ÖSV – Wintersportsplitter: HEMETSBERGER VIERTER IN WENGEN

SKI ALPIN  14 Januar 2022 Wengen (SUI)

Bei der ersten von zwei Abfahrten am Lauberhorn in Wengen (SUI) verpasste das ÖSV-Team die Podestplätze. Daniel Hemetsberger führte als Vierter ein Österreicher-Trio hinter den Stockerlplätzen an. Max Franz wurde Fünfter und Matthias Mayer belegte Rang sechs. Der Sieg ging an Aleksandar Aamodt Kilde, der sich gegen das Schweizer Duo Marco Odermatt (+0,19 Sek.) und Beat Feuz (+0,30 Sek.) durchsetzen konnte. 

Nach dem gestrigen Super-G stand heute in Wengen die erste Abfahrt auf dem Programm. Das Rennen wurde aufgrund des intensiven Kalenders vom Kombinationsstart gefahren, was die originale Laufzeit um rund 45 Sekunden verkürzte. Dennoch wurde den Zuschauern ein packendes Rennen auf einer der anspruchsvollsten Abfahrten des Winters geboten.

Als erster Österreicher ging Daniel Hemetsberger mit Startnummer zwei auf die Strecke und der Oberösterreicher zeigte einen beherzten Lauf ohne gröberen Fehler. Am Ende durfte sich der 30-Jährige über seine zweite Top-5 Platzierung in dieser Saison freuen, nachdem er bereits in Bormio Vierter wurde.

„Für meine erste Abfahrt hier herunter habe ich es sehr gut erwischt und ich bin es genau so gefahren, wie ich es mir vorgenommen habe. Ich versuche immer meine beste Leistung abzurufen und im Moment läuft es einfach sehr gut für mich. Morgen werde ich wieder alles geben und dann sehen wir was dabei herauskommt.“

Daniel Hemetsberger

Direkt hinter Hemetsberger belegte Max Franz, der im Abschlusstraining Bestzeit fuhr, den guten fünften Rang. Der Kärntner lieferte einen ansprechenden Lauf, hatte jedoch im Kernen-S seine Probleme. Franz fuhr zum zweiten Mal in dieser Saison in die Top-5.

„Ich habe beim Kernen-S den Speed zu wenig herausgenommen, habe einen Schlag erwischt und dann zu wenig Tempo mitgenommen. Es waren richtig gute Passagen dabei, aber ich habe ein, zwei Entscheidungen falsch getroffen während der Fahrt und diese haben wohl den Rückstand ausgemacht. Ein fünfter Platz ist trotzdem sehr gut.“

Max Franz

Drittbester Österreicher wurde Matthias Mayer auf dem sechsten Platz. Der Kärntner wählte eine gute Linie und verlor erst im letzten Streckenabschnitt auf das Top-Trio. Nach seinem gestrigen dritten Platz im Super-G holte der 31-Jährige mit Rang sechs (+0,78 Sek.) seine siebente Top-10 Platzierung in dieser Saison.

„Ich denke meine Fahrt war ganz gut, nur im Ziel-S habe ich sehr viel Zeit verloren, dieser Abschnitt war nicht optimal. Einige Passagen habe ich aber sehr gut erwischt und darauf werde ich für morgen aufbauen. Ich freue mich auf das Rennen über die komplette Länge.“

Matthias Mayer

Vincent Kriechmayr, der aufgrund einer Ausnahme Bewilligung ohne Training starten durfte, belegte mit 1,26 Sekunden Rückstand den zwölften Platz. Otmar Striedinger musste sich mit Rang 21 (+1,74 Sek.) zufriedengeben, Daniel Danklmaier wurde 26. (+1,95 Sek.) und Stefan Babinsky holte als 29. (+2,07 Sek.) ebenfalls noch Weltcuppunkte.

ERGEBNIS

Morgen Samstag geht in Wengen die traditionelle Lauberhornabfahrt über die gesamte Länge über die Bühne. Das Rennen beginnt um 12:30 Uhr und ORF1 überträgt live.

