Gemeindebund: „Ländlicher Raum ist in der Krise zum Sehnsuchtsort für die Menschen geworden“

Aktuelle Umfrage von Demox Research im Auftrag des Gemeindebundes bestätigt neuerlich wachsende Bedeutung des ländlichen Raums in der Corona-Pandemie

Eine aktuelle Umfrage von Demox Research im Auftrag des Österreichischen Gemeindebundes zu den Veränderungen während der Corona-Pandemie zeigt deutlich: Der ländliche Raum hat in der Krise enorm an Bedeutung und Aufwertung dazugewonnen. Die Bürgerinnen und Bürger schätzen vor allem die Lebensqualität und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Gemeinde und sehen einen verstärkten Trend zu regionalen Produkten und Produzenten. Als Vorteil wird auch die Möglichkeit des verstärkten Arbeitens im Homeoffice sowie der Fortschritt durch die Digitalisierung gewertet.

„Die Ergebnisse der Umfrage machen deutlich: Der Trend zur Regionalisierung hat sich in der Krise enorm verstärkt. Die Menschen sehnen sich nach dem Leben auf dem Land, sie kaufen beim Bauern und Bäcker vor Ort ein, sie wählen den Handwerker und Dienstleister vor Ort aus, sie schätzen die kurzen Wege und das Arbeiten von zuhause. Kurz gesagt: Der ländliche Raum ist in der Krise einfach wieder ein Sehnsuchtsort für die Menschen geworden“, sagt Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl.

Zur Umfrage im Detail: Die Umfrage von Demox Research wurde im Auftrag des Österreichischen Gemeindebundes im Zeitraum 15.-17. Dezember 2021 mit einer Stichprobe von 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern online österreichweit durchgeführt. Neben den Vertrauenswerten der Bürgermeister – sie sind in der Corona-Pandemie enorm gestiegen (67 Prozent der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister vertrauen ihrem Bürgermeister, ihrer Bürgermeisterin) – wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch zu den Veränderungen während der Corona-Pandemie befragt.

Klares Ergebnis zu den Veränderungen während der Pandemie: Drei Viertel der Österreicher meinen, der Trend zu regionalen Produkten und Produzenten  sei gestiegen  (Anm.: 28 Prozent der Befragten meinen „deutlich verstärkt“, 45 Prozent meinen „etwas verstärkt“). Für 54 Prozent hat sich das Bewusstsein für die eigene Region  während der Krise verstärkt (Anm.: 38 Prozent „etwas verstärkt“, 16 Prozent  „deutlich verstärkt“). Aber auch der Wunsch nach dem Leben am Land bzw. im Grünen ist groß: Mehr als die Hälfte (56 Prozent) will am Land leben (Anm.: 30 Prozent meinen „etwas gestiegen“, 26 Prozent „deutlich gestiegen“). Auch die Anforderungen für Homeoffice und Digitalisierung haben sich in den letzten Jahren verändert.

Sorgen bereiten den Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürgern die Emotionen im Umgang miteinander, sowie der Umgangston in der Gemeinde (37 Prozent meinen, der Umgangston ist schroffer, rauer geworden). „Uns ist in den Gemeinden vor Ort bewusst, dass die Pandemie Protest und Widerstand verstärkt hat. Deswegen arbeiten wir hier sehr eng mit der Polizei und den Sicherheitsgemeinderäten zusammen, um Hilfe und Ansprechpartner vor Ort anzubieten und mögliche Übergriffe abzuwenden“, so der Gemeindebund-Präsident.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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