Monatelange Schließung: „Kreative Ideen“ von Fitnessstudios

Die Konsumentenschützerinnen und Konsumentenschützer der AK Steiermark sind nach wie vor täglich mit Beschwerden verärgerter Kundinnen und Kunden von Fitnessstudios konfrontiert. Anlass für die Kritik: Gutschriften und Kündigungstermine. Es sind immer wieder dieselben Probleme, mit denen Konsumentinnen und Konsumenten von Fitnessstudios an die AK herantreten: Die Fitnessstudiobetreiber meinen, dass sie Beiträge, die sie in den durch die
Corona-Pandemie verursachten Schließzeiten eingehoben haben, nicht erstatten müssen. Sie bieten den Kundinnen und Kunden lediglich Gutschriften, Gutscheine für Verwandte und Bekannte oder eine Zeitgutschrift an. Konsumentenschützerin Birgit Auner: „Solche Gutscheine bzw. die Stilllegung mit der damit verbundenen Zeitgutschrift können nur einvernehmlich vereinbart werden. Das ist selten der Fall.“ Zudem macht die Zeitgutschrift selten Sinn, da
sie nicht sofort, sprich während der Laufzeit des Vertrags, erfolgt, sondern erst nach dessen Beendigung. Kundinnen und Kunden, die kein Interesse an einer Kündigung ihres Vertrages haben und weiterhin trainieren wollen, fallen quasi
um die Zeitgutschrift um.

Termine nicht eingehalten
Auch Konsumentinnen und Konsumenten, deren Beiträge im Zeitraum der Schließung nicht eingehoben wurden, haben laut Auner manchmal Probleme und zwar bei Vertragskündigungen: Die vertraglich vereinbarten
Kündigungstermine werden von den Fitnessstudios häufig nicht eingehalten. Das Argument der Betreiber: Jene Zeit, in der das Studio geschlossen war, verlängert die Vertragslaufzeit. Auner: „Auch das ist ohne Vereinbarung so nicht
zulässig.“

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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