PARASKISPORT  14 Januar 2022 Hafjell (NOR)

PARASKI-WM: SALCHER ABFAHRTS-WELTMEISTER

Salcher erwischte auf der WM-Strecke einen nahezu perfekten Lauf und ließ damit sogar den Topfavoriten Arthur Bauchet hinter sich. Der Franzose lieferte sich einen spannenden Zweikampf mit dem Österreicher und hatte am Ende 38 Hundertstel Rückstand. Bronze ging an Aleksei Bugaev (+1,94 Sek.), der für das Russische Paralympische Komitee startet.  

In den beiden Abfahrtstrainings war Salcher jeweils noch hinter Bauchet Zweiter geworden. Der Jubel im ÖSV-Team über die erste Medaille in Norwegen ist groß: „Markus war heute mental stark drauf. Die Kleinigkeiten, die im Training noch nicht zu 100 Prozent funktioniert haben, haben heute punktgenau gepasst“, betont Cheftrainer Markus Gutenbrunner.

„Es war echt ein guter Tag für mich. Ich konnte das umsetzen, was ich mir vorgenommen habe. Es war windig, dadurch war eine tiefe Position angesagt. Das hat gut funktioniert. Der fünfte Weltmeistertitel fühlt sich richtig cool an und ich bin sehr zufrieden, dass ich Arthur Bauchet auf Distanz halten konnte.“

Markus Salcher

Abfahrts-Gold hatte Salcher zuvor bereits 2013 in La Molina und 2017 in Tarvis gewonnen. Der Titel in Hafjell ist die zehnte WM-Medaille seiner Karriere. Witterungsbedingt ist das Rennen mit einem Tag Verspätung ausgetragen worden – mit anderen Verhältnissen als geplant. „Gestern wurde noch gesalzen und man dachte, dass es wieder warm werden wird. Es ist heute allerdings kälter gewesen, damit war auch die Piste kompakter, also ganz anders als im Training“, erklärt Cheftrainer Gutenbrunner weiter, der den Kurs für den morgigen Super-G setzen darf.  

Nico Pajantschitsch (stehend) kam mit 4,30 Sekunden Rückstand auf Salcher auf Platz zehn. „Nico war brav unterwegs. Am Zielsprung hat es ihn ausgedreht und so ist ihm vor dem Ziel noch ein grober Fehler passiert. Sonst wären die Top 6 möglich gewesen“, so der Trainer. Roman Rabl (sitzend) kam nach einem Sturz nicht ins Ziel. Der Tiroler war bis zu einem Fehler bei der Steilhangeinfahrt in den Medaillenrägen gelegen. Bei seinem Sturz zog er sich ein Cut am Kinn zu, das genäht werden musste. Ein Start im Super-G scheint dennoch möglich.  

Snowboarder Rene Eckhart hat bereits gestern die Qualifikation für das heutige Finale im Dual Banked Slalom verpasst. Er wird im Laufe der Titelkämpfe in Norwegen auch noch im Cross-Bewerb antreten.

Anna Gasser zieht souverän in das Slopestyle-Finale in Laax ein



Anna Gasser ist am Freitag beim Slopestyle-Weltcup in Laax (SUI) souverän in das samstägige Achterfinale der Damen eingezogen! Die Kärntnerin landete im Semifinale mit einem Score von 78,81 Punkten hinter der Australierin Tess Coady (79,35) auf Platz zwei.

Bei den Herren verpassten hingegen Moritz Amsüss mit 66,93 Punkten als 16. und Clemens Millauer mit 57,78 Zählern als 22. das Zwölferfinale. Bester im Semifinale war der Neuseeländer Tiarn Collins mit 87,71 Punkten.

