalisten einen starken ersten Lauf und lag auf dem sechsten Zwischenrang. Vor allem der Abschlusssprung des gebürtigen Tschechen, der seit dieser Saison für Österreich antritt, war überzeugend. Insgesamt sei er aber auch dieser Run zu unsauber gewesen und deshalb sei er nicht hundertprozentig zufrieden, so Svancer.

ERGEBNIS SLOPESTYLE HERREN

„Wegen Corona war es jetzt nicht so hammermäßig, aber angeblich soll Olympia ziemlich cool sein. Hier war jedenfalls alles viel stressiger als im Weltcup. Ich kam mir vor wie ein kleiner Fisch im großen Glas, der von allen beobachtet wird.“ (Matej Svancer)

LANGLAUF  16 Februar 2022 Peking

FÖTTINGER UND MOSER IM TEAMSPRINT AUF RANG ZEHN

Michael Föttinger und Benjamin Moser belegten beim heutigen Teamsprint der Herren in Peking den zehnten Platz. Das ÖSV-Duo qualifizierte sich zunächst mit einer starken Leistung souverän für das große Finale, womit die beiden ihr großes Ziel für den heutigen Bewerb erreichten. Am Ende überquerte Schlussläufer Moser im Finale als Zehnter mit einem Rückstand von 1:52,1 Minuten die Ziellinie. Der Sieg ging in einem spannenden Rennen an die Mannschaft aus Norwegen, die sich im Zielsprint gegen die Teams aus Finnland und dem Russischen Olympische Komittee durchsetzen konnte. 

Das österreichische Team versuchte im Finale in den ersten beiden Runden mit den Top-Nationen mitzuhalten, musste jedoch danach dem extrem hohen Tempo an der Spitze Tribut zollen. Sowohl Föttinger als auch Moser kämpften bis zuletzt beherzt um eine gute Platzierung und belegten am Ende Rang zehn. Vor allem im Halbfinale überzeugten die beiden auf ganzer Linie und erreichten mit der Qualifikation für das Finale auch ihr selbst gestecktes, großes Ziel.

„Wir haben beide im Halbfinale alles gegeben, damit wir uns für das Finale qualifizieren. Das war unser großes Ziel und es ist uns endlich aufgegangen. Echt cool, dass sich die ganze Arbeit der letzten Jahre ausgezahlt hat.“

Michael Föttinger

„Das war ein mega Halbfinale und uns ist beiden alles aufgegangen. Der Michi (Anm.: Föttinger) ist so gut gelaufen. Bolshunov hat richtig gasgegeben und dann muss man erst einmal mitlaufen. Am Schluss hieß es nur noch dranzubleiben und wir haben gewusst, dass es sich von der Zeit her ausgehen wird. Das Finale war unser großes Ziel und wir haben es endlich geschafft. Danke an das ganze Team, das war so geil. Heute hat wirklich alles zusammengepasst und wir haben beide unsere beste Leistung abgerufen.“

Benjamin Moser

BIATHLON  16 Februar 2022 Peking

DAMEN-STAFFEL IN DEN TOP-TEN

Das Quartett Dunja Zdouc, Lisa Hauser, Anna Juppe und Katharina Innerhofer hat im olympischen 4 x 6 km Bewerb der Damen Rang neun belegt. Mit insgesamt sieben Nachladern und drei Strafrunden betrug der Rückstand auf die Staffel-Olympiasiegerinnen aus Schweden über 4 Minuten. Im Duell um Silber setzte sich Russland (+12 sec.) vor Deutschland (+37,6 sec.)durch. 

Beim Olympia-Debüt einer österreichischen Damen-Staffel im Biathlon konnten die rot-weiss-roten Damen wie erwartet nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen.

Startläuferin Dunja Zdouc zeigte eine makellose Schießleistung, verlor in der letzten Runde allerdings viel Zeit und übergab als 15. (+48,6 Sekunden) an Lisa Hauser. Die Tirolerin machte mit einem Nachlader acht Plätze gut und schickte Anna Juppe als Siebente (+1:41,5 min.) ins Rennen. Die Kärntnerin musste liegend zweimal in die Strafrunde und übergab als Zehnte (3:07,4 min) an Schlussläuferin Katharina Innerhofer. Die Salzburgerin musste nach dem stehendschießen ebenfalls einmal in die Strafrunde abbiegen, sicherte Österreich aber noch ein einstelliges Endergebnis. Im Ziel betrug der Rückstand der neuntplatzierten Österreicherinnen 4:03,7 Minuten.

Der Sieg ging an die Schwedinnen, die in der Besetzung Linn Persson, Mona Brorsson, Hanna Öberg und Elvira Öberg mit nur sechs Nachladern über Gold jubeln durften. Silber und Bronze gingen an die Teams aus Russland und Deutschland.

LANGLAUF  16 Februar 2022 Peking

ÖSV-DAMEN ÜBERRASCHEN IM SPRINT MIT RANG SECHS

Das österreichische Team mit Teresa Stadlober und Lisa Unterweger erreichte beim heutigen Teamsprint den hervorragenden sechsten Platz. Das Duo zeigte nach einem starken Halbfinale auch im Finale eine großartige Leistung. Am Ende überquerte Österreichs Schlussläuferin Lisa Unterweger als Sechste mit 45,4 Sekunden Rückstand auf die siegreichen Deutschen die Ziellinie. Silber und Bronze gingen an die Mannschaften aus Schweden und dem Russischen Olympischen Komitee . 

Das Finale des Olympischen Teamsprints der Damen entwickelte sich zu einem echten Krimi. In den ersten drei Runden konnte sich kein Team entscheidend absetzen und beide Österreicherinnen konnten in ihren Heats mit den führenden Nationen mithalten. In ihrer zweiten von drei Runden verlor Lisa Unterweger dann ein wenig den Anschluss an die mehrköpfige Spitzengruppe, konnte allerdings den Rückstand auf die führenden Nationen noch in Grenzen halten.

Teresa Stadlober gab in ihrem letzten Heat noch einmal alles, lieferte erneut eine überzeugende Vorstellung ab und übergab schlussendlich an sechster Position ein letztes Mal an Lisa Unterweger. Die Steirerin kämpfte anschließend beherzt darum, diese gute Platzierung zu halten und überquerte am Ende mit einem Rückstand von 45,4 Sekunden völlig erschöpft als starke Sechste die Ziellinie. Damit ließ das Duo unter anderem auch die Langlauf-Großmacht Norwegen hinter sich und durfte sich über einen absoluten Spitzenplatz freuen.

„Unser Ziel war es, ins Finale zu kommen. Dann haben wir das Halbfinale so souverän geschafft und jetzt sind wir im Finale mit diesem sechsten Platz natürlich voll happy und das hätten wir uns nie gedacht. Wir haben beide einen super Job gemacht und hatten beide super Material. Das Team hinter den Kulissen hat eine Mega-Arbeit geleistet und es ist heute wieder ein super Tag für den österreichischen Langlaufsport.“

Teresa Stadlober

„Das ist sicher der größte Erfolg in meiner Karriere. Ein Teambewerb ist immer etwas Besonderes. Ich war bei den letzten zwei Bewerben gar nicht so nervös, aber die Nacht und der Tag heute waren wirklich hart, weil man nicht nur für sich selbst, sondern auch für jemand anderen läuft. Man will einfach sein Bestes geben, für sich selbst und alle anderen.“

Lisa Unterweger

Quelle: ÖSV

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


error: (c) arf.at