Schibergsteigen: Sarah Dreier jubelt über EM-Bronze



Beim heutigen Verticalrennen bei der EM im spanischen Boi Taüll jubelte Sarah Dreier, nach einem unglaublichen Rennen, über die Bronzemedaille. Paul Verbnjak ging als bester Österreicher auf Platz 13 über die Ziellinie und verfehlte eine Medaille in der U23 nur knapp. 

Sarah Dreier sorgte beim heutigen Verticalrennen bei den Europameisterschaften der Skibergsteiger im spanischen Boi Taüll für Jubelstimmung im ÖSV-Team. Auf der 3,4 Kilometer langen Strecke mit 500 Höhenmetern, lag die Salzburgerin von Beginn an in einem engen Verfolgerfeld hinter den beiden Führenden Axelle Gachet Mollaret (FRA) und Tove Alexandersson (SWE), die am Ende Gold und Silber holten. Am letzten steilen Anstieg packte Dreier ihre ganze Klasse aus, mobilisierte nochmals die letzten Kraftreserven und sicherte sich so, unter dem Jubel der kompletten Mannschaft, die Bronzemedaille. 
Bei den Herren ging Paul Verbnjak auf Platz 13 als bester Österreicher über die Ziellinie und verfehlte als 4. in der U23 die Bronzemedaille nur ganz knapp. Verbnjak platzierte sich von Beginn an in der Spitzengruppe und setzte alles auf eine Karte. Letztendlich musste der Kärntner im Kampf um Platz Drei jedoch den Franzosen Julien Bernaz ziehen lassen. Der Gesamtsieg bei den Seniors ging an Werner Marti (SUI). Silber und Bronze holten Alex Oberacher (ITA) und Maximilien Drion du Chapois (BEL). Hinter Verbnjak erreichten Christian Hoffmann (16.), Jakob Herrmann (17.) und Armin Höfl (20.) noch die Top-Zwanzig. Der gesundheitlich angeschlagene Daniel Zugg konnte das hohe Tempo im vorderen Feld nicht ganz halten und kam als 25. ins Ziel. Andreas Mayer verpasste die Top-30 knapp und erreichte mit der 31. Laufzeit noch Platz 10 in der U23. 
In der U20 verpasste Nils Oberauer mit dem undankbaren 4. Platz die Medaille nur knapp. Hannes Lohfeyer wurde 10. Einen beachtenswerten Einstieg feierte der Tiroler Silvano Wolf, der bei seiner Premiere den 9. Platz belegte.

***Stimmen:***

Sarah Dreier:
„Ich bin so glücklich. Ich wollte diese Medaille unbedingt und habe beim letzten Anstieg einfach nochmal alles riskiert. Dass es jetzt so aufgegangen ist – einfach unglaublich. Vielen Dank auch meiner Familie, meinem Freund, meiner Schule und natürlich der Mannschaft, für die gewaltige Unterstützung – ihr seid einfach Spitze.“ 

Paul Verbnjak:
„Es war ein extrem hartes und enges Rennen. Das Tempo ist vom Start weg unglaublich hoch gewesen. Ich habe mich von Beginn an in der Spitzengruppe platziert und alles auf eine Karte gesetzt, aber das ist sich leider nicht mehr ganz ausgegangen. Ich hätte mir nach meinen Weltcup-Ergebnissen natürlich mehr erwartet und auf eine weitere Medaille gehofft. Unterm Strich muss ich aber mit Platz 13 in der Gesamtwertung und Platz 4 in der U23 zufrieden sein.“

Bild ÖSV/Weigl: Sarah Dreier holt EM-Bronze
Bild ÖSV/Weigl: Paul Verbnjak als bester Österreicher auf Platz 13 (4. U23)

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


error: (c) arf.at