*** Das weitere Programm: ***

Samstag, 15. Jänner 2022:
13.15 Uhr: Finale der Top-8-Damen und Top-12-Herren

*** TV-Hinweis: ***
ORF SPORT+ überträgt den Slopestyle-Weltcup in Laax (SUI) am Samstag, 15.01.2022, ab 13.35 Uhr LIVE!

Julia Dujmovits fährt bei Weltcuppremiere auf der Simonhöhe auf Platz zwei


Julia Dujmovits ist am Freitag im Parallelriesentorlauf bei der Weltcuppremiere auf der Kärntner Simonhöhe mit Rang zwei einen Podestplatz für das ÖSV-Team herausgefahren! Die Burgenländerin musste erst im großen Finale der stark fahrenden Polin Aleksandra Krol den Vortritt lassen. Davor hatte sich die PSL-Olympiasiegerin von Sotschi 2014 gegen Milena Bykova (RUS), Carolin Langenhorst (GER) und im Halbfinale um eine Hundertstel gegen Sofiya Nadyrshina (RUS) durchgesetzt. Nadyrshina teilte sich nach einem toten Rennen im kleinen Finale Rang drei mit der Deutschen Melanie Hochreiter.

Zweitbeste Österreicherin wurde Daniela Ulbing, die nach einem Auftaktsieg gegen Ladina Jenny (SUI) im Viertelfinale gegen Nadyrshina den Kürzeren zog und Siebente wurde. Dieses Resultat reichte der Kärntnerin jedoch, um mit 382 Punkten die Weltcup-Gesamtführung vor der Deutschen Ramona Hofmeister (337), die heute Fünfte wurde, zu verteidigen. Sabine Schöffmann hatte in der Auftaktrunde gegen Langenhorst um den Hauch von zwei Hundertstel das Nachsehen und belegte Platz zwölf. Claudia Riegler verpasste nach einem Fahrfehler im zweiten Qualifikationslauf das 16er-Finale und reihte sich an der 30. Stelle ein.

„Ich bin mit diesem zweiten Platz in einem supercoolen Rennen sehr zufrieden. Das Material hat perfekt gepasst – vielen Dank an unsere Serviceleute, die wahrscheinlich keinen Finger mehr haben, der nicht blutet, so scharf haben sie die Kanten machen müssen. Im großen Finale bin ich leider gegen das Startgate gefahren, das hat im oberen Flachstück natürlich viel Zeit gekostet. Dadurch war ich unter Druck und bin dann im Mittelteil an einem Tor hängengeblieben. Es ist ein riesengroßes Geschenk für mich, dass ich in Bad Gastein (Sieg im Mixed-Teambewerb, Anm.) und hier auf der Simonhöhe so gute Rennen fahren konnte. Ich habe das Gefühl, mit diesen Ergebnissen den Organisatoren etwas zurückgeben zu können“, sagte Julia Dujmovits.

„Ich war heute mit meinen Quali-Läufen nicht zu 100 Prozent zufrieden und habe gewusst, dass ich im Finale mehr Gas geben muss. Das habe ich im ersten Lauf auch richtig gut gemacht. Im zweiten habe ich dann aber etwas zu viel aufs Tempo gedrückt, bin weggerutscht und somit war es im Viertelfinale leider vorbei. Ich bin mit dem heutigen Tag trotzdem nicht unzufrieden, weil ich merke, dass meine Formkurve steigt“, meinte Daniela Ulbing.

Bei den Herren fuhren Alexander Payer als Sechster und Lukas Mathies als Achter in die Top Ten. Payer bezwang in der Auftaktrunde den dreifachen russischen Weltmeister Dmitrii Loginov, ehe er dem italienischen Routinier Roland Fischnaller um drei Hundertstel denkbar knapp unterlag. Mathies besiegte im Achtelfinale mit Andrey Sobolev ebenfalls einen Russen, danach war jedoch beim Slowenen Tim Mastnak Endstation. Der Sieg ging an den Deutschen Stefan Baumeister, der im großen Finale Mastnak in die Schranken wies. Fischnaller wurde vor dem Schweizer Nevin Galmarini Dritter.

