Bitteres Saisonaus: Naturbahnrodlerin Michelle Diepold musste am Dienstag unters Messer


Nach einem Trainingssturz fuhr Michelle Diepold am Sonntag beim Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahnen im rumänischen Vatra Dornei auf Rang sechs. Wie sich nach eingehenden ärztlichen Untersuchungen im Nachhinein in Innsbruck herausstellte, war diese Leistung unter massiv erschwerten Bedingungen zustande gekommen.
„Es hat sich gezeigt, dass mein Knöchel an einer ziemlich blöden Stelle gebrochen ist. An einer Operation führte leider kein Weg vorbei, da die betroffene Stelle sonst sehr instabil bleiben würde“, sagt die Steirerin.
Diepold kam noch am Dienstag unters Messer. Die Saison ist für sie damit leider gelaufen. Nationaltrainer Gerald Kammerlander: „Es ist von einer Pause von bis zu sechs Wochen auszugehen. Deshalb wird Michelle in diesem Winter wohl keine Rennen mehr bestreiten können.“
Die Nationalteamfahrerin verpasst somit nicht nur die ausstehenden Weltcuprennen, sondern auch die Europameisterschaft vom 10. bis 13. Februar in Laas.

©ÖRV/Miriam Jennewein

Von der Erztrophy zum Weltcup- und EM-Triple-Header

Bei der Erztrophy am vergangenen Wochenende konnten die ÖSV-Skibergsteigern nochmals Rennerfahrung und Selbstvertrauen für die kommenden Weltcup- und EM-Rennen sammeln. Am Donnerstag erfolgt der Auftakt zu einem dreiwöchigen Wettkampfmarathon.

Der Großteil der ÖSV-Skibergsteiger nutzt die Erztrophy am vergangenen Wochenende in Bischofshofen, um sich auf den bevorstehenden Weltcup- und EM-Triple Header vorzubereiten. Bei teils starken Schneefällen am Samstag, sicherten sich Andrea Mayr und Jakob Herrmann des Tagessieg im Verticalrennen. Herrmann verteidigte damit erneut den Salzburger Landesmeistertitel. Nach dem Staatsmeistertitel vor zwei Wochen in der Steiermark, kürte sich die Pinzgauerin Sarah Dreier in Bischofshofen auch zur Salzburger Landesmeisterin und tankte damit jede Menge Selbstvertrauen für die EM. Ebenso Armin Höfl, der bei seinem Comeback nach 20-monatiger Verletzungspause einen durchwachsenen Weltcupauftakt erlebte. Bei der Erztrophy lieferte er sich im Verical ein enges Rennen mit Jakob Herrmann und belegte am Ende den zweiten Platz. Das Individual am Sonntag entschied der Steirer souverän für sich und blickt somit zuversichtlich auf die nächsten Weltcupstationen. Bei den Damen ging der Sieg an die ebenfalls nach längerer (Baby)Pause zurückgekehrte Landeskaderläuferin Johanna Hiemer (STMK), die aufgrund ihrer Leistungen auch bei den Europameisterschaften im Februar an den Start gehen wird. Erfreuliches gibt es für die rot-weiß-roten Skibergsteiger auch aus den Nachwuchsklassen zu berichten. Sowohl beim Vertical als auch beim Individual führte der Sieg in der Juniorenklasse ausschließlich über die ÖSV-Läufer Nils Oberauer und Julian Tritscher. Auf seinen ersten Einsatz im ÖSV-Team darf sich der Vorarlberger Silvano Wolf freuen. Mit einem Sieg und einem zweiten Platz in der U18 Wertung sicherte er sich ein Ticket für die EM.

Drei intensive Weltcup- und EM-Wochen
Für das Nationalteam stehen nun drei intensive Wettkampfwochen auf dem Programm. Bereits am Donnerstag geht das Spint-Weltcuprennen im schweizer Morgins über die Bühne, ehe am Samstag das Individualrace folgt. Nur sechs Tage später schlägt der Weltcuptross im italienischen Sondrino sein Lager auf und am 9. Februar beginnt das Saisonhighlight, die EM im spanischen Boi Taüll. Für die Stammmannschaft der ÖSV-Skibergsteiger beginnt deshalb am morgigen Mittwoch ein intensiver, dreiwöchiger Reise- und Wettkampfmarathon.

Weltcupaufgebot Morgins – Schweiz
27.1. – Sprint:
Armin Höfl, Daniel Ganahl, Andreas Mayer, Paul Verbnjak, Julian Tritscher, Hannes Lohfeyer

29.1. – Indvidual:
Jakob Herrmann, Armin Höfl, Daniel Ganahl, Daniel Zugg, Andreas Mayer, Paul Verbnjak, Julian Tritscher, Hannes Lohfeyer, Johanna Hiemer

Stimmen zur Erztrophy und den anstehenden Rennen:

Jakob Herrmann:
„Ich freue mich, dass ich das heutige Vertical Race gewinnen konnte. Eine richtig coole Strecke – flache und steile Passagen, alles war dabei – es hat richtig Spaß gemacht. Ich freue mich auch sehr für meinen Teamkollegen Armin Höfl, dass er wieder zurück ist und wir wieder gemeinsam für gute Resultate im Weltcup sorgen dürfen.“

  Armin Höfl zum Sieg im Individual:
„Ich konnte vom Start weg gleich voll auf’s Gas drücken und habe das bis zum Ende super durchziehen können. Nach diesem Top-Ergebnis bin ich im Kopf wieder voll befreit und es geht bergauf. Ich freue mich schon auf die nächsten Weltcup Rennen und auf die Europameisterschaft und hoffe, bis dahin voll am Leistungs-Höhepunkt zu sein.“

Sarah Dreier:
„Für mich war das Vertical bei der Erztrophy noch einmal ganz wichtig, um Wettkampferfahrung zu sammeln, weil es bis zur EM auch kein Vertical-Weltcuprennen mehr gibt. Bis zur EM werde ich mich jetzt gezielt vorbereiten und dann wieder mein Bestes geben und wenn es gut läuft, kann am Ende sogar eine Medaille dabei herauskommen.“

Johanna Hiemer zum Individualrennen:
„Ein Individual zu gewinnen ist immer etwas ganz Besonderes und es freut mich sehr, dass ich heute den Sieg holen konnte. Nächster Stopp ist für mich nun der Weltcup in der Schweiz, bei dem ich am kommenden Samstag nach langer Zeit auch wieder im Individual starte.“

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


error: (c) arf.at