Lawinenabgang am Grimming – Autos fahren während des Naturereignisses ganz normal in die Röhre ein und heraus. Ampel auf Grün!! Update!

Am Grimming gab es am 2.2. vormittags einen Lawinenabgang, die Staublawine wälzte sich offenbar über die Tunnelröhre zwischen Tauplitz und Unterburg, wie ein Video aus dem Bereich der Lawinengalerie in der Klachau zeigt. Nähere Informationen dazu waren spärlich, weder Polizei, Bergrettung, Landeswarnzentrale ….wussten Näheres. Es hieß immer, dass es keine Bedrohung und Straßensperre gegeben habe. So weit, so gut…

Aufgrund eines neuen Videos, das über die Bergrettung an uns weitergeleitet worden ist, schaut die Sache völlig anders aus. Es ist vor dem Tunnel gefilmt worden und die Ampel steht auf Grün. Die Autos fahren normal ein und aus. Funktioniert die Warnanlage nicht? Ist der Tunnel, wie Kritiker von Anfang an behaupteten, zu kurz? Das sind Fragen, die in nächster Zeit diskutiert werden müssen. Fakt ist: Einige hatten gestern unheimliches Glück, es gab eine enorme Gefährdung der Menschen. Die Verharmlosung des Lawinenabgangs durch verschiedene Medien entspricht nicht der Realität. Man hat es jetzt „Schwarz auf Weiß“.

Update!!

Autor: Richard Koschuch

Sehr geehrte Damen und Herren,
sie schreiben, dass Alarmsystem versagt hätte. Dies ist so nicht richtig. Das Alarmsystem (Lawinenradar) hat funktioniert, detektiert und auch geschalten. Die Durchschaltung zur Ampel war aber nicht aktiv. Diese wird von einer Kommission (Lawinenkommission/ZAMG) zur Aktivierung freigegeben. Diese Kommission beurteilt die allgemeine Lawinenlage und gibt dann der Straßenverwaltung die Empfehlung die Tunnelanlage an das Alarmsystem zu koppeln. Anscheinend hat diese Kommission diese Empfehlung für diese Tage nicht gegeben und deshalb wurde womöglich die Ampel nicht geschalten.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Comments

  1. Völlig Verantwortungslos, was der Bevölkerung hier vorgegaukelt wird.
    Fakt ist: Lawinengalerie ist zu kurz und das Ampelsystem funktioniert nicht.
    Um das Leitspital durch zu boxen gibt es weder eine Sperre der Straße noch in div. Medien ausreichend Berichte darüber. Von einer jederzeitigen Erreichbarkeit von Stainach gar nicht zu reden.
    Ein Landesrat, der dafür zuständig ist müsste normalerweise auf der Stelle zurücktreten, weil hier Menschen bewusst in Todesgefahr gebracht werden. Und die Lawinenkommission? War keine Sperre nötig, oder darf man eben nicht sperren?

  2. Bürgermeister des Steirischen Salzkammergutes werdet endlich wach!!!!! Ist es in Österreich auch schon so weit, dass ein Menschenleben nichts mehr wert ist???? Muss ein Leitspital auf Biegen und Brechen mit unseren Steuergeldern errichtet und finanziert werden? Wird dieser Lawinenabgang medial bewusst nahezu ignoriert??
    Eigentlich eine Schande, wie sorglos mit der Gesundheit der Bevölkerung umgegangen wird.
    Gut, dass der ARF diesen Vorfall etwas genauer recherchiert!

  3. Sehr geehrte Damen und Herren,
    sie schreiben, dass Alarmsystem versagt hätte. Dies ist so nicht richtig. Das Alarmsystem (Lawinenradar) hat funktioniert, detektiert und auch geschalten. Die Durchschaltung zur Ampel war aber nicht aktiv. Diese wird von einer Kommission (Lawinenkommission/ZAMG) zur Aktivierung freigegeben. Diese Kommission beurteilt die allgemeine Lawinenlage und gibt dann der Straßenverwaltung die Empfehlung die Tunnelanlage an das Alarmsystem zu koppeln. Anscheinend hat diese Kommission diese Empfehlung für diese Tage nicht gegeben und deshalb wurde womöglich die Ampel nicht geschalten.

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