Lokalmatador Alexander Payer, der seine ersten Snowboardschwünge auf der Simonhöhe in den Schnee gezogen hat, war mit der Weltcuppremiere auf seinem Hausberg mehr als zufrieden. „Ich freue mich einerseits über den sechsten Platz und andererseits fast noch mehr darüber, welcher Superevent dank der großartigen Unterstützung aller Helfer hier aus dem Boden gestampft wurde. Es gab viele enge, spannende Entscheidungen – also genau das, was unseren Sport ausmacht. Auch bei mir im Viertelfinale war es extrem knapp, aber mit Rang sechs habe ich das nächste Top-Acht-Ergebnis geholt – das passt“, so Payer.

In einer Qualifikation mit extrem knappen Zeitabständen kam für Benjamin Karl (19.), Andreas Prommegger (21.) und Fabian Obmann (25.) das Aus. Der Steirer Matthäus Pink holte als 30. seinen ersten Weltcuppunkt. Für Dominik Burgstaller (35.), Arvid Auner, Aron Juritz (beide 41.) und Christoph Karner (disqualifiziert) war bereits nach dem ersten Qualifikationslauf Schluss.

*** Das weitere Programm: ***

Samstag, 15. Jänner 2022:
09.15 Uhr: Mixed-Teambewerb

*** TV-Hinweis: ***
ORF 1 überträgt den Mixed-Teambewerb auf der Simonhöhe (AUT) am Samstag, 15.01.2022, ab 09.00 Uhr LIVE!

Katrin Ofner schrammt als Vierte in Nakiska am Podest vorbei


Katrin Ofner ist am Freitag als Vierte im ersten von zwei Weltcuprennen in Nakiska (CAN) knapp am Podium vorbeigeschrammt! Nachdem die Steirerin ihre Heats sowohl im Viertel- als auch im Semifinale gewonnen hatte, erwischte Ofner im großen Finale die Startsektion nicht mehr so optimal wie in den Läufen davor und bog auf Position vier in die erste Kurve ein. Alle Versuche der Österreicherin, noch Plätze gut zu machen, prallten an ihren Konkurrentinnen ab – so wurde es für Ofner hinter der schwedischen Saison-Dominatorin Sandra Näslund, der Schweizerin Fanny Smith und der Deutschen Daniela Maier Platz vier. Die Oberösterreicherin Andrea Limbacher landete als Dritte ihres Viertelfinal-Heats auf dem elften Gesamtrang.

„Nach den zwei verpassten Qualifikationen bei den letzten beiden Rennen vor Weihnachten in Innichen tut dieser vierte Platz sehr gut. Ich bin auch zufrieden damit, wie diese Woche für mich gelaufen ist. Ich habe mich von Fahrt zu Fahrt gesteigert, auch heute waren die ersten beiden Läufe richtig gut. Im großen Finale haben sich dann leider ein paar kleine Fehler eingeschlichen, aber mit Rang vier bin ich trotzdem zufrieden“, sagte Katrin Ofner.

Bei den Herren holte der Niederösterreicher Tristan Takats als Dritter seines Viertelfinal-Laufs mit Platz neun ein weiteres Top-Ten-Resultat für das ÖSV-Team. Der Steirer Robert Winkler erreichte ebenfalls die Runde der letzten 16 und belegte im Endklassement Rang elf. Der Oberösterreicher Johannes Rohrweck, der als dritter ÖSV-Athlet in das 32er-Finale eingezogen war, reihte sich an der 18. Stelle ein. Auch bei den Herren gab es durch David Mobärg einen schwedischen Erfolg. Der Kanadier Kevin Drury als Zweiter und der Deutsche Tobias Müller als Dritter komplettierten das Siegespodest.

*** Das weitere Programm: ***

Samstag, 15. Jänner 2022 (2. Rennen):
18.45 Uhr MEZ: Qualifikation Damen
20.15 Uhr MEZ: Finale der Top-16-Damen und Top-32-Herren

*** TV-Hinweis: ***
ORF SPORT+ zeigt das zweite Weltcuprennen in Nakiska (CAN) am Samstag, 15.01.2022, ab 20.10 Uhr LIVE!

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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