Kurioser Unfall mit Fahrerflucht. Aktuelle steirische Polizeimeldungen

A2/Lieboch, Bezirk Graz-Umgebung. – Beamte der Autobahnpolizeiinspektion (API) Unterwald ermitteln aktuell nach einem Verkehrsunfall mit Fahrerflucht. Verletzt wurde offenbar niemand. Die Umstände des Unfalls sind jedoch durchwegs kurios.

Bereits am Freitagnachmittag, 14. Jänner 2022, gegen 16.00 Uhr verursachte ein bislang unbekannter Lenker eines PS-starken Sportwagens (Porsche Panamera e-hybrid) einen Verkehrsunfall mit Sachschaden und Fahrerflucht. Dabei kam der aus Richtung Lannach kommende Lenker im Bereich der A2-Autobahnauffahrt Lieboch (FR Wien) offenbar aufgrund von weit überhöhter Geschwindigkeit von der Fahrbahn ab, schlitterte quer über einen Grünstreifen und prallten frontal gegen den Baum eines angrenzenden Waldstückes.

Zur selben Zeit beabsichtigte ein 48-Jähriger aus dem Bezirk Südoststeiermark mit seinem Pkw aus Richtung Lieboch kommend auf die Autobahn aufzufahren. Er hatte seine Frau und dessen Kind im Fahrzeug und konnte gerade noch rechtzeitig vor dem verunfallten Sportwagen abbremsen. Zu einer Kollision der beiden Fahrzeuge kam es glücklicherweise nicht. Der Pkw des 48-Jährigen wurde jedoch aufgrund des aufgewirbelten Schotters und eines herausgerissenen Straßenleitpflockes beschädigt.

Fluchthelfer zerrte Lenker in SUV

Kurz darauf hielt ein bislang ebenso unbekannter, jedoch jüngerer Fahrzeuglenker an der Unfallstelle an. Er kam, ebenso wie der Unfalllenker, aus Richtung Lannach und half dem offenbar bekannten Lenker des Sportwagens in seinen schwarzen SUV. Währenddessen wies der „Fluchthelfer“ den älteren Unfalllenker mehrmals an, keine Angaben zu machen und mit niemandem zu sprechen. Gemeinsam flüchteten die beiden Männer letztlich mit dem SUV über die A2 in Fahrtrichtung Wien. Den Sportwagen ließen sie am Unfallort zurück.

Ob der Unfalllenker verletzt wurde oder alkoholisiert war, ist bislang nicht bekannt. Der stark beschädigte Sportwagen musste jedoch abgeschleppt werden. Im Fahrzeug stellten Polizisten Spuren bzw. Hinweise zum Lenker sicher. Auch eine Personsbeschreibung der Männer liegt vor. Bisherige Ermittlungen der Autobahnpolizei Unterwald ergaben, dass sowohl das Unfallfahrzeug als auch der Fluchtwagen auf dieselbe Firma zugelassen sind. Sofortige Erhebungen an der Adresse der offensichtlichen Fahrzeugbesitzer verliefen bisher jedoch negativ. Die Ermittlungen laufen.

Bild: Autobahnpolizei Unterwald

Hüttenbrand

Stolzalpe, Bezirk Murau.– In den frühen Morgenstunden des 16. Jänner 2022, brach in einem Ferienhaus ein Brand aus.

In der Holzhütte (1.400 m Seehöhe) hielten sich sechs Urlaubsgäste auf, als es gegen 03:00 Uhr zu einem Brand im Erdgeschoss kam. Bis zum Eintreffen der Feuerwehr versuchten die Anwesenden mit Feuerlöscher und Wasser vergeblich den Brand zu löschen.

Die angerückten Freiweilligen Feuerwehren Stolzalpe und Murau, welche mit 19 Kräften und vier Fahrzeugen im Einsatz waren, konnten die Flammen schließlich unter Kontrolle bringen. Verletzt oder gefährdet wurde niemand.

