Medizinischer Notfall führte zu tödlichem Verkehrsunfall. Aktuelle steirische Polizeimeldungen

Graz, Bezirk Andritz. – Donnerstagnachmittag, 10. Februar 2022, geriet ein 62-jähriger Pkw-Lenker aufgrund eines medizinischen Notfalls mit seinem Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn. Der Pkw stieß dabei gegen einen entgegenkommenden Klein-Lkw. Der 62-Jährige verstarb an der Unfallstelle.

Der Mann aus dem Bezirk Graz-Umgebung fuhr gegen 14.35 Uhr auf der Weinzöttlstraße (B67a) stadtauswärts. Bei Straßenkilometer 1,0 geriet der Mann aufgrund eines gesundheitlichen Gebrechens auf die Gegenfahrbahn. Der Pkw stieß dabei gegen einen entgegenkommenden Klein-Lkw, gelenkt von einem 38-Jährigen aus dem Bezirk Murtal. Der Lkw-Fahrer blieb beim Zusammenstoß unverletzt. Einsatzkräfte der Rettung trafen rasch an der Unfallstelle ein. Trotz Erste-Hilfe-Maßnahmen einer Notärztin, verstarb der 62-Jährige noch an der Unfallstelle. Die B67a war für den gesamten Verkehr von 14.35 Uhr bis 17.38 Uhr gesperrt.

Erfolg gegen die Schlepperkriminalität

Steiermark. – In beispielhafter Zusammenarbeit über die Landesgrenzen hinweg gelang es Ermittlern des Landeskriminalamtes (LKA) Steiermark, einer international agierenden Schlepperbande das Handwerk zu legen. Die Organisation steht im Verdacht, über 100 Personen illegal in die Steiermark geschleppt und dabei rund 280.000 Euro lukriert zu haben. Zwei Haupt-Tatverdächtige befinden sich in Graz in Haft.

Immer wieder führt die steirische Polizei Schwerpunktaktionen gegen die organisierte Kriminalität und das Geschäftsmodell von Schlepperorganisationen durch. Dabei gewonnene Erkenntnisse dienen Kriminalisten des Landeskriminalamtes Steiermark oftmals als erster Anhaltspunkt für weiterführende Ermittlungen gegen die organisierte Kriminalität im Hintergrund. Im Rahmen derartiger Schwerpunktaktionen nahmen steirische Polizisten im Zeitraum September 2019 bis März 2021 sieben Schlepper von offenbar ein und demselben Netzwerk fest. Es handelt sich dabei um Männer im Alter zwischen 24 und 47 Jahren. Sie stammen aus dem Irak, Pakistan, Georgien und der Ukraine. Gegen einen weiteren Mann wurde ein Europäischer Haftbefehl erwirkt.

Monatelange und sehr umfassende Ermittlungen steirischer Kriminalisten führten letztlich zu zwei haupttatverdächtigen Hintermännern. Der Iraker (40) und der Tunesier (42) konnten Ende des Vorjahres in Polen verhaftet werden. Sie wurden nun nach Österreich ausgeliefert, wo sie in der Justizanstalt Graz-Jakomini auf ihren Prozess warten. Die Organisation rund um die beiden Haupt-Tatverdächtigen steht im Verdacht, bei 24 Fahrten insgesamt 102 Personen aus dem Irak, Pakistan und Afghanistan illegal in die Steiermark gebracht zu haben. Dabei verwendeten sie bei ihren Schlepper-Fahrten über Kroatien und Slowenien großteils angemietete Fahrzeuge aus Slowenien. Bei ihren illegalen Schleppungen lukrierten die Männer rund 280.000 Euro. Bei ihrer nun stattgefundenen Einvernahme zeigten sich die Männer hinsichtlich des Tatverdachts nicht geständig.

Internationale Kooperation gefragt

Möglich machte diesen Ermittlungserfolg eine enge Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Graz, dem Bundeskriminalamt (BK) sowie ausländischen Polizeibehörden in Slowenien, Kroatien und Polen. Auch die europäische Polizeibehörde EUROPOL war involviert.

Bundesweit waren nach Angaben des Bundeskriminalamtes 2021 mehr als 40.000 Aufgriffe von Menschen zu verzeichnen, die illegal und teils mit Hilfe von Schleppern die Landesgrenzen passiert hatten. Das sind fast doppelt so viele wie im Jahr davor (2020), jedoch deutlich weniger als in den Jahren 2012 bis 2017 (mit Höhepunkt im Jahr 2015). Gleichzeitig wurden beinahe 400 Schlepper identifiziert.

Verkehrsschwerpunkt in Graz

Verkehrspolizisten führten Donnerstag, 10. Februar 2022, technische Fahrzeugkontrollen im Stadtgebiet durch. Dabei wurden mehrere kontrollierte Fahrzeuge aufgrund festgestellter Mängel der KFZ-Landesprüfstelle Steiermark vorgeführt.

Besonderes Augenmerk legten die Beamten dabei auf technische Umbauten und gefährliche Mängel, welche die Verkehrssicherheit beeinträchtigen oder gefährden könnten.

Die Polizisten der Verkehrsinspektion Graz, stellten insgesamt 14 schwere Mängel fest. Bei vier Fahrzeugen mussten die Kennzeichen abgenommen werden. In diesen Fällen war aufgrund Gefahr im Verzug (defekte Bremsleitungen, Ölverlust, Federbruch) die Verkehrssicherheit gefährdet.

Die betroffenen Fahrzeuglenker und Zulassungsbesitzer werden der Strafbehörde angezeigt.

Bild LPD Stmk

Sujet Aufnahme eines Verkehrspolizisten

Demo Graz (c) LPD Stmk_Lamb

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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