Schwere Sachbeschädigung. Aktuelle steirische Polizeimeldungen

Graz, Bezirk Geidorf. – Unbekannte Täter beschädigten Samstagnacht, 22. Jänner 2022, unter anderem die Fassade eines denkmalgeschützten Hauses und verursachten einen Schaden in derzeit noch unbekannter Höhe. 

Die Unbekannten bewarfen das Haus in der Halbärthgasse zwischen 23:00- und 01:00 Uhr mit Farbbomben und Eiern. Die rote Farbe war in kleinen Einmachgläsern und Christbaumkugeln abgefüllt gewesen, das Haus gehört einer alteingesessenen akademischen Burschenschaft. Durch die Tat wurden auch der Gehsteig, ein Gastgarten und der abgestellte Pkw einer unbeteiligten Person beschädigt.    

Versammlungen in Graz 

Graz. – Samstagnachmittag, 22. Jänner 2022, zogen mehrere tausend Personen durch die Stadt Graz und demonstrierten gegen die Impfpflicht. Mehrere Personen mussten angezeigt werden, weiters wurden zwei Polizisten verletzt. Auch kam es zu kurzfristigen Festnahmen.  Am späten Nachmittag fand eine weitere Versammlung beziehungsweise ein Marsch gegen Rechtsruck, mangelnde Solidarität und Pandemiemissmanagement statt. Diese Versammlung verlief ohne nennenswerte Vorkommnisse. 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ersten Demo trafen sich kurz vor 13:00 Uhr am Hauptbahnhof und taten ihre Meinung unter dem Motto „Gemeinsam für Würde, Wahrheit und Menschlichkeit. Gesundheit ohne Impfpflicht muss das Ziel sein“ kund. Die Route führte über die Annenstraße, die Vorbeckgasse, die Belgiergasse, über die Tegetthoffbrücke, über den Marburger Kai zum Joanneumring. Weiter ging es über den Opernring, die Burggasse, die Hofgasse zum Freiheitsplatz. Von dort ging es schlussendlich über die Hartiggasse zum Karmeliterplatz, wo bis 18:00 Uhr eine Abschlusskundgebung stattfand.

Der Marsch und die Versammlung im Allgemeinen verliefen aus polizeilicher Sicht friedlich. Insgesamt wurden rund 180 Verwaltungsanzeigen mit Covid 19 Bezug erstattet, fünf Personen mussten zur Durchsetzung der Gesetze dabei kurzfristig festgenommen werden. Die zugrunde liegenden Amtshandlungen betrafen überwiegen die COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung. Zusätzlich wurden fünf gerichtliche Anzeigen an die Staatsanwaltschaft Graz erstattet. Diese Anzeigen umfassen Widerstand gegen die Staatsgewalt, Körperverletzung begangen an Polizisten und das Verbotsgesetz. Zusätzlich zu den Anzeigen wurden weit über 300 Identitätsfeststellungen durchgeführt.

Ab 17:30 Uhr fand beginnend am Mariahilferplatz die zweite Demo des Tages zum Thema „Solidarisch durch die Krise*n“ statt. Die Versammlung hatte keinen Zusammenhang mit der ersten Versammlung gegen Impfpflicht. An dieser Versammlung nahm eine Personenanzahl im unteren dreistelligen Bereich teil. Die Versammlungsteilnehmer marschierten vom Mariahilferplatz über den Lendkai über die Erzherzog-Johann-Brücke zur Murgasse und zu einem Zwischenstopp zum Hauptplatz. Der Marsch führte dann weiter über die Herrengasse, die Hans-Sachs-Gasse und über die Hofgasse auf den Freiheitsplatz. Diese Versammlung verlief ohne Vorkommnisse und wurde gegen 19:00 Uhr am Freiheitsplatz beendet. Es mussten lediglich vier Anzeigen wegen Missachtung der Maskenpflicht erstattet und zehn Identitätsfeststellungen durchgeführt werden.

Ein großes Ziel für die Polizei am heutigen Tag war es, die beiden Demonstrationszüge auseinanderzuhalten, um eine mögliche Eskalation zu verhindern und dadurch die Versammlungsteilnehmer zu schützen. Dieses Vorhaben wurde durch ein umfassendes Sicherheitskonzept und konsequentes Vorgehen erreicht. 

Einbruchsdiebstahl

Söding, Bezirk Voitsberg.– Unbekannte Täter brachen zwischen 20. und 22. Jänner 2022 in eine Werkstatt sowie ein landwirtschaftliches Anwesen ein und entwendeten Werkzeug im Wert von mehreren Tausend Euro. 

Derzeit noch unbekannte Täter verschafften sich jeweils durch Aufzwängen von Türen Zutritt zu einer Werkstatt und einem unbewohnten landwirtschaftlichen Anwesen und entwendeten von dort diverses Werkzeug. Es entstand ein Gesamtschaden in der Höhe von mehreren Tausend Euro.

Brandereignis

Semriach, Bezirk Graz-Umgebung.- Bereits am Freitag, 21. Jänner 2022, brach in einem Garten ein Brand aus. 

Eine 57-Jährige brachte einen Eimer mit Asche zunächst zum Abkühlen in den Garten. Am Nachmittag leerte sie die vermeintlich erkaltete Asche auf dem Waldboden in der Nähe einer Holzhütte aus. Gegen 19:15 Uhr nahm die Frau starken Rauchgeruch wahr und bemerkte das Feuer. Sie dämmte den Brand zunächst mittels drei Feuerlöschern ein und verständigte die Feuerwehr. Diese war mit drei Fahrzeugen und 22 Kräften vor Ort im Einsatz. Gegen 20:15 Uhr konnte Brandaus gegeben werden. Am Nebengebäude entstand ein Schaden von vermutlich mehreren Hundert Euro. Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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