Lehartheater geht zurück an die Stadt Bad Ischl

Mit den Stimmen von SPÖ, Grünen und FPÖ hat der Bad Ischler Gemeinderat am 1. Februar in einer eigens einberufenen Sondersitzung, die Absicht des Ankaufs des Lehartheaters beschlossen. Damit scheint der Politstreit vorläufig beendet zu sein.

Die bisherigen Besitzer (Familie Hrovath, DI Krippel; früher auch Ex-Bürgermeister Heide) wollten das sanierungsbedürftige Haus schon seit längerer Zeit verkaufen. Die Stadt Ischl übernahm nun das Gebäude zu einem sehr entgegenkommenden Preis von 550.000.- Euro (vorläufig ist es nur eine Absichtserklärung). Bürgermeisterin Ines Schiller will das Haus zu einem modernen Kulturzentrum um 19 Mio Euro umbauen (das scheint auch eine entsprechende vertragliche Verpflichtung zu sein, sonst geht das Lehartheater laut Barbara Hrovath wieder zurück an die ursprünglichen Besitzer): Theater, Konzerte, Kabarett und Film sollen dort künftig eine Rolle spielen. Der Knackpunkt für das Projekt scheint nun das Auftreiben der nötigen Mittel zu sein: Eine gewisse Bereitschaft scheint wohl bei Land und Bund da zu sein und vielleicht kann man auch etwas an EU-Mitteln lukrieren, aber sicher ist noch nichts. Hinzu kommt, dass die Kostenschätzung für die Sanierung wahrscheinlich noch nicht die extremen Teuerungen der beiden letzten Jahre beinhaltet. Und ob sich das für 2024 noch ausgeht???

Die Liste „Zukunft Ischl“ mit Hannes Mathes ist dagegen: zu teuer. Man solle neue, kostengünstigere Konzepte entwickeln.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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