100 Langzeitarbeitlose werden AssistentInnen im Besuchsmanagement von Pflege- und Sozialeinrichtungen

Die Entlastung des Stammpersonals in Sozial- und Pflegeeinrichtungen wird in der Steiermark fortgesetzt. Ab 1. Februar 2022 werden weitere 100 langzeitarbeitlose Personen im Besuchermanagement in Sozial- und Pflegeeinrichtungen eingesetzt. Auf die Fortsetzung dieses arbeitsmarktpolitischen Erfolgsprojektes, das seit Dezember gelaufen ist, haben sich das Sozialressort des Landes und das Arbeitsmarktservice Steiermark geeinigt. Im ersten Durchgang haben rund 350 Frauen und Männer durch das Projekt beruflich wieder Fuß gefasst.

„Wir können eine sehr erfreuliche Bilanz des Projektes ziehen. Arbeitslose Menschen erhalten einen Job, das Stammpersonal in Sozial- und Pflegeeinrichtungen wird entlastet. Eine klassische Win-Win-Situation. Hier setzten wir jetzt mit dem neuen Projekt fort. Der Bedarf ist ja weiterhin groß“, unterstreicht Soziallandesrätin Doris Kampus. Die Kosten von zwei Millionen Euro teilen sich Sozialressort und das Arbeitsmarktservice Steiermark je zur Hälfte.

AMS-Chef Karl-Heinz Snobe ergänzt: „Dieses innovative arbeitsmarktpolitische Projekt eröffnet nicht nur älteren Arbeitslosen und Langzeitarbeitslosen neue Möglichkeiten zur Rückkehr ins Berufsleben, sondern leistet zudem auch einen wertvollen gesellschaftlichen Beitrag zur weiteren Bekämpfung der Pandemie.“

Gesundheits- und Pflegelandesrätin Juliane Bogner-Strauß begrüßt die Initiative: „Es muss bleibender Auftrag sein, Menschen, die sich beruflich verändern wollen, in das gefragte Berufsfeld der Pflege einzubinden und den Umstieg zu erleichtern.“

Die Corona Situation bringt insbesondere durch das Besuchermanagement Herausforderungen und bringt eine Zusatzbelastung des Stammpersonals mit sich. Die Assistenzkräfte sorgen für eine Entlastung der ohnedies stark belasteten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Angesprochen werden von den regionalen Geschäftsstellen des AMS arbeitslose, ältere Menschen über 50 beziehungsweise Menschen, die länger als zwölf Monate arbeitslos sind. Angestellt werden sie dann über einen gemeinnützigen Träger. Der Projektträger wiederum sorgt dafür, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nahe ihrem Wohnort eingesetzt werden. Die Assistenzkräfte werden auch nach dem Ende der Beschäftigung durch den Projektträger weiterbetreut. Für die Einrichtungen des Sozial- und Pflegebereiches entstehen durch die Tätigkeit der Assistenzkräfte keine zusätzlichen Kosten.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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