Krisenwohnung für Frauen und Kinder in Gröbming

Wir verstärken den Gewaltschutz in den steirischen Regionen“, unterstreicht Soziallandesrätin Doris Kampus. Für Frauen und Kinder aus dem großen Bezirk Liezen wird in Gröbming eine Krisenwohnung errichtet.

Gewaltschutz ist eines der wichtigsten politischen Anliegen von Soziallandesrätin Doris Kampus. „Wir haben das Budget um mehr als zehn Prozent erhöht. Mein Ziel ist es, auch in den steirischen Regionen das Betreuungs- und Beratungsangebot für Betroffene zu verstärken.“ Diesem Ziel dient eine Krisenwohnung für Frauen und Kinder, die von Gewalt betroffen oder bedroht sind und die in den nächsten Wochen in Gröbming eröffnet werden wird. Frauen finden mit ihren Kindern in Gewalt- und Krisensituationen dort sicheren Wohnraum. Unterstützung und Beratung leisten der Verein Frauenhäuser Steiermark sowie das Psychosoziale Netzwerk.

„Eine Krisenwohnung ist ein wesentlicher Teil unseres Netzwerkes zum Gewaltschutz in unserer Region. Daher stellen wir eine Wohnung in unserer Gemeinde zur Verfügung“, unterstreicht Gröbmings Bürgermeister Thomas Reinbacher. „Wenn eine Frau dann nicht ins Frauenhaus nach Kapfenberg oder Graz muss, ist es einfacher, die positiven sozialen Kontakte in der Region aufrechtzuerhalten. So können die Kinder dann weiterhin Schule oder Kindergarten besuchen“, hebt SPÖ-Landtagsabgeordnete Michaela Grubesa hervor.

„Wir gehen von einem steigenden Bedarf aus, insbesondere in den Regionen“, betont die Soziallandesrätin. Sie verweist dazu auf die Ergebnisse aus den Beratungen im steirischen Gewaltschutzbeirat, in dem Expertinnen und Experten die Errichtung solcher Krisenwohnungen als eines der dringendsten Projekte genannt haben. Kampus: „Wir haben diese Empfehlung umgehend aufgegriffen und setzen sie steiermarkweit um.“ Krisenwohnungen wie nunmehr in Gröbming gibt es bereits in Leibnitz, Feldbach, Voitsberg sowie Knittelfeld. Sie ergänzen das Schutzangebot der Frauenhäuser in Graz und Kapfenberg.

Grundsätzlich dient die Krisenwohnung – die in Kooperation mit der Marktgemeinde errichtet und vom Sozialressort mit 15.000 Euro pro Jahr gefördert wird – der Stabilisierung von betroffenen Frauen in einer Krisensituation. Der Erstkontakt kann über die Notrufnummer (0316/42 99 00) der Frauenhäuser Steiermark erfolgen. Die (Weiter-)Betreuung erfolgt über die Frauenhäuser, die Gewaltschutzzentren, Frauen- und Mädchenberatungsstellen und weitere regionale Gewaltschutzeinrichtungen. Die Wohnung soll den Frauen zwei Monate zur Verfügung gestellt werden, bei Bedarf ist die Verlängerung von maximal zwei Mal einem weiteren Monat möglich.

Soziallandesrätin Doris Kampus und Landtagsabgeordnete Michaela Grubesa; © Land Stmk

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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