Vermutliche Brandursache war ein Glimmbrand, welcher sich aufgrund eines Wärmestaus in der Holzzwischenwand entwickelt hat.

Die genaue Schadenssumme ist Gegenstand noch andauernder Ermittlungen.

Alpinunfall

Fladnitz an der Teichalm, Bezirk Weiz.- Sonntagvormittag, 16. Jänner 2021, kam eine 51-jährige Bergsteigerin zu Sturz und verletzte sich unbestimmten Grades.

Die 51-Jährige aus dem Bezirk Hartberg-Fürstenfeld stieg, zusammen mit einer Begleiterin, zu Fuß auf den Gipfel des Hochlantsch auf. Gegen 11:40 Uhr kam die 51-Jährige beim Abstieg, vermutlich aufgrund des teils eisigen und harten Untergrunds, zu Sturz.

Nachdem die 51-Jährige es nicht mehr aus eigener Kraft ins Tal schaffte, setzte ihre Begleiterin einen Notruf ab. Die Bergrettung (Ortsstelle Fladnitz/Teichalm) versorgte die Verletzte und brachte diese ins Tal. In weiterer Folge transportierte das Rote Kreuz die Frau ins Krankenhaus Weiz.

Die Bergsteigerin erlitt Verletzungen unbestimmten Grades am Knöchel.

Brand

Deutschlandsberg. – Aus bislang noch ungeklärter Ursache geriet Sonntagnachmittag, 16. Jänner 2022, ein Wohnhaus in Brand. Dieser dürfte in einem Lokal ausgebrochen sein. Verletzt wurde niemand. Der Löscheinsatz ist nach wie vor im Gange.

Kurz nach 15.00 Uhr bemerkte ein Passant am Hauptplatz in Deutschlandsberg eine leichte Rauchentwicklung am Dach bzw. im Bereich des Kamins eines Hauses. Auch eine zufällig vorbeifahrende Polizei-Streife der Einsatzeinheit (EE) wurde sogleich auf die Rauchentwicklung aufmerksam. Beim Haus handelt es sich um ein mehrstöckiges Gebäude, in welchem sich auch ein Lokal im 1. Stock befindet. Dieses war heute geschlossen. Unmittelbar darüber liegt eine Wohnung.

Aufgrund der immer stärker werdenden Rauchentwicklung verständigten die Brand-Entdecker die Bewohner des Hauses. Diese konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen und das Haus frühzeitig verlassen. Alarmierte Feuerwehren aus Deutschlandsberg & Umgebung sind seither mit den Löscharbeiten beschäftigt. Ersten Einschätzungen zufolge dürfte der Brand im Lagerraum des Lokals seinen Ausgang genommen haben. Die Brandursache steht bislang jedoch noch nicht fest. Der entstandene Schaden dürfte beträchtlich sein.

Brandermittler der Polizei nehmen die Arbeit nach Abschluss der Löscharbeiten auf. Für die Dauer des Einsatzes wurde eine örtliche Umleitung eingerichtet.

Verdacht der Tierquälerei

Graz, Bezirk Jakomini.– Ein bislang unbekannter Täter steht im Verdacht, mit Rasierklingen versetzte Köder auf der Hundewiese im Augartenpark ausgelegt zu haben. Die Ermittlungen laufen.

Der Hundebesitzer (49) war am Sonntagvormittag, 16. Jänner 2022, gegen 09:00 Uhr auf der Hundewiese im Augartenpark mit seinem Hund spazieren. Dabei dürfte der American Staffordshire Terrier unbemerkt einen scheinbar ausgelegten Köder aufgenommen haben. Erst als der Hund diese einige Zeit später erbrach, bemerkte der 49-Jährige die Rasierklingen. Daraufhin erstattete er Anzeige bei der Polizei.

Ob der Hund gesundheitliche Schäden erlitt, steht derzeit noch nicht fest. Lebensgefahr besteht nicht. Hinweise zum möglichen Täter liegen bislang nicht vor.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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