ÖSV Wintersportsplitter: HAASER UND KRIECHMAYR AM PODEST

Beim Super-G in Bormio (ITA) verhinderte der Norweger Aleksander Aamodt Kilde einen ÖSV-Doppelsieg. Überraschungsmann Raphael Haaser fuhr erstmals in seiner Karriere auf das Podium und wurde Zweiter. Vincent Kriechmayr holte Rang drei.

Für die Überraschung des Tages sorgte Raphael Haaser, der mit der hohen Startnummer 25 noch auf das Podest fahren konnte. Der Tiroler zeigte einen angriffslustigen Lauf und wählte eine sehr direkte Linie. Am Ende durfte sich der 24-Jährige mit 72 Hunderstel Rückstand auf Sieger Kilde über sein erste Weltcuppodest freuen. Bislang stand ein vierter Platz im Super-G von Saalbach im März dieses Jahres zu buche.

„Man musste von oben bis unten Gas geben und es war ein schwieriger Lauf. Heute ist es mir echt gut gelungen und ich bin überglücklich mit dem zweiten Platz. Heute kommt alles zurück für die harte Arbeit der letzten Jahre, dennoch möchte genauso weiterarbeiten wie bisher und darf mich nicht darauf ausruhen.“

Raphael Haaser

Als zweiter Österreicher nahm Vincent Kriechmayr am Podium Platz. Der Super-G Weltmeister von Cortina hatte im oberen Streckenabschnitt nach einem schweren Fehler bereits einen großen Rückstand aufgebaut, konnte jedoch danach einen perfekten Lauf zeigen und ging zwischenzeitlich deutlich in Führung. Der Oberösterreicher holte mit dem heutigen dritten Platz sein drittes Saisonpodest, sein 24. insgesamt im Weltcup.

„So ein Fehler wie im oberen Teil ist mir noch nie passiert. Ich habe dort bei einem Linksschwung das falsche Tor anvisiert und habe natürlich viel Zeit verloren. Ansonsten bin ich ein sehr gutes Rennen gefahren. Mit dem dritten Platz bin ich aber zufrieden.“

Vincent Kriechmayr

Mannschaftlich präsentierte sich das ÖSV-Team wieder stark: Sechs Athleten konnten Weltcuppunkte holen. Max Franz wurde als drittbester Österreicher Zwölfter. Matthias Mayer, der keinen optimalen Lauf erwischte belegte den 13. Rang. Daniel Danklmaier zeigte wie auch schon gestern eine starke Leistung und holte Platz 15 und Christian Walder konnte als 28. auch noch Weltcuppunkte sammeln.

ERGEBNIS

Morgen findet in Bormio das letzte Weltcuprennen in diesem Kalenderjahr statt. Ab 11:30 Uhr steht ein weiterer Super-G am Programm. ORF1 überträgt live.

SKI ALPIN  29 Dezember 2021 Lienz

LIENSBERGER AUF PLATZ ZWEI

Katharina Liensberger fährt beim Slalom von Lienz auf den zweiten Rang. Sie führt damit eine starke Mannschaftsleistung an: drei unter den Top-6. Der Sieg geht an die Slowakin Petra Vlhova, Rang drei sichert sich die Schweizerin Michelle Gisin. 

Der Slalom von Lienz beschert den ersten Podestplatz des Technikteams in dieser Saison. Katharina Liensberger fährt auf dein zweiten Rang und führt ein starkes Mannschaftsergebnis an. Drei unter den Top-6 und 4 in den Top-15.

„Ich bin richtig happy, dass nach all dieser Zeit es so ausgegangen ist und ich bin erleichtert! Es ist sehr schön hier in Lienz zu fahren. Im zweiten Durchgang haben ich gewusst, ich muss pushen und als ich in den Zielhang eingefahren bin, habe ich gemerkt, jetzt muss ich nochmals alle Kräfte sammeln und das durchstehen bis ins Ziel.“ Katharina Liensberger

Starke Leistungen zeigen beim heutigen Slalom auch Katharina Truppe und Katharina Gallhaber. Truppe nahm den Schwung vom gestrigen Riesentorlauf mit und konnte sich im zweiten Durchgang um neun Plätze verbessern. Mit einem Rückstand von 0.78 Sekunden wird es Platz vier. Für die Kärntnerin ist dies die beste Saisonplatzierung im Slalom bis dato.

Katharina Gallhuber fährt ebenso ihre beste Saisonplatzierung beim Heimrennen ein. Sie wird Sechste und verbesserte sich um ganze 13 Plätze. Für die Niederösterreicherin ist dies ein wichtiger Befreiungsschlag, nachdem es in den ersten Rennen nicht nach Wunsch geklappt hat.

