Olympische Spiele in China: Der 14. Februar für die österreichischen AthletInnen – ÖSTERREICH JUBELT ÜBER TEAMGOLD

SKISPRINGEN   14 Februar 2022 Peking

Für Österreichs Skispringer sind die Olympischen Winterspiele im Skisprungzentrum Zhangjiakou mit einer Goldmedaille zu Ende gegangen. Das Quartett Stefan Kraft, Daniel Huber, Jan Hörl und Manuel Fettner verwies in einem wahren Skisprung-Thriller Slowenien um 8,3 Punkte auf Silber, Bronze ging an die Mannschaft aus Deutschland.

Nach dem ersten Durchgang war Österreich noch auf Silberkurs gelegen. Mit 458,4 Punkten war zur Halbzeit nur Slowenien (467,4 Punkte) um neun Punkte besser als die ÖSV-Adler. Auf dem dritten Zwischenrang lag Norwegen (456,5), während Deutschland als Vierter (446,5) 11,9 Punkte Rückstand auf Österreich aufwies.

Mit dem zweiten Sprung von Stefan Kraft, der bei schwierigsten Windbedingungen auf 121,5 Meter sprang, übernahm Österreich nach fünf Springern im Finale der besten Acht erstmals knapp die Führung vor Slowenien. Im sechsten Heat eroberte Slowenien (Cene Prevc) trotz eines starken Sprungs von Daniel Huber allerdings die Spitze zurück. Im vorletzten Duell brachte dann Jan Hörl mit seinem zweiten tollen Satz Österreich wieder 5,3 Punkten vor Slowenien in Pole Position. Damit lag es einmal mehr bei diesen Spielen an Manuel Fettner. Der Einzel-Silbermedaillengewinner behielt die Nerven und im direkten Vergleich mit Peter Prevc, der 127 Meter vorlegte, die Oberhand. Mit dem „Sprung seines Lebens“ auf 128 Meter brachte der Tiroler das erste Teamgold der ÖSV-Adler seit Vancouver 2010 in Trockene.

DIE GOLD-SPRÜNGE DER ÖSV-ADLER
  • Stefan Kraft (127,5 Meter | 121,5 Meter)
  • Daniel Huber (130,5 Meter | 129 Meter)
  • Jan Hörl (133 Meter | 137,5 Meter)
  • Manuel Fettner (128 Meter | 128 Meter)
STIMMEN

„Es ist so geil. Das ist der schönste Tag in meinem Leben. Gemeinsam mit den Teamkollegen und guten Freuden ganz oben zu stehen. Ich wollte unbedingt etwas mit nach Hause nehmen, dass es jetzt noch so aufgegangen ist, ist einfach ein Traum“ (Stefan Kraft)

„Das Mitzittern ist immer heftig, aber ich habe gewusst, dass wir noch starke Leute oben haben. Wir waren heute mannschaftlich einfach stark und sind verdient Olympiasieger. In den letzten zwei Wochen waren so viele Hochs und Tiefs, das ist einfach abnormal.“ (Daniel Huber)

„Es war so spannend. Ich freue mich voll für das Team. Es waren schwierige Verhältnisse, die Jungs haben das super gemacht. In einem Teambewerb spiegelt sich auch die Leistung der Betreuer und Trainer einer ganzen Saison wieder. So nervös war ich schon lange nicht mehr. Wir haben einen tollen Teamspirit und haben uns heute diese Goldmedaille deshlab auch verdient.“ (Cheftrainer Andreas Widhözl)

„Diese Medaille ist für eine Skisprungnation wie Österreich die Schönste und auch am meisten wert. Wir haben eine tolle Leistung gezeigt und die Gunst der Stunde genutzt. Heute dürfen wir uns einfach freuen.“ (Mario Stecher, Sportlicher Leiter)

©Leopold Winkler

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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