Steirische Volkspartei: Das Jahr 2022 soll in der Steiermark ganz im Zeichen des „Miteinanders“ stehen

Auch in diesem Jänner konnte die Steirische Volkspartei ihre traditionelle Abgeordnetenkonferenz nur online abhalten, wie schon im Vorjahr machten Corona und die derzeit gültigen Maßnahmen einen Strich durch die Rechnung. 2021 war es die „Zuversicht“, heuer soll es das „Miteinander“ sein, das bei der Videokonferenz mit allen Mandatarinnen und Mandataren sowie Funktionärinnen und Funktionären als großes Jahresthema präsentiert wurde.

Landesparteiobmann Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer appellierte in seiner Rede an alle, sich im Jahr 2022 ganz besonders auf das Miteinander zu fokussieren: „Ich bin stolz, dass der Zusammenhalt in der Steiermark auch in den herausforderndsten Zeiten spürbar war, denn bei allen Hindernissen haben wir bewiesen, dass wir alle gemeinsam mit voller Kraft für die Steiermark arbeiten. Wir sind auf einem guten Weg, aber haben auch noch viel vor. Daher bitte ich jede Einzelne und jeden Einzelnen um Unterstützung – in Europa, Österreich, der Steiermark, in den Bezirken und in den Gemeinden: Lasst uns miteinander die Steiermark gestalten!“

Warum 2022 unter diesem Motto steht, erklärt Landesgeschäftsführer Detlev Eisel-Eiselsberg: „Wir wollen ganz bewusst das Miteinander in den Fokus rücken, weil es um das tägliche Zusammenleben geht und wir die Disharmonie in vielen Bereichen nicht einfach hinnehmen wollen. Wir werden in diesem Jahr in gezielten Aktionen und Veranstaltungen das Gemeinsame, das Miteinander suchen. Wir wollen nicht darüber reden, was uns trennt, sondern wollen in erster Linie zeigen, was uns verbindet.“

Vor allem mit kommunikativen Maßnahmen soll das Miteinander bewusst gelebt werden. So wird etwa der STVP-Podcast „Stimmrecht“ zum Diskussionsformat „Miteinand‘ reden!“, bei dem regelmäßig über interessante Themen diskutiert wird und jede Position und Meinung willkommen ist. Sobald es die Situation erlaubt, wird die Steirische Volkspartei auch verstärkt in Regionen unterwegs sein – zum Beispiel mit dem „mobilen Stammtisch“. „Der Stammtisch ist ein Kulturgut, er war und ist seit jeher ein Platz für Diskussionen. In den letzten Jahren sind Stammtische als Ort für Zusammenkünfte immer weniger geworden. Umso mehr wollen wir mit dem mobilen Stammtisch einen Treffpunkt schaffen, an dem sich die Steirerinnen und Steirer ihre Sorgen von der Seele reden können“, so Eisel-Eiselsberg. Die ersten mobilen Stammtische sollen im Frühjahr in den Gemeinden aufgestellt werden, an diesen Tagen heißt es dann einfach vorbeikommen, zuhören und mitreden. Auch am heurigen Josefitag (19. März) will die Steirische Volkspartei ein Zeichen des Miteinanders setzen. Geplant ist in den nächsten Monaten außerdem ein Ideenwettbewerb für Ortsparteien, dabei geht es in erster Linie um neue Aktionen und Projekte, die das Miteinander in den Gemeinden fördern sollen.

Was uns verbindet

Dass das Jahr 2022 auch auf Bundesebene ein starkes Miteinander braucht, ließ Bundesminister Martin Polaschek in seinem Beitrag durchblicken. Er nahm als Vertreter der Bundesregierung an der Videokonferenz teil und sprach nicht nur über die derzeitigen Herausforderungen, sondern auch über seine persönlichen Ziele als Wissenschafts- und Bildungsminister bzw. die wesentlichen Vorhaben der Bundesregierung in naher Zukunft. Polaschek kann auch persönlich dem Jahresmotto viel abgewinnen, denn vor allem die Wissenschaftsskepsis beschäftigt ihn sehr: „Diese Skepsis geht mit einer gewissen Demokratiefeindlichkeit einher. Der Ton wird allgemein rauer und die Art, wie und was Menschen mittlerweile schreiben oder sagen, stimmt mich nachdenklich.“

Der Theologe und Medizinethiker Matthias Beck war als Gastreferent zugeschaltet und erklärte, wie wir als Gesellschaft wieder „zusammenkommen“ bzw. was uns verbindet: „Die Welt rinnt so schnell in verschiedene Richtungen, viele tun sich schwer, dem Ganzen zu folgen. Daher dürfen wir nicht aufhören zu erklären, auch wenn es mitunter mühsam ist. Wir brauchen ein aufgeklärtes Christentum und müssen diskursfähig werden.“ Außerdem appellierte Beck an die Abgeordneten, sachlich zu bleiben und persönliche Verunglimpfungen zu unterlassen.

Die Landesrätinnen Juliane Bogner-Strauß und Barbara Eibinger-Miedl und die Landesräte Christopher Drexler und Hans Seitinger sowie Klubobfrau Barbara Riener präsentierten in einem Kurzfilm (zu sehen auf www.stvp.at/miteinander) ihre Leistungen im letzten Jahr und gaben darin auch eine Vorschau auf das Jahr 2022.

Fotos: LH Hermann Schützenhöfer und LGF Detlev Eisel-Eiselsberg bei der Videokonferenz (©STVP)

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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