„Wenn man in das Ziel kommt und grün sieht, das tut richtig gut! Ich bin richtig happy, dass ich hier ein richtig gutes Skifahren zeigen konnte. Ich bin jetzt schon nach dem Motto gegangen „Schritt für Schritt“ und es tut richtig gut zu merken, die Angriffslust ist wieder da und Rennfahren macht wieder Spaß und das nehme ich auf alle Fälle für das neue Jahr mit.“ Katharina Gallhuber

LANGLAUF  29 Dezember 2021 Lenzerheide

STADLOBER ÜBER 10 KM STARKE SECHSTE

Nach dem gestrigen Sprintrennen stand heute im Zuge der zweiten Etappe der Tour de Ski in Lenzerheide (SUI) für die Damen ein 10 km Einzelstartrennen in der klassischen Technik auf dem Programm. Bei schwierigen Verhältnissen mit durchgehend intensivem Schneefall lieferte Teresa Stadlober dabei eine starke Vorstellung ab. Die Salzburgerin startete von Beginn an engagiert in das Rennen, teilte sich die 10 km hervorragend ein und konnte sich im Laufe des Rennens immer in der Nähe der Spitzenplätze halten. Erstmals in dieser Saison war die 28-Jährige mittendrin im Kampf um eine absolute Top-Platzierung und belegte am Ende mit 45,8 Sekunden Rückstand den hervorragenden sechsten Platz. Damit durfte sich die Österreicherin über ihr bisher bestes Saisonergebnis freuen.

An der Spitze sicherte sich Kerttu Niskanen den Sieg. Die Finnin setzte sich mit einem starken Finish am Ende klar mit 18,2 Sekunden Vorsprung gegen die Schwedin Ebba Andersson durch. Das Podest komplettierte die Russin Natalia Nepryaeva (+30,5 sec.).

In der Tour-Gesamtwertung verbesserte sich Teresa Stadlober mit ihrer heutigen Leistung um einige Plätze und liegt momentan mit 1:15 Minuten Rückstand auf Rang zwölf. In Führung ist derzeit die heutige Tagessiegerin Kerttu Niskanen aus Finnland.

STIMME:

Teresa Stadlober (Sechste): „Ich bin wirklich voll happy mit meinem Ergebnis und mit diesem sechsten Platz ist es heute richtig gut gelaufen. Mit Temperaturen um 0° und starkem Schneefall waren das heute wirklich extrem schwierige Verhältnisse. Bei den vorderen Nummern war der Schneefall sogar noch intensiver, deswegen war meine Startposition auch nicht wirklich ideal. Ich hatte einen richtig guten Ski und muss mich vor allem bei meinem Service-Team bedanken, das heute wirklich hervorragendes Material rausgezaubert hat. Cool ist auch, dass ich in der Gesamtwertung momentan mit nur vier Sekunden Rückstand auf die Top-Ten Zwölfte bin – es ist also noch einiges möglich. Jetzt heißt es gut erholen und dann werde ich in Oberstdorf wieder angreifen.“

Weiteres Wettkampfprogramm Tour de Ski 2021/22:

Freitag, 31.12.2021, Oberstdorf (GER), 10 km Massenstart Damen (Skating), 12.55 Uhr

Freitag, 31.12.2021, Oberstdorf (GER), 15 km Massenstart Herren (Skating), 15.25 Uhr

Samstag, 01.01.2022, Oberstdorf (GER), Sprint Herren und Damen (Klassisch), 12.00 Uhr (Finalläufe)

Montag, 03.01.2022, Val di Fiemme (ITA), 10 km Massenstart Damen (Klassisch), 12.40 Uhr

Montag, 03.01.2022, Val di Fiemme (ITA), 15 km Massenstart Herren (Klassisch), 14.50 Uhr

Dienstag, 04.01.2022, Val di Fiemme (ITA), 10 km „Final Climb“ Damen (Skating), 11.30 Uhr

Dienstag, 04.01.2022, Val di Fiemme (ITA), 10 km „Final Climb“ Herren (Skating), 15.25 Uhr

BIATHLON  28 Dezember 2021 Ruhpolding

HAUSER UND LEITNER GEWINNEN WORLD TEAM CHALLENGE

Bei der traditionell vor dem Jahreswechsel durchgeführten World Team Challenge in Ruhpolding (GER) waren Felix Leitner und Lisa Hauser heute nicht zu schlagen. Beim Show-Event bestehend aus Massenstart und Verfolgung, setzte sich das Tiroler-Duo mit 56,8 Sekunden Vorsprung souverän gegen Evgeniia Burtasova und Matvei Eliseev aus Russland durch. Auf Rang drei landete das tschechische Team in der Formation Marketa Davidova und Michal Krcmar (+59,7 sec.). 

