Lamparter holt Klingenthal-Double. Ramsauer Rehrl sprintet ebenso aufs Podium



Johannes Lamparter konnte auch den zweiten Wettkampf in Klingenthal (GER) souverän für sich entscheiden. Der Rumer ließ auf der Schanze und Loipe die Konkurrenz hinter sich und siegt 8,4sek vor dem Esten Kristjan Ilves. Auf Platz drei landet sensationell Franz-Josef Rehrl, der nach überstandener Knieverletzung sowie Covid-Erkrankung wieder zurück in der Weltspitze ist.

Den weitesten Sprung des Tages zeigte Franz-Josef Rehrl. Der Steirer segelte auf unglaubliche 147 Meter, nur zwei Meter unter Schanzenrekord. Nur Johannes Lamparter konnte Rehrl das Wasser reichen. Mit einer Weite von 143 Metern, aber besseren Haltungsnoten und weniger Windabzüge schlug er Rehrl um 0,1 Punkte und schnappte sich den Sprungsieg. Auf die Loipe gingen die beiden ex Aequo als erste, gefolgt von Kristjan Ilves auf Rang 3 und mit vier Sekunden Rückstand. Lukas Greiderer hatte als Zwölfter schon 1min 9sek Rückstand auf die Spitze. Richtiges Windpech hatte Mario Seidl. Der Überflieger aus St. Veit im Pongau bekam die höchsten Windkompensationspunkte vom ganze Feld. Eine Weite von 123 Metern resultierte in einen Rückstand von 1min 30sek für die 10 Kilometer. 

Das Langlaufrennen entwickelte sich an der Spitze ähnlich wie gestern, nur war es dieses Mal das Trio Lamparter, Rehrl und Ilves, das vorne weg lief und Betrieb machte. Die Verfolgergruppe, angeführt vom norwegischen Lauf-Spezialisten Joergen Graabak, konnte den Rückstand auf die Spitze zwar verkleinern, die Podiumsplatzierungen waren jedoch immer außer Reichweite. In der letzte Runde setzte sich Lamparter ab und skatete einsam zu seinem zweiten Sieg in Klingenthal. Im Kampf um Platz zwei schob sich Rehrl in der letzten Runde vor Ilves. Erst auf der Zielgeraden hatte der Este den längeren Atem und setzte sich hauchdünn um 0,3sek gegen Rehrl durch. Als zweitbester Österreicher finishte Lukas Greiderer als Elfter. Mario Seidl büßte nach einem unglücklichen Sturz mit Stockbruch weitere Positionen ein, er wurde schlussendlich 25. 

***Die weiteren Platzierungen der Österreicher:***
26. Martin Fritz
28. Philipp Orter
29. Thomas Jöbstl
30. Stefan Rettenegger 
35. Lukas Klapfer

***Stimmen:***

***Johannes Lamparter: (1.)*** „Unglaublich, es war ein richtig cooler Tag heute! Und gemeinsam mit Franz-Josef am Podium zu stehen macht so viel Spaß. Der Teamspirit ist toll und es ist schön, wenn sich die ganze harte Arbeit so bezahlt macht. Im Rennen habe ich mich richtig gut gefühlt, die Ski waren unglaublich und es war heute alles auf meiner Seite. Für mich war es ein mega Wochenende, ich bin jetzt im gelben Trikot und darf in Seefeld damit starten. Es ist ein Kindheitstraum und ich bin einfach sprachlos. So kann es weitergehen.“

***Franz-Josef Rehrl: (3.)*** „Ich bin sehr stolz auf mich, besonders mit meinem heutigen Sprung. Im Laufen hatte ich die perfekte Ausgangsposition und zum Glück konnte ich bis zum Schluss gut mithalten. Das Rennen war beinhart für mich und ich merke, dass auf der Loipe noch einiges fehlt. Den dritten Platz konnte ich dann aber gut verteidigen, mit dieser Platzierung bin ich überglücklich. Es macht Lust auf mehr und ich freue mich auf die nächsten Wettkämpfe.“

***Cheftrainer Christoph Eugen:*** „Wir sind alle sehr glücklich über das heutige Ergebnis. Zwei Athleten auf dem Podium hatten wir schon lange nicht mehr. Johannes ist schon die gesamte Saison auf einem sehr guten Niveau gelaufen und auch gesprungen. Er hatte zwar zwischendurch seine Probleme, aber mittlerweile kommen seine Sprünge auf einem sehr guten Level. Franz-Josef hat heute einen sehr beeindruckenden Sprung gezeigt. Wie entschlossen er den Sprung vor allem durchgezogen hat, ist mit seiner Vorgeschichte schon imposant. Auf der Loipe hat er dann auch eine sehr gute Leistung gezeigt, leider aber im Zielsprint nicht mehr genügt Kraft gehabt. Mit dem dritten Platz können wir sehr zufrieden sein. Wir werden uns kommende Woche zu einem gemeinsamen Kurs treffen und uns auf die nächsten Aufgaben vorbereiten.“

Die Mannschaft tritt heute Abend die Heimreise an und wird kommende Woche einen viertägigen Trainingskurs in Tirol absolvieren. Durch die Absage der Wettkämpfe in Planica (SLO) findet der nächsten Weltcup von 27. – 30.1.2022 in Seefeld in Tirol statt. Mit dem Nordic Combined Triple steht den nordischen Allroundern in Seefeld das nächste Highlight des Winters ins Haus.

Laufbild Johannes Lamparter und Franz-Josef Rehrl (Foto: ÖSV/Derganc – honorarfrei)
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Laufbild Johannes Lamparter Hochformat (Foto: ÖSV/Derganc – honorarfrei)
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Johannes Lamparter beim Zieleinlauf (Foto: ÖSV/Derganc – honorarfrei)
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Johannes Lamparter und Franz-Josef Rehrl jubeln gemeinsam im Ziel (Foto: ÖSV/Derganc – honorarfrei)
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Johannes Lamparter jubelt über den Sieg (Foto: ÖSV/Derganc – honorarfrei)
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Das Siegerbild (Foto: ÖSV/Derganc – honorarfrei)
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Das Siegerbild (Foto: ÖSV/Derganc )
Laufbild Johannes Lamparter und Franz-Josef Rehrl (Foto: ÖSV/Derganc)
Johannes Lamparter beim Zieleinlauf (Foto: ÖSV/Derganc)
Johannes Lamparter und Franz-Josef Rehrl jubeln gemeinsam im Ziel (Foto: ÖSV/Derganc)

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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