FPÖ-Hermann/Pascuttini: Ärztebereitschaft in Graz muss aufrechterhalten werden!

Freiheitliche kritisieren Neuregelung der Ärztebereitschaft in der steirischen Landeshauptstadt – FPÖ Graz fordert Bürgermeisterin Kahr zum Handeln auf.

Bereits nach Bekanntwerden der Pläne zur Neuregelung der Ärztebereitschaft in der Steiermark waren die Freiheitlichen alarmiert. Nun erreicht die Debatte auch die Landeshauptstadt. Wie einem Online-Bericht des ORF-Steiermark zu entnehmen ist, sorgen sich die Mediziner des Grazer Ärztenotdienstes um die medizinische Versorgung. So sollen etwa Visitendienste verkürzt und bestehende Ordinationen aufgelassen werden. Im Bericht ist von einer Angleichung an die Versorgungssituation in ländlichen Regionen die Rede. Für die Patienten würde dies massive Verschlechterungen bedeuten – nach Mitternacht bliebe so nur mehr die Wahl zwischen weiter leiden oder ins Krankenhaus transportiert zu werden. „Die geplante Neuregelung für die Landeshauptstadt ist schlicht nicht hinnehmbar“, so FPÖ-Landesparteisekretär Stefan Hermann. „Wir wissen seit Jahren, dass die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum dringenden Reformbedarf hat. Den Ärztebereitschaftsdienst in Graz nun den ländlichen Gebieten anzugleichen ist abstrus, vielmehr braucht es einen Fortbestand der bestehenden Versorgungssituation in Graz“, so Hermann weiter, der ankündigt, die geplante Neuregelung auf Landesebene weiterhin kritisch zu begleiten.

FPÖ-Pascuttini: „Kahr muss ein Zeichen der Entschlossenheit setzen!“
Ähnlich kritisch sieht man die Entwicklungen in der Grazer Stadtpartei. „Das sukzessive Runterfahren des Ärztenotdienstes ist eine versorgungspolitische Katastrophe für die Landeshauptstadt. Die FPÖ hat auf Landesebene bereits nach Bekanntwerden der ersten Gerüchte um ein Ende des Notdienstes dagegen mobilgemacht. Leider scheinen gewisse Verantwortungsträger, allen voran die schwarz-rote Landesregierung, wenig Interesse an der Aufrechterhaltung dieser wichtigen Einrichtung zu haben“, so der Grazer FPÖ-Klubobmann Alexis Pascuttini. „Aus Grazer Sicht muss Bürgermeisterin Elke Kahr nun mit aller Entschlossenheit bei den zuständigen Stellen für den Fortbestand des Ärztenotdienstes eintreten. Das Vorhaben, dass die Ärzte künftig in einem Jausenraum arbeiten sollen, ist ebenfalls nicht akzeptabel und muss dringend korrigiert beziehungsweise revidiert werden“, so Pascuttini weiter, der festhält: „Wenn an den fehlgeleiteten Plänen der Auflösung festgehalten werden sollte, dann wird dieses Thema eine heiße und breite politische Debatte auf Stadt- und Landesebene im Jahr 2022 zur Folge haben!“

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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