Paraski-WM | Johannes Aigner gewinnt Silber im Riesentorlauf

Das ÖSV-Team darf bei den Paraski-Weltmeisterschaften in Lillehammer/Hafjell (NOR) bereits über die vierte Medaille jubeln. Nach Doppel-Gold durch Markus Salcher in den Speed-Bewerben gewann Johannes Aigner am Mittwoch im Riesentorlauf seine zweite Silbermedaille. 

Zuvor hatte der Niederösterreicher in der Klasse der sehbehinderten Herren bereits den Vize-Weltmeistertitel im Super-G geholt. 

Im Riesentorlauf musste der erst 16-jährige Aigner gemeinsam mit Guide Matteo Fleischmann nur dem Italiener Giacomo Bertagnolli um 1,29 Sekunden den Vortritt lassen. Aigner war bereits zur Halbzeit auf Platz zwei gelegen und verteidigte diesen im zweiten Durchgang mit der schnellsten Laufzeit souverän. Dritter wurde der Franzose Hyacinthe Deleplace (+3,75 Sek.). „Es ist wirklich super, was Johannes mit seinen 16 Jahren leistet. Wir sind sehr zufrieden mit ihm“, freut sich ÖSV-Cheftrainer Markus Gutenbrunner über den Erfolg. 

Johannes Aigner:

„Mit der Silbermedaille bin ich sehr zufrieden. Der erste Durchgang war ein bisschen verhalten, wenn ich da voll angegriffen hätte, wär noch mehr drin gewesen. Der zweite Durchgang war dann wieder richtig gut. Die Silbermedaille heute gibt mir viel Selbstvertrauen für die weiteren Rennen. Freitag steht mit dem Slalom meine Paradedisziplin am Programm, da möchte ich Gold holen. Dafür werden wir morgen noch ein kleines Training einlegen, damit ich mich bestmöglich wieder auf die kürzeren Ski einstellen kann.“

Der Rest des Teams bleibt leider hinter Erwartungen. Bei den stehenden Herren belegte Markus Salcher als bester ÖSV-Läufer Platz sieben. Der Kärntner, der in Norwegen bereits sein drittes WM-Speed-Double geholt hatte, war zur Halbzeit auf Rang vier gelegen und fiel im zweiten Durchgang zurück. Auf den russischen Sieger Aleksei Bugaev fehlten 4,06 Sekunden. Silber ging an Arthur Bauchet aus Frankreich (+0,14 Sek.), Bronze an den Schweizer Theo Gmür (+2,81 Sek.). Nico Pajantschitsch wurde Neunter (+5,78 Sek.), Thomas Grochar 13. (+7,15 Sek.). 

„Bei den stehenden Herren hätten wir uns etwas mehr ausgerechnet. Markus hat im zweiten Durchgang nicht das gezeigt, was er gestern im Training bereits abgeliefert hat. Bei Nico war es heute skitechnisch zu wenig“, so Coach Gutenbrunner. Thomas Grochar wiederum war der beste unter den einbeinigen Athleten, als solcher auf diesem Hang aber gegenüber anderen nicht im Vorteil. Bei den sitzenden Herren schied der Tiroler Roman Rabl im zweiten Lauf aus. Ausschlaggebend dafür war ein Rahmenbruch bei seinem Monoski, der schon im ersten Durchgang passierte. 

Erster Einsatz der Alpin-Damen

Morgen bestreiten die Damen ihren Riesentorlauf. Barbara Aigner (Guide: Klara Sykora) und Elina Stary (Guide: Celine Arthofer) vertreten Österreich bei den sehbehinderten Athletinnen. „Aufgrund der Trainingsleistungen und bisherigen Rennergebnisse rechnen wir mit einer Medaille. Wenn alles optimal läuft, sind sogar zwei Medaillen möglich“, stehen die Erfolgschancen laut Trainer auch bei den ersten Einsätzen der Damen in Hafjell gut.

Im Biathlon-Bewerb über 12,5 Kilometer tritt morgen die Salzburgerin Carina Edlinger an. Der Tiroler Rene Eckhart bestreitet die Qualifikation für den Cross-Wettkampf. 

weiterer Zeitplan mit ÖSV-Beteiligung

Donnerstag, 20. Jänner 2022
Alpin: Riesentorlauf, Damen
Biathlon: 12,5 Kilometer, Damen
Snowboard: Cross-Qualifikation

Freitag, 21. Jänner 2022
Alpin: Slalom, Herren
Snowboard: Cross-Finale

Samstag, 22. Jänner 2022
Alpin: Slalom, Damen
Langlauf: Sprint, Damen

Sonntag, 23. Jänner 2022
Alpin: Parallel-Teamevent

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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