Zur Halbzeit lag das österreichische Duo noch auf Rang vier, mit einer starken Schießperformance und nur zwei Fehlschüssen in der finalen Verfolgung ging der Sieg aber erstmals in der 20. Auflage des Events an ein rein österreichisches Team.

Das normalerweise in der Arena auf Schalke ausgetragene Einladungsrennen musste coronabedingt dieses Jahr nach Ruhpolding verlegt werden und zählt nicht zum IBU Weltcup.

STIMME:

Lisa Hauser: „Das erste Mal bei diesem Event ganz oben zu stehen, ist richtig cool! Auch wenn heute leider keine Zuschauer vor Ort waren, haben sicher viele Leute zu Hause vor dem Fernseher mitgefiebert und es war eine tolle Werbung für den Biathlonsport in Österreich. Felix und ich freuen uns wirklich total, dass wir heute beide so ein tolles Rennen zeigen konnten. Jetzt steht wieder ein bisschen Training auf dem Programm und dann werden wir beim Weltcup in Oberhof wieder angreifen.“

Felix Leitner: „Das war ein cooler Tag und ein richtig cooler Wettkampf. Der zweite Teil des Rennens war von mir deutlich besser und dort hatte ich auch das Stehendschießen viel besser im Griff. Dank der beiden super Rennen von Lisa waren wir immer im Vorderfeld mit dabei. Wir wussten, dass das zweite Rennen entscheidend sein wird, und das ist uns beiden sehr gut gelungen. Dieses Rennen macht immer sehr viel Spaß und das war heute eine tolle Werbung für den Biathlonsport in Österreich. Dieser Sieg ist noch ein richtig schönes Geschenk zum Jahresausklang.“

SKISPRINGEN   29 Dezember 2021 Oberstdorf (GER)

HUBER ACHTER ZUM TOURNEEAUFTAK

Beim Auftaktspringen der 70. Vierschanzentournee in Oberstdorf konnten die ÖSV-Adler nicht um die Top-Platzierungen mitmischen. Daniel Huber wurde als Achter bester Österreicher. Der Sieg ging an den Japaner Ryoyu Kobayashi, der sich in einer spannenden Entscheidung gegen die beiden Norweger Halvor Egner Granerud und Robert Johansson durchsetzen konnte.

Im ersten Durchgang setzte sich Daniel Huber im KO-Duell gegen den Finnen Antti Aalto souverän durch und lag mit Rang sieben auf einer aussichtsreichen Position auf einen Spitzenplatz. In der Entscheidung zeigte Huber bei schwierigen Verhältnissen einen Sprung auf 126,5 Meter und musste damit noch eine Position einbüßen. Mit Rang acht holte der Salzburger sein zweites Top-10 Ergebnis in dieser Saison.

„Ich weiß, dass ich schon noch Potential habe, aber ich merke auch, dass ich mich stabilisiere und das stimmt mich positiv. Im zweiten Durchgang habe ich nicht mehr gezögert und habe den Sprung voll durchgezogen, darauf kann ich aufbauen. Ein achter Platz ist nicht ideal, aber ich bin nicht unzufrieden.“

Daniel Huber

Zweitbester Österreicher wurde Stefan Kraft auf Rang zwölf. Der Salzburger qualifizierte sich als Lucky-Looser nach einer Duell Niederlage gegen Gregor Deschwanden (SUI) als 17. für das Finale und konnte sich dort mit einem starken Sprung auf 123 Meter noch um fünf Positionen verbessern.

„Mein zweiter Sprung hat sich gut angefühlt und er war deutlich besser als der Erste, damit bin ich zufrieden. Heute hätte es zwei solche Sprünge gebraucht. Die Bedingungen heute waren nicht meine, darauf möchte ich mich nicht ausreden, aber ich resümiere heute mit gemischten Gefühlen.“

Stefan Kraft

Ein Sprung nach vorne gelang auch Jan Hörl, der sich im zweiten Durchgang vom 26. auf den 17. Platz verbessern konnte. Daniel Tschofenig belegte den 21. Rang und Philipp Aschenwald wurde unmittelbar dahinter 22.

Manuel Fettner und Ulrich Wohlgenannt scheiterten bereits im KO-Duell. Fettner musste sich Dawid Kubacki (POL) geschlagen geben und Wohlgenannt zog gegen Peter Prevc (SLO) den Kürzeren.

ERGEBNIS

Nach dem morgigen Ruhetag geht es am Silvestertag mit der Qualifikation in Garmisch-Partenkirchen weiter. Das Neujahrsspringen geht dann ab 14:00 Uhr über die Bühne. ORF1 überträgt die Qualifikation und den Wettkampf live.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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